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Russell dominiert dritten Tag in Barcelona, wĂ€hrend McLaren mit komplett schwarzer Lackierung debĂŒtiert

Russell dominiert dritten Tag in Barcelona, wĂ€hrend McLaren mit komplett schwarzer Lackierung debĂŒtiert

von Simone Scanu

4 Min. Lesezeit

Mercedes hat sich in der Anfangsphase der Vorsaisontests 2026 in Barcelona als das Team etabliert, das es zu schlagen gilt – und George Russell fuhr am Mittwochnachmittag die bislang schnellste Runde des gesamten Tests. Die beeindruckende 1:17,580 Minuten des Briten bedeutete eine deutliche Steigerung gegenĂŒber der bisherigen Bestmarke und ist ein klares Signal dafĂŒr, dass sich die akribische Vorbereitung der Silberpfeile auf die revolutionĂ€ren Regeln fĂŒr 2026 bereits auszahlt.

Russells Tempo lag rund 0,8 Sekunden unter der Montags-Benchmark von Red Bulls Isack Hadjar – ein beachtlicher Abstand unter Vorsaisonbedingungen, in denen die Teams noch mitten in Datensammlung und Systemabstimmung stecken. Noch eindrucksvoller wurde die Leistung durch das enorme Pensum, das Mercedes parallel zur schnellen Runde abspulte. Russell hatte bis zur Halbzeit der Mittwochssession 92 Runden absolviert und nĂ€herte sich damit der Marke von 100 UmlĂ€ufen an einem einzigen Tag – ein Beleg fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeit und den methodischen Testansatz von Mercedes.

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Das ist kein einmaliger Ausreißer. Mercedes setzte damit ein Muster fort, das bereits am Montag sichtbar war, als Russell und Teamkollege Kimi Antonelli zusammen 154 Runden ĂŒber den gesamten Tag hinweg sammelten. Die Konstanz der Performance unterstreicht das Vertrauen des Teams in die Entwicklung des Antriebsstrangs und die Integration des Chassis – besonders wichtig angesichts der massiven RegelĂ€nderungen fĂŒr 2026.

2026: Eine neue Ära nimmt Gestalt an

Die Regeln fĂŒr 2026 sind wohl der grĂ¶ĂŸte Reset in der Geschichte der Formel 1 – und Russells dominante Vorstellung spiegelt wider, wie gut Mercedes diese komplexen neuen Autos im Griff hat. Die neuen Power Units verfĂŒgen ĂŒber nahezu die dreifache elektrische Einsatzleistung im Vergleich zu den vorherigen Generationen, wĂ€hrend die Fahrzeuge selbst leichter, kĂŒrzer und schmaler ausfallen als ihre VorgĂ€nger.

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In seinen Kommentaren nach der Session schilderte Russell seine positiven EindrĂŒcke von der stark weiterentwickelten Technik. „Die Leistung, die sie abgeben, ist ziemlich beeindruckend“, sagte er und merkte an, dass die neue Fahrzeuggeneration in Barcelonas moderner Test-Ära die schnellste zu sein scheine, die er dort erlebt habe. Seine EinschĂ€tzung deutet darauf hin, dass sich trotz der steilen Lernkurve durch die höhere elektrische KomplexitĂ€t die Grundlagen intuitiv anfĂŒhlen, sobald sich die Fahrer an das neue Konzept gewöhnt haben.

Der Wettbewerb zieht an: McLarens DebĂŒt und Fortschritte der Rivalen

WĂ€hrend Mercedes die Messlatte setzte, gab McLaren am Mittwoch endlich sein WettbewerbsdebĂŒt: Lando Norris steuerte den neuen MCL40. Der amtierende Champion absolvierte bei seinem ersten Einsatz 34 Systemchecks und blieb beim Jungfernauftritt des Autos souverĂ€n. Norris’ frĂŒhe Tageszeit von 1:19,672 Minuten brachte ihn zur Mittagspause auf Rang drei der inoffiziellen Zeitenliste – ein respektables Ergebnis fĂŒr ein Auto, das gerade erst erstmals auf die Strecke ging.

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Franco Colapinto im Mercedes-befeuerten Alpine fuhr mit 1:19,150 Minuten die zweitschnellste Runde und brachte das Kundenteam damit bis auf 1,6 Sekunden an Russells Tempo heran. Racing Bulls’ Arvid Lindblad sammelte nach Russell die zweitmeisten Runden (61) und unterstrich damit die solide Vorbereitung des Teams, wĂ€hrend es den Übergang auf Red Bull-Ford-Power bewĂ€ltigt.

Technische RĂŒckschlĂ€ge bremsen den Fortschritt

Nicht bei allen lief es reibungslos. Audi erlebte einen frustrierenden Vormittag, als Nico HĂŒlkenberg nach nur vier Installationsrunden ausrollte, keine reprĂ€sentative Zeit setzen konnte und damit die Vorsaisonprobleme des deutschen Herstellers weiter anwuchsen. Auch Haas musste Unterbrechungen hinnehmen: Ollie Bearmans Programm wurde nach rund 20 Runden wegen mechanischer Schwierigkeiten gestoppt.

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Red Bull setzte am Mittwoch komplett aus, nachdem Isack Hadjar am Montag verunfallt war – ein pragmatischer Schritt, um SchĂ€den zu bewerten und die Vorbereitung abzuschließen, bevor das Team den Betrieb wieder aufnimmt.

Das Fazit

WĂ€hrend Mercedes seine Testdominanz festigt, zeichnet sich in Barcelona eine Geschichte ab, in der kalkulierte Vorbereitung auf revolutionĂ€re Regeln trifft. Russells Bestzeit – untermauert von beeindruckenden Rundenzahlen und ohne mechanische AusfĂ€lle – macht Mercedes zum vorlĂ€ufigen Maßstab, wĂ€hrend der Sport in seine wohl transformativste Saison der jĂŒngeren Vergangenheit startet. Mit weiteren Tests in Bahrain wird sich die tatsĂ€chliche KrĂ€fteverteilung nach und nach herauskristallisieren.

Simone Scanu

Simone Scanu

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist MitbegrĂŒnder von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugĂ€nglich, anschaulich und leicht verstĂ€ndlich macht.

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