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Formel-2-Fahrer Joshua DĂŒrksen stĂ¶ĂŸt als Entwicklungsfahrer fĂŒr 2026 zu Mercedes

Formel-2-Fahrer Joshua DĂŒrksen stĂ¶ĂŸt als Entwicklungsfahrer fĂŒr 2026 zu Mercedes

von Simone Scanu

4 Min. Lesezeit

Mercedes hat sein vollstĂ€ndiges Entwicklungsfahrer-Aufgebot fĂŒr die Formel-1-Saison 2026 offiziell bestĂ€tigt und dabei ein vielfĂ€ltiges Talentportfolio ĂŒber verschiedene Karrierestufen hinweg zusammengestellt. Die BestĂ€tigung erfolgt nur wenige Tage nach dem Launch-Event des Teams am 2. Februar 2026 und unterstreicht die finalen Vorbereitungen im Hinblick auf den Großen Preis von Australien vom 6. bis 8. MĂ€rz.

Mercedes’ neues Entwicklungsfahrer-Aufgebot

Das Entwicklungsfahrer-Kontingent der Silver Arrows vereint drei klar unterschiedliche Profile, die dem Standort Brackley jeweils einen eigenen Mehrwert liefern. AngefĂŒhrt wird das Trio von Doriane Pin, der 22-jĂ€hrigen Französin, die sich den prestigetrĂ€chtigen F1-Academy-Titel 2025 sicherte und damit ihre Position in der Mercedes-Nachwuchspipeline weiter festigte. Pins Titelkampagne war schlicht dominant: Sie sammelte vier Rennsiege sowie vier weitere PodestplĂ€tze und beendete die Saison 15 Punkte vor der von Ferrari unterstĂŒtzten Rivalin Maya Weug.

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Joshua DĂŒrksen, ein 22-jĂ€hriger deutsch-paraguayischer Fahrer, ist der neueste Zugang in den Reihen der Entwicklungsfahrer. Aktuell startet DĂŒrksen in der Formel 2 fĂŒr Invicta Racing. Er bringt umfangreiche Erfahrung im Formelsport mit und hat sich in mehreren Nachwuchsklassen bewiesen: fĂŒnf Siege in der italienischen F4, fĂŒnf Siege in der F4-UAE-Meisterschaft sowie ein Erfolg in der ADAC F4. Bei Mercedes werden seine Aufgaben Simulatorarbeit und Programme im Rahmen von Testing of Previous Cars (TPC) umfassen – also wertvolle Fahrzeit in Fahrzeugen Ă€lterer Generationen.

Den Abschluss des Trios bildet Anthony Davidson, der fĂŒr institutionelles Wissen und KontinuitĂ€t in Brackley steht. Davidsons Verbindung zu Mercedes reicht ĂŒber 15 Jahre zurĂŒck: 2010 stieß er zunĂ€chst als Ersatz- und Simulatorfahrer dazu, bevor er seit 2012 dauerhaft als Simulatorfahrer tĂ€tig ist. Seine Erfahrung mit der Entwicklung der modernen Formel 1 ist eine unschĂ€tzbare Ressource fĂŒr die technischen AblĂ€ufe des Teams.

ZusÀtzlich hat sich Fred Vesti die Rolle des dritten Fahrers gesichert und verstÀrkt damit den Fahrerpool von Mercedes weiter.

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Entwicklungsfahrer: das Fundament der F1-Vorbereitung

Die Bezeichnung Entwicklungsfahrer ist eine entscheidende BrĂŒcke auf dem Weg zu einem festen Formel-1-Cockpit. Diese Rollen sind weit mehr als reine Ehrentitel: Die Fahrer ĂŒbernehmen umfassende Simulatorentwicklung, technische Arbeit im Werk und sind an ausgewĂ€hlten Grand-Prix-Wochenenden wĂ€hrend der Saison an der Strecke prĂ€sent. FĂŒr Pin umfasst ihr Aufgabenbereich insbesondere die UnterstĂŒtzung des Mercedes-Teilnehmers in der F1 Academy 2026 – ergĂ€nzt um ein noch anzukĂŒndigendes Rennprogramm.

