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Ugo Ugochukwus zweite Formel-3-Saison ist in eine neue Phase eingetreten: Beim Ungarn-GP musste der Campos-Pilot die Tabellenführung an Freddie Slater abgeben. Vor dem Wochenende in Budapest lagen die beiden in der Gesamtwertung noch eng beieinander, ehe das Sprintrennen sie punktgleich ins Hauptrennen schickte.
Slater wandelte den Druck anschließend in einen Sieg um, während Ugochukwu als Zweiter ins Ziel kam. Damit trennen die beiden Titelanwärter nun acht Punkte. Zum ersten Mal in dieser Saison befindet sich Ugochukwu im Titelkampf in der Defensive.
Trotz dieses Rückschlags bleibt der US-Amerikaner mit Blick auf das Gesamtbild zuversichtlich. „Ich fühle mich weiterhin gut. Es war bislang ein ziemlich konstantes und geradliniges Jahr“, sagte er. „Bis Spa habe ich eigentlich bei jedem Rennwochenende Punkte geholt.“
Ugochukwus Konstanz war seit dem Saisonstart in Melbourne eines der prägenden Merkmale seiner Kampagne. Regelmäßige Podiumsplätze hatten seinen Titelangriff getragen. In Spa-Francorchamps riss diese Serie jedoch: Beide Titelrivalen schieden nach einer Berührung im Sprintrennen aus, während Ugochukwu das Hauptrennen am Ende des Feldes beendete.
Der Campos-Pilot nannte das Qualifying und Rückversetzungen in der Startaufstellung als entscheidende Faktoren für das schwierige Wochenende – besonders, weil die Fahrer um Windschatten kämpften. Seiner Ansicht nach muss die Reaktion nun bereits früher am Rennwochenende beginnen.
„Man muss versuchen, den Freitag optimal zu nutzen, denn in der Formel 3 macht ein gutes Qualifying das gesamte Wochenende deutlich einfacher“, erklärte Ugochukwu. „Wir müssen uns das genau ansehen und versuchen, freitags stark zu sein, damit wir uns eine gute Ausgangsposition erarbeiten.“
Budapest brachte eine teilweise Erholung, doch der zweite Platz reichte nicht aus, um Slater hinter sich zu halten. Ugochukwu richtet seinen Blick deshalb weniger auf den Punkterückstand als auf die Umsetzung: „Wir können aus den vergangenen Rennwochenenden definitiv viel lernen und einiges mitnehmen.“
Nur noch zwei Rennwochenenden stehen aus. Beim Saisonfinale in Madrid werden mit zwei Hauptrennen mehr als 50 Punkte vergeben. Der Titelkampf ist deshalb keineswegs entschieden; Qualifying, Konstanz und das Vermeiden kostspieliger Zwischenfälle werden entscheidend sein. Auch der Formel-2-Titelkampf bleibt fünf Runden vor Schluss völlig offen – ein Zeichen für die Spannung, die sich zum Saisonende in den Nachwuchsserien zuspitzt.
Ugochukwu sieht die Rivalität als produktiv an, weil beide Fahrer einander zu besseren Leistungen antreiben. „Ich denke, wir pushen uns an jedem Wochenende gegenseitig, um besser und schneller zu werden“, sagte er.
Sein Plan für die Schlussphase ist klar: die eigene Leistung in den Mittelpunkt stellen, regelmäßig an die Spitze zurückkehren und um Siege kämpfen. „Ich bin sicher, dass es ohnehin bis zum Schluss eng bleiben wird“, fügte Ugochukwu hinzu. „Das Doppelrennen in Madrid wird den Unterschied machen. Es geht also darum, mit realistischen Titelchancen dorthin zu kommen.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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