Alexander Dunne: „Werde im Titelkampf alles geben“

Alexander Dunne hat in Madrid den Sprung zurück auf das Formel-2-Podium geschafft. Mit Rang zwei im Hauptrennen für Rodin Motorsport beendete er seine Durststrecke seit dem Hauptrennen in Barcelona.
Das Ergebnis krönte ein starkes Wochenende des irischen Piloten, der sich sowohl mit seinem Speed auf eine Runde als auch mit seiner Rennpace hochzufrieden zeigte. Zwar hatte Dunne seit seinem letzten Podium vier Top-5-Platzierungen und vier weitere Top-10-Ergebnisse eingefahren, doch die Ausbeute in Madrid bewertete er als besonders ermutigendes Zeichen für die Fortschritte seines Teams und seiner eigenen fahrerischen Entwicklung.
„Ich fühle mich super, ich bin extrem glücklich“, sagte Dunne. „Normalerweise freue ich mich über einen zweiten Platz nicht so sehr, deshalb genieße ich das jetzt einfach. Es war ein rundum gelungenes Wochenende. Das Qualifying war stark, und die Rennpace war herausragend.“

Den Sieg sicherte sich schließlich Dino Beganovic, wie in unserem Bericht zu Beganovics dominantem Start-Ziel-Sieg im Madrider Hauptrennen nachzulesen ist. Dunne stellte fest, dass sich das Führungsduo deutlich vom Rest des Feldes absetzen konnte.
„Ich denke, er und ich waren wohl ein ganzes Stück schneller als die Konkurrenz. Insgesamt passte die Pace einfach perfekt“, fügte er hinzu.
Taktischer Schachzug zahlt sich aus
Geprägt wurde der Rennverlauf durch ein frühes Safety-Car, das das Feld in puncto Boxenstoppstrategie spaltete. Dunne hatte zunächst vor, die Pflichtstopps direkt bei der ersten Gelegenheit zu absolvieren, und funkte diesen Wunsch auch unmissverständlich an seinen Kommandostand. Rodin entschied sich jedoch dagegen und ließ ihn auf der Strecke, wodurch er den ersten Stint auf den weichen Reifen verlängern und auf eine zweite Safety-Car-Phase spekulieren konnte.

Diese Entscheidung erwies sich als rennentscheidend. Dunne und Beganovic konnten stoppen, ohne wertvolle Streckenpositionen einzubüßen. Die Fahrer, die früher an die Box gekommen waren, gerieten ins Hintertreffen und büßten im dynamischen Rennverlauf Boden ein.
„Letztlich war es genau die richtige Entscheidung. Ich habe den weichen Reifen gut eingeteilt, konnte den Stint lange ziehen und wir bekamen die Chance, auf das zweite Safety-Car zu warten“, erklärte Dunne.
Er verwies dabei auf Rafael Villagómez und Martinius Stenshorne, die früh abbiegen mussten, um Konkurrenten zu covern – ein Schachzug, der ihr Rennen am Ende beeinträchtigte. Dunne hatte kurzzeitig geliebäugelt, ihnen in die Boxengasse zu folgen, war im Nachhinein aber erleichtert über die Entscheidung seines Teams.
Titelambitionen bleiben lebendig
Madrid brachte Dunne auch im Meisterschaftskampf wieder in eine bessere Ausgangslage. Aktuell belegt er mit 38 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Nikola Tsolov den vierten Rang, konnte den Abstand zur Spitze jedoch spürbar verkürzen.

Als Nächstes steht Baku auf dem Programm, wo eine XXL-Runde mit zwei Qualifyings und zwei Hauptrennen auf die Fahrer wartet – und damit umso mehr Gelegenheiten für fette Punkteausbeuten. Dunnes Zielsetzung ist dabei glasklar: der Sprung unter die besten Drei der Gesamtwertung.
„Als Rennfahrer werde ich absolut alles in die Waagschale werfen und ans Limit gehen“, betonte er kämpferisch. „Ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende ganz weit vorne landen können.“