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Barcelona-Test-RĂŒckblick: Team-fĂŒr-Team-Analyse der neuen F1-RegelĂ€ra

Barcelona-Test-RĂŒckblick: Team-fĂŒr-Team-Analyse der neuen F1-RegelĂ€ra

von Simone Scanu

11 Min. Lesezeit

Formel 1s mit Spannung erwarteter Übergang in die Regeln fĂŒr 2026 hat begonnen – und bemerkenswerterweise hat das Ergebnis die Erwartungen ĂŒbertroffen. Anders als beim problembehafteten Power-Unit-Umbruch 2014, als Motoren mit erschreckender RegelmĂ€ĂŸigkeit auf der Strecke hochgingen, zeigte der Barcelona-Shakedown, dass die Ingenieure des Sports aus frĂŒheren Fehlern gelernt haben. Die KomplexitĂ€t des neuen Regelwerks – insbesondere das deutlich leistungsstĂ€rkere elektrische MGU-K-System sowie der Einstieg neuer Power-Unit-Hersteller – veranlasste die Teams, um eine zusĂ€tzliche Testmöglichkeit ĂŒber die angesetzten drei Bahrain-Testtage hinaus zu bitten.

Dieser fĂŒnftĂ€gige Test hinter verschlossenen TĂŒren auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya erlaubte den Teams, drei Tage Fahrbetrieb auszuwĂ€hlen – mit dem doppelten Ziel, die ZuverlĂ€ssigkeit zu validieren und entscheidende Kilometer mit komplett neuer Technik zu sammeln. Die Ergebnisse im 11-Team-Feld der Formel 1 zeichneten ein faszinierendes Bild aus Vorbereitung, Innovation – und in einem auffĂ€lligen Fall aus schwierigen logistischen UmstĂ€nden.

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Mercedes: der Goldstandard

Absolvierte Runden: 500

Mercedes setzte beim Barcelona-Shakedown ein Ausrufezeichen – mit einer Meisterleistung in Sachen ZuverlĂ€ssigkeit und Effizienz. Über Montag, Mittwoch und Donnerstag sammelten die Silberpfeile außergewöhnliche 500 Runden – eine phĂ€nomenale Leistung fĂŒr ein Auto, das wenige Wochen zuvor nur als CAD-Modell existierte. Der W17 erwies sich als bemerkenswert robust: George Russell und Andrea Kimi Antonelli gingen nahtlos vom Shakedown-Programm zu einer vorsichtigen Rennsimulation am Mittwoch ĂŒber, bevor am Donnerstag qualifikationsĂ€hnliche Runs folgten.

Was Mercedes von der Konkurrenz abhebt, ist nicht nur Leistung oder aerodynamische Effizienz, sondern akribische Planung und technische Exzellenz. Das Team schien jeden Punkt seiner vorab definierten Ziel-Liste abzuhaken – ein Hinweis darauf, dass das ZuverlĂ€ssigkeitsfundament fĂŒr die Saison solide gelegt ist. Nicht nur das Werksteam profitierte: Auch die Mercedes-Kundenteams – McLaren, Williams (abwesend) und Alpine – zogen Nutzen aus der bewĂ€hrten Power-Unit-Architektur. Insgesamt spulte die Mercedes-Motorenallianz in Barcelona rund 1.000 Runden ab.

Trackside Engineering Director Andrew Shovlin brachte die Woche auf den Punkt: „Aus ZuverlĂ€ssigkeitssicht war das wirklich beeindruckend. Es gibt komplett neue Systeme am Auto. Es hat hervorragend funktioniert. Wir haben eine Vorstellung davon, welche Ziele wir erreichen wollen. Und wir haben so ziemlich alle abgehakt.“

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Ferrari: leises Selbstvertrauen in Maranello

Absolvierte Runden: 444

WĂ€hrend Mercedes mit der schieren Rundenzahl Schlagzeilen machte, absolvierte Ferrari im Stillen ein ebenso beeindruckendes Programm – das ĂŒber wechselnde Bedingungen hinweg sogar die grĂ¶ĂŸere Konstanz zeigte. Die Scuderia begann und beendete ihren Einsatz einen Tag spĂ€ter als die deutschen Rivalen, fuhr aber 444 Runden und war am Dienstag bewusst bei NĂ€sse unterwegs – eine Entscheidung, die wertvolle Daten zum Fahrzeugverhalten ĂŒber das gesamte Wetterspektrum lieferte.

