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Der Gipfel des Motorsports hat den Gipfel des Kinos erreicht. Der lang erwartete F1-Film hat sich vier Oscar-Nominierungen für die 98. Academy Awards gesichert – ein Meilenstein für die Präsenz der Formel 1 in der Mainstream-Unterhaltung. Der Blockbuster, inszeniert von Joseph Kosinski und produziert von Jerry Bruckheimer, wurde in vier prestigeträchtigen Kategorien nominiert: Bester Film, Bester Schnitt, Bester Ton und Beste visuelle Effekte – eine bemerkenswerte Leistung, die sowohl den technischen Anspruch des Films als auch seine breite Anziehungskraft unterstreicht.
Diese Anerkennung folgt auf einen außergewöhnlichen kommerziellen Erfolg. Seit dem Kinostart im Juni 2025 hat der Film weltweit die Marke von 630 Millionen US-Dollar an den Kinokassen überschritten. Damit ist er der neunthöchsteinnahmende Film des Jahres 2025 und – besonders bemerkenswert – der erfolgreichste Film in Brad Pitts glanzvoller Karriere, womit er den Blockbuster World War Z aus dem Jahr 2013 übertrifft. Die Produktionsinvestition von 300 Millionen US-Dollar markiert Apples ersten großen Vorstoß in Formel-1-Inhalte und zeigt das Vertrauen des Tech-Giganten in das cineastische Potenzial des Motorsports – eine Überzeugung, die durch Apples anschließende Investition von 750 Millionen US-Dollar zum Erwerb der US-Übertragungsrechte für den Sport in den nächsten fünf Jahren zusätzlich bestätigt wurde.

Im Zentrum der packenden Handlung steht Sonny Hayes, ein umherziehender Fahrer, gespielt von Pitt, der aus dem Ruhestand zurückkehrt, um das angeschlagene Team APXGP zu retten. An seiner Seite: der Rookie Joshua Pearce, verkörpert vom britischen Schauspieler Damson Idris – eine dynamische Partnerschaft, die die klassischen Mentor-Schüler-Bögen aufgreift, nach denen das Publikum verlangt. Die Produktion erreichte eine beispiellose Authentizität, indem sie während echter F1-Rennwochenenden drehte, mit Fahrern aus den Saisons 2023 und 2024 sowie den größten Persönlichkeiten des Sports.
Vielleicht am bedeutendsten: Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton fungierte als Executive Producer und verlieh einem Projekt, das tiefes Wissen über die Abläufe der modernen Formel 1 erforderte, Expertise und Glaubwürdigkeit. Diese Beteiligung hinter den Kulissen hob die technische Authentizität des Films – von der Dynamik in der Boxengasse bis hin zu den psychologischen Belastungen, denen Fahrer auf dem höchsten Niveau des Sports ausgesetzt sind.

Die Nominierung als Bester Film bringt den Streifen in eine starke Konkurrenz. Er tritt gegen Bugonia, Frankenstein, Hamnet, Marty Supreme, One Battle After Another, The Secret Agent, Sentimental Value, Sinners und Train Dreams an – ein Feld, das von von der Kritik gefeierten Dramen dominiert wird. Auch in den technischen Kategorien ist der Wettbewerb hart: Sinners taucht als Konkurrent in mehreren Sparten auf, was darauf hindeutet, dass der Vampirfilm möglicherweise den Oscar-Rekord für die meisten Nominierungen in einem einzigen Jahr brechen könnte.
Der letzte Sportfilm, der den Oscar für den Besten Film gewann, war Million Dollar Baby im Jahr 2004 – umso bedeutender ist die Nominierung des F1-Films für die Repräsentation des Motorsports in Hollywoods oberster Liga. Die Anerkennung der Academy in vier Kategorien – insbesondere in den technischen Disziplinen Schnitt, Ton und visuelle Effekte – bestätigt die akribische Handwerkskunst, die nötig ist, um modernes Formel-1-Racing authentisch darzustellen.

Kosinski hat bereits begonnen, zu skizzieren, wie es weitergehen könnte. Im November 2025 verriet der Regisseur gegenüber Branchenpublikationen, dass Gespräche über eine Fortsetzung begonnen haben, und betonte den globalen Appetit darauf, zu Sonny Hayes’ Geschichte und dem APXGP-Universum zurückzukehren. Diese frühe Dynamik deutet darauf hin, dass – sollte die Oscar-Kampagne erfolgreich sein – ein zweiter Teil relativ schnell folgen könnte.
Die 98. Oscar-Verleihung findet am Sonntag, dem 15. März 2026, statt, moderiert von Conan O’Brien und übertragen auf ABC und Hulu um 16 Uhr PT. Interessanterweise fällt das Datum mit dem Großen Preis von China im F1-Kalender 2026 zusammen – eine symbolische Überschneidung von Kino und Motorsport, die den breiteren kulturellen Einfluss des Films auf den Punkt bringt.
Die Oscar-Anerkennung für den F1-Film steht für mehr als einzelne Auszeichnungen; sie markiert einen transformierenden Moment dafür, wie die Formel 1 weltweit wahrgenommen wird. Nicht länger auf eine Nische von Motorsport-Enthusiasten beschränkt, hat der Sport durch packendes Storytelling, technische Brillanz und die Starpower aus Hollywood und dem Fahrerlager die Fantasie des Mainstream-Publikums erobert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.