
F1-Film holt Grammy-Sieg: „Bad As I Used To Be“ triumphiert als beste Country-Soloperformance
von Simone Scanu
Chris Stapleton gewann bei den Grammy Awards 2026 den Preis für die beste Country-Solo-Performance mit „Bad As I Used To Be“ und setzt damit den beeindruckenden Auszeichnungslauf des F1-Films fort. Der Song des Country-Superstars, der im Blockbuster eine zentrale Rolle spielt, steht für einen bedeutenden Crossover-Moment für die Formel-1-Marke – während der Film in der Awards-Saison weiterhin in mehreren Kategorien dominiert.
Stapletons Sieg ist ein Meilenstein für den Film, der sich bereits als kommerzielles Schwergewicht etabliert hat und seit dem Kinostart im Juni 2025 weltweit über 630 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingespielt hat. Der Grammy unterstreicht, wie konsequent der Film das klassische Motorsport-Kino hinter sich lässt und gleichzeitig Publikum in Entertainment-, Musik- und Filmwelt erreicht.
Wo man den F1-Film sehen kann
Zuschauerinnen und Zuschauer können den F1-Film jetzt exklusiv bei Apple TV streamen – und das Kino-Spektakel erleben, das Kritiker und Academy gleichermaßen begeistert hat. Diese Veröffentlichung macht die Plattform zur ersten Adresse für Motorsport-Fans und fällt mit der jüngsten Ankündigung zusammen, dass Apple TV nun der exklusive Broadcaster für die Formel 1 in den USA ist. Indem Apple TV sowohl den Oscar-nominierten Film als auch die Live-Übertragungen der Grands Prix bündelt, erhalten Abonnenten einen nahtlosen Übergang vom fiktiven Hochdruck-Drama rund um APXGP zur realen Intensität des Rennkalenders 2026.
Ein Überblick über Grammy-Nominierungen und Ergebnisse
Der F1-Film ging mit drei Nominierungen in die Grammy Awards 2026 und unterstrich damit den musikalischen Anspruch der Produktion. Neben Stapletons Sieg wurde der Film in zwei weiteren Kategorien berücksichtigt:
- Best Dance Pop Recording: Tate McRaes „Just Keep Watching“ war nominiert, unterlag jedoch Lady Gagas „Abracadabra“
- Best Compilation Soundtrack for Visual Media: F1 The Album war nominiert, konnte den Preis aber nicht gewinnen; ausgezeichnet wurde Sinners
Auch wenn es bei den Grammys am Ende ein Ergebnis von eins aus drei wurde, bestätigen schon die Nominierungen den strategischen Ansatz der Produzenten Jerry Bruckheimer und Joseph Kosinski, neben der Action auf der Strecke ein musikalisches Line-up auf Weltklasse-Niveau zusammenzustellen.

Eine starbesetzte Soundtrack-Architektur
Die Bandbreite von F1 The Album spiegelt eine sorgfältige Kuratierung wider, die darauf ausgelegt ist, ein vielfältiges globales Publikum zu erreichen. Neben Stapletons Beitrag umfasst der Soundtrack ein beeindruckendes Aufgebot, darunter Ed Sheeran, RAYE, Burna Boy und Rosé – jede und jeder bringt die eigene Handschrift in das erzählerische Universum des Films ein.
Besonders auffällig: Ed Sheerans „Drive“ hat doppelte Strahlkraft entwickelt – der Track ist nicht nur im Film zu hören, sondern wurde auch Teil der Formel-1-Track-Coverage an Rennwochenenden, gemeinsam mit Stapletons prämiertem Song. Diese Verzahnung zeigt, wie der Film etwas erreicht hat, was nur wenigen Sportfilmen gelingt: Er verankert sich im authentischen Ökosystem des Sports, statt als paralleles Entertainment-Produkt daneben zu stehen.

Die größere Awards-Landschaft
Während der Grammy-Erfolg die Schlagzeilen bestimmt, reicht der Auszeichnungs-Schwung des F1-Films weit über die Musikbranche hinaus. Die Produktion hat vier Oscar-Nominierungen erhalten – darunter Bester Film, Visuelle Effekte, Ton und Filmschnitt – und die 98. Oscarverleihung ist für den 15. März 2026 angesetzt.
Der Film hat seine Wettbewerbsstärke in technischen Kategorien bereits unter Beweis gestellt und bei den Critics’ Choice Movie Awards für den besten Schnitt und den besten Ton gewonnen – ein klares Signal, dass er mit Rückenwind in Richtung Oscars geht. Dieses Muster spiegelt den Anspruch der Produktion wider, in jeder Abteilung technische Exzellenz zu liefern.

Besetzung, Crew und Authentizität
Brad Pitt spielt den halb zurückgetretenen Fahrer Sonny Hayes, der mit dem fiktiven Team APXGP in die Formel 1 zurückkehrt, während Javier Bardem den Teambesitzer Rubén Cervantes verkörpert und Damson Idris den Rookie Joshua Pearce spielt. Regie führte Joseph Kosinski, der kreative Kopf hinter Top Gun: Maverick – und sorgt damit für cineastische Glaubwürdigkeit bei gleichzeitig hoher Motorsport-Authentizität.
Entscheidend ist zudem: Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war als Executive Producer beteiligt und brachte einzigartigen Einblick in den modernen Grand-Prix-Betrieb ein. Gedreht wurde während echter F1-Rennwochenenden in den Saisons 2023–2024, inklusive Cameos aktiver Fahrer wie Alex Albon, Carlos Sainz, Fernando Alonso und Lewis Hamilton selbst – was die Geschichte fest in der aktuellen Formel-1-Realität verankert.
Die kulturelle Bedeutung
Stapletons Grammy-Sieg ist mehr als nur eine einzelne Auszeichnung – er steht sinnbildlich für den erfolgreichen Sprung der Formel 1 in den Mainstream der Unterhaltung in einer Zeit, in der Sportfilme eine nie dagewesene kulturelle Präsenz erreichen. Die Kombination aus Rennsport-Authentizität, Kino-Spektakel und musikalischer Qualität hat ein Produkt geschaffen, das klassische Motorsport-Grenzen überschreitet.
Während der Film seine Awards-Kampagne über die BAFTA Film Awards (22. Februar 2026) hinweg und weiter in Richtung Academy Awards fortsetzt, zeigt die Grammy-Auszeichnung, dass die Strahlkraft des F1-Films demografische Grenzen und Entertainment-Kategorien übergreift – und ihn als echtes Kulturereignis legitimiert, statt als Nischenprodukt für Sportfans.

Simone Scanu
Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.