Charles Leclerc und Lewis Hamilton wirkten beide sichtbar wohler als ihre Pendants aus 2025 – ein Hinweis darauf, dass das neue Reglement zum „Cavallino Rampante“ besser passen könnte als die technische Richtung des Vorjahres. Am interessantesten: Hamilton fuhr am Freitagnachmittag mit 1:16,348 Minuten die schnellste Zeit des gesamten Tests – wobei der Autor offen einrĂ€umt, dass dieser Wert keinerlei Bedeutung hat. Ferrari-Motoren kamen zusammen mit dem Schwesterteam Cadillac auf nahezu 1.000 Runden und verankerten Ferrari damit klar in der Elite-Kategorie der ZuverlĂ€ssigkeit.

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Teamchef Fred Vasseur bewertete die Woche pragmatisch: „Es war eine lange Woche, aber insgesamt eine produktive. Wir hatten unterschiedliche Bedingungen, von nass bis trocken, und konnten jeden Tag eine betrĂ€chtliche Anzahl an Runden absolvieren.“

Mercedes und Ferrari: die Titel-Protagonisten

Der Kontrast zwischen Mercedes’ methodischem Datensammeln und Ferraris AnpassungsfĂ€higkeit bei wechselnden Bedingungen deutet darauf hin, dass beide Teams glaubwĂŒrdige AnsprĂŒche als echte Titelkandidaten haben. Mercedes’ Vorteil liegt in der bewĂ€hrten Architektur der Power Unit und den tiefen Ressourcen. Ferraris StĂ€rke zeigt sich in einer eleganteren Lösung, die mit weniger Aufwand eine Ă€hnliche ZuverlĂ€ssigkeit zu liefern scheint. Dieser grundlegende philosophische Unterschied wird den WM-Kampf 2026 voraussichtlich prĂ€gen.

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Red Bull: Herstellerstatus erreicht

Absolvierte Runden: 303

Red Bulls erste Kampagne mit Red Bull Ford Powertrains zog enorme Aufmerksamkeit auf sich – und das zu Recht: Ein Herstellerprogramm erstmals seit Jahrzehnten zu starten, ist ein gewaltiges Unterfangen. Die Mannschaft aus Milton Keynes ĂŒberzeugte intern wie extern mit einem produktiven ersten Auftritt: 107 Runden am Montag mit Isack Hadjar, bevor ein unglĂŒcklicher Zwischenfall in der regenbeeinflussten Dienstagssession wertvolle Fahrzeit kostete.

Als Max Verstappen am Freitag antrat, lieferte der amtierende Weltmeister 118 Runden und verschaffte Red Bull damit eine solide Datenbasis fĂŒr die Abreise aus Barcelona. Laurent Mekies fasste den nĂŒchternen Optimismus des Teams so zusammen: „Wir wussten, dass es ein ganz besonderer Moment sein wĂŒrde, zum ersten Mal mit dem RB22 und unserer eigenen PU hier zu sein – am Montag herrschte eine besondere AtmosphĂ€re in der Garage 
 NatĂŒrlich ist es sehr frĂŒh und nichts ist perfekt, aber wir haben bereits angefangen zu lernen.“

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Racing Bulls: RBPTs zweite Erfolgsgeschichte

Absolvierte Runden: 319

Das Schwesterteam von Red Bull profitierte von einem effizienten Drei-Tage-Programm, das endete, bevor sich das Wetter am Dienstag verschlechterte. Racing Bulls beendete seinen Einsatz bis Donnerstagabend und gehörte neben Mercedes zu den einzigen Teams, die ihren geplanten Ablauf vollstĂ€ndig umsetzen konnten. Rookie Arvid Lindblad sammelte 167 Runden – ein beeindruckender Einstand in die Anforderungen der Formel 1 – wĂ€hrend Liam Lawson diese Zahl trotz ZuverlĂ€ssigkeitsunterbrechungen, die einzelne rote Flaggen auslösten, erreichte.

