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Fred Vasseur sagt, dass seine Beziehung zu Charles Leclerc bei Ferrari weit über die beruflichen Anforderungen der Formel 1 hinausgeht. Er beschreibt ihre Verbindung als die engste, die er jemals zu einem Fahrer aufgebaut hat.
Vasseur arbeitete bereits bei Alfa Romeo Sauber mit Leclerc zusammen, als der Monegasse 2018 sein F1-Debüt gab – damals als Leihgabe von Ferrari. Leclerc wechselte ein Jahr später in das Ferrari-Cockpit, während Vasseur vor der Saison 2023 nach dem Abschied von Mattia Binotto Teamchef wurde.
Seit er das Ruder übernommen hat, hat Vasseur vier von Leclercs neun F1-Siegen miterlebt, darunter den jüngsten Erfolg beim Großen Preis von Großbritannien Anfang des Monats. Dieses Ergebnis beendete eine lange Durststrecke und war ein bedeutender Moment für Fahrer und Team. Wie Leclerc erklärte, war der Durchbruch in Silverstone das Ergebnis von Daten, Intuition und Setup-Anpassungen.

In seiner Biografie En Piste beschrieb Vasseur ein fast telepathisches Verständnis zwischen den beiden.
„Es gibt eine Reihe von Fahrern, denen ich sehr nahegestanden habe, aber nichts kommt an die tiefe Verbundenheit heran, die ich zu Charles habe“, sagte er. „Wir müssen nicht immer miteinander reden. Wir schauen uns an und verstehen uns.“
Vasseur arbeitete auch mit Lewis Hamilton bei ART zusammen, bevor der Brite die Formel 1 erreichte. Ihre Beziehung wurde erneuert, als Hamilton im Januar 2025 zu Ferrari stieß, und Hamilton verteidigte Vasseur später, als die Position des Teamchefs unter Druck geriet.

Vasseur charakterisierte diese Bindung jedoch anders und betonte eher das Vertrauen als die persönliche Nähe, die er mit Leclerc teilt.
„Mit Lewis ist es ein wenig anders“, erklärte er. „Es herrscht ein tiefes Vertrauen zwischen uns. Ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann, und er weiß, dass er mir vertrauen kann. Wir kennen uns seit 20 Jahren, aber ich habe nicht dieselbe Ebene der Nähe zu ihm wie zu Charles. Meine Beziehung zu Charles geht über den beruflichen Bereich hinaus.“
Leclercs neuer Ferrari-Vertrag könnte ihn bis in die 2030er Jahre in Maranello halten und ihn potenziell zu einer konstanten Größe während Vasseurs Amtszeit machen. Dennoch war Hamilton in diesem Jahr bisher der führende Ferrari-Fahrer und geht mit 39 Punkten Vorsprung auf Leclerc in den Großen Preis von Belgien.
Vasseur sah sich mit Forderungen konfrontiert, Leclerc zur Nummer zwei im Team zu machen, um Ferraris Chancen gegen Mercedes zu maximieren. Seine Kommentare unterstreichen jedoch, warum eine solche Entscheidung schwer zu treffen wäre, es sei denn, die sportliche Notwendigkeit würde erdrückend werden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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