Das Entwicklungsfahrer-Konzept spiegelt den integrierten Ansatz der modernen Formel 1 in der Fahrerförderung wider. Statt große Reservefahrer-Kader vorzuhalten, setzen Topteams heute auf mehrstufige Fahrerhierarchien, die BeitrĂ€ge auf der Strecke und im Simulator maximieren und zugleich wettbewerbliche FlexibilitĂ€t sichern.

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Pins kometenhafter Aufstieg durch die F1 Academy

Pins Aufstieg innerhalb des Mercedes-Nachwuchsprogramms steht exemplarisch fĂŒr den Weg in Richtung der höchsten Ebenen der Formel 1. Nachdem sie 2024 der Mercedes F1 Academy beigetreten war, entwickelte sie sich in ihrer ersten Saison Schritt fĂŒr Schritt weiter, bevor sie 2025 eine kampfentscheidende Meisterschaftssaison ablieferte. Ihre Entwicklung erinnert an erfolgreiche VorgĂ€nger – zugleich bleibt ihr weiterer Weg eigenstĂ€ndig: Anders als einige F1-Academy-Absolventinnen, die direkt in etablierte Nachwuchsserien wie GB3 wechseln, ist Pins Rennprogramm fĂŒr 2026 bislang noch nicht öffentlich bekanntgegeben.

In ihrer Videobotschaft zum Titelgewinn zeigte sich Pin begeistert ĂŒber die erweiterte Rolle: „Meine zwei Jahre als Teil des Junior-Programms haben mir geholfen, als Fahrerin zu wachsen, und das ist ein fantastischer nĂ€chster Schritt in meiner Karriere. Ich freue mich darauf, weiter mit allen in Brackley und Brixworth zu arbeiten und mich in Richtung zukĂŒnftiger Chancen weiterzuentwickeln – auf und neben der Strecke.“

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Strategische Auswirkungen auf Mercedes’ Kampagne 2026

Die BestĂ€tigung des vollstĂ€ndigen Entwicklungsfahrer-Aufgebots unterstreicht die akribische Vorbereitung von Mercedes auf die Saison 2026. Die AnkĂŒndigung folgt auf private Testfahrten in Barcelona vom 26. bis 30. Januar und geht den intensiven Vorsaisontests in Bahrain voraus, die fĂŒr den 11.–13. Februar sowie den 18.–20. Februar angesetzt sind. Dieser Zeitplan zeigt, wie konsequent Mercedes jede verfĂŒgbare Vorbereitungsmöglichkeit nutzt, bevor die Saison beginnt.

Der dreigleisige Ansatz – die Kombination aus Davidsons Erfahrung, Pins aufstrebendem Talent und DĂŒrksens aktuellen RenneinsĂ€tzen – verschafft Mercedes mehrere technische Feedback-KanĂ€le. Die Simulatorentwicklung, historisch ein SchlĂŒssel fĂŒr Wettbewerbsvorteile, profitiert von unterschiedlichen Perspektiven und Fahrstilen innerhalb des Entwicklungsfahrer-Teams.

Mercedes’ Investition in die Förderung eigener Talente ĂŒber strukturierte Nachwuchsprogramme spiegelt den branchenweiten Trend zu langfristiger Fahrerentwicklung statt opportunistischer Verpflichtungen wider. Pins Schritt von der F1-Academy-Teilnehmerin zur Entwicklungsfahrerin ist eine BestĂ€tigung der Methodik der Mercedes-Fahrerakademie – und sichert zugleich die KontinuitĂ€t der Talentpipeline.

Simone Scanu

Simone Scanu

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist MitbegrĂŒnder von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugĂ€nglich, anschaulich und leicht verstĂ€ndlich macht.

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