Chief Technical Officer Tim Goss beschrieb den Erfolg des Programms: „Du kommst zu so einem ersten Test und dein Ziel ist, rauszufahren und einfach Kilometer zu sammeln – und genau das haben wir erreicht 
 Als kompletter Neuling in der Formel 1 am allerersten Tag fast 200 Runden zu fahren: Man nimmt dieses ZuverlĂ€ssigkeitsniveau leicht als selbstverstĂ€ndlich, aber man darf es nicht unterschĂ€tzen.“

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McLaren: Momentum aufbauen

Absolvierte Runden: 291

Das Weltmeisterteam von McLaren hatte in Barcelona keinen völlig reibungslosen Ablauf: Ein Problem im Kraftstoffsystem am Mittwoch beschrĂ€nkte Oscar Piastri auf nur 48 Runden. Doch das Team aus Woking schlug eindrucksvoll zurĂŒck: Piastri und Weltmeister Lando Norris absolvierten am Freitag jeweils 80+ Runden. Offen rĂ€umte man ein, dass das Beherrschen der neuen Power-Unit-KomplexitĂ€t – insbesondere der verbesserten MGU-K-Einsatzcharakteristik – noch erheblichen Zusatzaufwand erfordern wird, auch wenn das fĂŒr das gesamte Feld gilt.

Technikdirektor Neil Houldey betonte den kooperativen Ansatz: „Die neuen Power-Unit-Regeln haben zusĂ€tzliche KomplexitĂ€t gebracht, vor allem bei Deployment und Rekuperation. Wir haben im Simulator getan, was wir konnten, aber es gibt keinen Ersatz fĂŒr Streckenzeit – wo die enge Zusammenarbeit mit Mercedes High Performance Powertrains uns geholfen hat, Lösungen zu verfeinern.“

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Haas: Widrigkeiten gemeistert

Absolvierte Runden: 391

Haas hatte zur Wochenmitte ZuverlĂ€ssigkeitsprobleme, die den VF-26 vorĂŒbergehend außer Gefecht setzten. Ersatzteile mussten per Luftfracht aus Milton Keynes eingeflogen und ĂŒber Nacht ersetzt sowie montiert werden. Die WiderstandsfĂ€higkeit des Teams war jedoch vorbildlich: Oliver Bearman fuhr allein am Freitagvormittag ĂŒber 100 Runden, gefolgt von produktiven Nachmittagsruns von Esteban Ocon. Insgesamt kam das Team auf 391 Runden – ein respektables Ergebnis angesichts des RĂŒckschlags am Mittwoch.

Teamchef Aya Komatsu blickte auf die Wende zurĂŒck: „Wir hatten am Mittwoch unsere ZuverlĂ€ssigkeitsprobleme, aber alle im Team haben großartige Arbeit geleistet, um das umzudrehen und uns am Freitag wieder rauszubringen. Wir sind bei unserem Programm geblieben und haben wirklich viel gelernt.“

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Alpine: die Söldner-Transformation

Absolvierte Runden: 349

Alpines Entscheidung, 2025er WettbewerbsfĂ€higkeit zu opfern und einen vollstĂ€ndigen technischen Neustart rund um Mercedes-Power-Units und -Komponenten zu vollziehen, schien in Barcelona bestĂ€tigt zu werden. Das Team aus Enstone arbeitete sich methodisch durch die Woche, wobei Pierre Gasly am Freitag einen Marathon mit 164 Runden ablieferte – fast die HĂ€lfte der gesamten Teamkilometer. Der Wechsel von Renaults Power Unit zur Mercedes-Architektur war ein tektonischer Schritt, der die sportliche Entwicklung des Teams prĂ€gen könnte.

