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Emma Felbermayr wird 2026 ihre zweite Saison in der F1 Academy bestreiten und dabei Audi im Starterfeld der reinen Frauenserie vertreten. Die 19-jährige Österreicherin beendete ihre Debütsaison mit vielversprechenden Ansätzen und wurde Zehnte in der Fahrerwertung – trotz eines hochklassigen Feldes internationaler Talente. Ihre Rookie-Saison trug die klaren Merkmale einer Fahrerin, die für höhere Motorsportklassen gemacht ist: Konstanz, Anpassungsfähigkeit und Durchbruchsmomente unter Druck.
Felbermayrs Saison 2025 war geprägt von stetiger Entwicklung – und einem Schlüsselmoment in Montreal. Die Österreicherin fuhr im Verlauf der Saison sechs Mal in die Punkte und zeigte damit, dass sie die etablierten Anwärterinnen der Serie regelmäßig herausfordern kann. Am wichtigsten jedoch: In einem dramatischen Sprint auf der letzten Runde gewann sie in Montreal Rennen 2 ihren ersten F1-Academy-Sieg – ein Ergebnis, das ihr Potenzial untermauerte und die Investition ihrer wichtigsten Partner rechtfertigte.

Über die Schlagzeilen-Statistiken hinaus erstreckte sich Felbermayrs Entwicklung im Rookie-Jahr über mehrere Formelserien. Sie trat 2025 durchgehend in der Spanischen Formel-4-Meisterschaft an und hielt ihr Vorbereitungstempo in der Winterpause mit einem Auftritt über drei Rennwochenenden in der UAE4 Series hoch. Dieser Mehr-Serien-Ansatz spiegelt einen strategischen Weg wider, der darauf ausgelegt ist, ihren Aufstieg innerhalb der Nachwuchsformel-Hierarchie zu beschleunigen.
Die Weiterverpflichtung von Felbermayr ist weit mehr als eine einfache Vertragsverlängerung – sie steht für Audis strategisches Bekenntnis, vielfältige Talente innerhalb der eigenen Formel-1-Organisation gezielt zu fördern. Während sich der Hersteller darauf vorbereitet, 2026 die Kontrolle über das Sauber-F1-Team zu übernehmen, ist die Förderung weiblicher Fahrerinnen zu einem zentralen Baustein des übergeordneten Projekts geworden, die nächste Generation von Spitzentalenten im Motorsport zu unterstützen.

Felbermayrs Aufnahme in das neu geschaffene Audi Driver Development Programme unterstreicht diese Philosophie. Mit dem Einstieg in diese Initiative erhält die Österreicherin Zugang zu umfassenden Ressourcen – von technischer Expertise und Performance-Engineering über Human-Performance-Coaching bis hin zur Medienentwicklung. Allesamt entscheidende Bausteine, um Fahrerinnen auf die Anforderungen des Formel-1-Wettbewerbs vorzubereiten.
Allan McNish, Direktor des Audi Driver Development Programme, formulierte die Vision des Herstellers klar: „Die Förderung weiblicher Talente hat für unsere F1-Aktivitäten höchste Priorität, und es macht uns stolz, das Vermächtnis starker Fahrerinnen fortzuführen, die mit den vier Ringen erfolgreich waren.“ Dieses Engagement knüpft an Audis reiches Motorsport-Erbe an, das legendäre Fahrerinnen hervorgebracht hat – darunter die Rallye-WM-Pionierin Michèle Mouton und die Langstrecken-Rennfahrerin Rahel Frey.
Felbermayr komplettiert Rodin Motorsports F1-Academy-Aufgebot 2026 an der Seite der von McLaren unterstützten Fahrerinnen Ella Lloyd und Ella Stevens. Diese Konstellation platziert sie in einer geschlossenen Teamstruktur, die darauf ausgelegt ist, die Performance zu optimieren und zugleich die wettbewerbliche Intensität zwischen den Fahrerinnen hochzuhalten. Die McLaren-Verbindungen innerhalb des Teams spiegeln die breitere Verzahnung der Formel-1-Topteams mit den Talent-Pipelines der F1 Academy wider.

Die Österreicherin zeigte sich spürbar begeistert, in ihrer zweiten Saison die Audi-Farben zu vertreten: „In der F1 Academy weiterzumachen und dies nun als offizielle Fahrerin des Audi Revolut F1 Teams zu tun, ist eine riesige Ehre. Mit einer Marke verbunden zu sein, die eine so unglaubliche Motorsportgeschichte hat – und Ikonen wie Michèle Mouton und Rahel Frey unterstützt hat –, ist wirklich inspirierend.“ Ihr Ziel ist eindeutig: die Marke mit Stolz zu repräsentieren, die Erkenntnisse aus der Rookie-Saison zu festigen und 2026 durchgehend um starke Ergebnisse zu kämpfen.
Mit einer kompletten Saison F1-Academy-Erfahrung im Rücken und einem strukturierten Förderprogramm vor sich geht Felbermayr 2026 als Fahrerin in die Saison, die um Podestplätze und Siege kämpfen kann. Die Kombination aus nachgewiesener Pace auf der Strecke, konkurrenzfähigem Material über Rodin Motorsport und umfassender Audi-Unterstützung schafft ein optimales Umfeld für ihren weiteren Aufstieg in den Nachwuchsformeln. Während Audi offiziell in die Formel 1 einsteigt, stehen Fahrerinnen wie Felbermayr für die langfristige Vision des Herstellers: heute in aufstrebende Talente zu investieren, um in den kommenden Jahren möglicherweise die Wettbewerbslandschaft im Starterfeld mitzuprägen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.