Managing Director Steve Nielsen zeigte sich verhalten zuversichtlich: „Am ersten Tag, am Montag, sind wir nicht ganz so viele Runden gefahren oder haben nicht die Kilometer gemacht, die wir wollten – was bei einem komplett neuen Auto zu erwarten war. Aber wir haben uns ĂŒber die Woche hinweg stetig gesteigert und am letzten Tag 764 km abgespult.“

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Audi: frĂŒhe Wachstumsschmerzen

Absolvierte Runden: 243

Audis erstes Power-Unit-Abenteuer verlief turbulenter als Red Bulls paralleler Weg: Gabriel Bortoleto und Nico HĂŒlkenberg kamen an den ersten beiden Testtagen zusammen auf weniger als 100 Runden. Mehrere rote Flaggen bremsten den Fortschritt, wobei Vertraulichkeitsvereinbarungen eine genaue Benennung der problematischen Systeme verhindern. Ohne Kundenteams, die die Kilometerlast verteilen könnten, musste Audi jede technische Komplikation direkt selbst tragen.

Am Freitag zeigte der deutsche Hersteller jedoch beachtliche Fortschritte: Zusammen kamen die Fahrer auf 148 Runden und hoben die Gesamtzahl auf respektable 243. Technikdirektor James Key ordnete die Woche ein: „Wie erwartet hatten wir einige frĂŒhe Herausforderungen, was in dieser Phase völlig normal ist. Sie waren alle gut verstanden und lösbar 
 Dieser Test ging nie um Performance – es ging darum, die Grundlagen zu validieren.“

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Aston Martin: die Newey-Offenbarung

Absolvierte Runden: 65

Adrian Neweys erstes Aston-Martin-Design beflĂŒgelte die Fantasie der Paddock-Beobachter – trotz minimaler Streckenzeit. Die AMR26 des britischen Design-Genies traf dramatisch spĂ€t ein, per gechartertem Frachtflugzeug transportiert – eine Aktion, die Luftfahrtfans auf Flightradar24 fesselte. Die optisch markante Sidepod- und Motorabdeckungs-Architektur sorgte sofort fĂŒr Neugier und Spekulationen bei rivalisierenden Designern.

Lance Stroll schaffte nur fĂŒnf Runden, bevor ein Bremsproblem den Donnerstag beendete, wĂ€hrend Fernando Alonso am Freitag mit 61 Runden deutlich produktiver war. Die geringe Laufleistung erschwert eine umfassende Analyse, doch die unkonventionelle Designphilosophie stellt klar eine echte technische Abkehr dar. Alonsos EinschĂ€tzung blieb passend vorsichtig: „Es war etwas ganz Besonderes 
 Die letzten zwei Wochen waren in der Fabrik sehr intensiv, um das Auto rechtzeitig fertig zu bekommen, und wir haben es erst in den letzten zwei Tagen nach Barcelona geschafft 
 FĂŒr uns war der Freitag wirklich der allererste Tag, also denke ich, es war ein positiver Tag mit ĂŒber 60 Runden.“

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Cadillac: Startup-Erfolg

Absolvierte Runden: 164

Cadillacs Einstieg als erstes neues Formel-1-Team seit einem Jahrzehnt brachte zwangslĂ€ufig enorme logistische und technische KomplexitĂ€t mit sich. Dennoch rollte das amerikanische Startup am Montag erfolgreich aus der Box, wobei Valtteri Bottas und Sergio Perez die ersten EinsĂ€tze am Donnerstag und Freitag ergĂ€nzten. Kein Team kann realistisch einen fehlerfreien ersten Test erwarten – doch Cadillac zeigte eine professionelle Infrastruktur, wie sie zu einem vollwertigen F1-Betrieb passt.

Teamchef Graeme Lowdon formulierte realistischen Optimismus: „Ich bin wirklich zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Wir haben uns stetig durch all die ĂŒblichen Kinderkrankheiten gearbeitet, die man bei einem brandneuen Auto findet – aber man muss auch bedenken: Es ist erst der vierte Tag, an dem dieses Team ĂŒberhaupt sein Formel-1-Auto fĂ€hrt.“

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Williams: strategisches Opfer

Absolvierte Runden: 0

Williams’ auffĂ€llige Abwesenheit in Barcelona war kein Zeichen von Inkompetenz, sondern eine kalkulierte strategische Entscheidung von Teamchef James Vowles. Indem er die VerfĂŒgbarkeit von Ersatzteilen fĂŒr die frĂŒhen Saisonrennen priorisierte, entschied sich Vowles gegen Barcelona-Fahrbetrieb – obwohl die technische FĂ€higkeit zur Teilnahme vorhanden gewesen wĂ€re. Die Entscheidung spiegelte eine vorsichtige Optimierung nach der traumatischen Saison 2024 wider, als Produktionsverzögerungen Williams in Melbourne nur mit einem Auto an den Start brachten.

Stattdessen intensivierte Williams sein Simulatorprogramm und virtuelles Streckentesting mit den Fahrern Carlos Sainz und Alex Albon. Vowles rĂ€umte die Schwere der Entscheidung ein: „Es ist unglaublich schmerzhaft. Wir mĂŒssen anerkennen, dass wir versucht haben, mehr Durchsatz durch das System zu drĂŒcken, als wir tatsĂ€chlich erreichen konnten. Wir hĂ€tten Barcelona testen können, aber damit wĂŒrde ich die Auswirkungen auf Ersatzteile und Updates komplett auf den Kopf stellen.“

Allerdings gibt es einen mildernden Faktor: Williams’ Einsatz von Mercedes-Power-Units und Getrieben bedeutet, dass die bewĂ€hrte ZuverlĂ€ssigkeit des Kundenpakets direkt in einen Wettbewerbsvorteil ĂŒbersetzt werden kann. Dem Team bleiben sechs volle Bahrain-Testtage zum Ausgleich, und die Entscheidung, ErsatzteilkapazitĂ€t zu bewahren, hat strategischen Wert – trotz des psychologischen Gewichts der verpassten Streckenzeit.

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Das Fazit: Reglement umgesetzt

Die F1-Regeln 2026 sind erfolgreich gestartet. Trotz berechtigter Vorsaison-Sorgen ĂŒber die KomplexitĂ€t der neuen Power Units – insbesondere der exponentiell stĂ€rkeren MGU-K-Systeme – zeigte der Barcelona-Shakedown, dass moderne Ingenieurskunst die katastrophalen ZuverlĂ€ssigkeitsausfĂ€lle, die 2014 prĂ€gten, hinter sich gelassen hat.

Mercedes war die Schlagzeile der Woche – mit methodischen 500 Runden und einer bewĂ€hrten Power-Unit-Architektur. Ferrari ĂŒberzeugte mit Konstanz bei wechselnden Bedingungen und konkurrenzfĂ€higen Leistungsindikatoren. Red Bulls Übergang zum Herstellerstatus verlief trotz RĂŒckschlĂ€gen ermutigend. Teams, die auf Mercedes’ Kundenpakete setzen, positionierten sich vorteilhaft. Neueinsteiger und technische Revolutionen wie Aston Martin beflĂŒgelten die Fantasie – trotz geringer Laufleistung.

Die nĂ€chste PrĂŒfung folgt in Bahrain am 11.–13. Februar, wenn der offizielle Vorsaisontest echte Leistungshierarchien offenlegen wird – ohne die kalten Streckenbedingungen und unoptimierten Baseline-Setups. Bis dahin bleibt das Barcelona-Urteil bestehen: Die Transformation der Formel 1 in die Ära 2026 hat vielversprechend begonnen.

Simone Scanu

Simone Scanu

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist MitbegrĂŒnder von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugĂ€nglich, anschaulich und leicht verstĂ€ndlich macht.

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