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Max Verstappen hat davor gewarnt, dass der erste Große Preis von Spanien auf dem Circuito de Madring in Madrid zu mehreren schweren Unfällen führen könnte. Der neue Stadtkurs verzeihe schlichtweg keine Fehler.
In wenigen Tagen gibt der Straßenkurs sein mit Spannung erwartetes Debüt im Formel-1-Rennkalender. Die Kombination aus schnellen Kurvenpassagen und extrem nah an der Ideallinie platzierten Mauern dürfte für die Piloten zu einer kompromisslosen Bewährungsprobe werden, während sie um den historischen Premierensieg kämpfen.
Wie gnadenlos die Strecke sein kann, zeigte sich bereits bei einem kürzlich ausgetragenen Test der Formel 3 in Madrid: Binnen zwei Tagen gab es 19 rote Flaggen – elf davon wurden durch Einschläge in die Streckenbegrenzung ausgelöst. Diese Zahlen befeuerten im Fahrerlager die Spekulationen, dass auch das Formel-1-Wochenende von zahlreichen Kollisionen geprägt sein könnte.
Einen detaillierten Überblick über die neue Rennstrecke bietet dieser Guide zum brandneuen Madring, der beleuchtet, was den Schauplatz in Madrid so einzigartig macht.

Verstappen erklärte, er habe das Layout sowohl im heimischen Simulator als auch im Formel-1-Simulator seines Teams getestet. Die virtuelle Vorbereitung habe den Kurs jedoch keineswegs einfacher erscheinen lassen.
„Es wird extrem schwierig. Das ist keine einfache Strecke“, betonte Verstappen. „Wenn man mehrere Runden am Stück fährt, fällt es schwer, über die Linie zu kommen und zu sagen: ‚Die Runde hat perfekt gesessen.‘“
Genau dieser Anspruch macht die Identität des Kurses aus. Nach Ansicht des Red-Bull-Piloten bestraft das Layout schon kleinste Unaufmerksamkeiten – vor allem in den Abschnitten, in denen die Mauern so nah stehen, dass jeder Kontrollverlust unmittelbar im harten Einschlag endet.
„Es ist verdammt hart. Die Strecke neigt an einigen Stellen auch dazu, wirklich heftige Abflüge zu provozieren“, fügte der Niederländer hinzu.

In den vergangenen Jahren hat die Königsklasse ihre Präsenz auf Stadtkursen massiv ausgebaut; Strecken wie Dschidda, Miami und Las Vegas rückten in den Kalender. Verstappen sieht die größten Parallelen zum Madring in Dschidda – einer Strecke, die dieselbe furchteinflößende Mischung aus hohem Tempo und engen Begrenzungsmauern aufweist.
„Es erinnert mich in gewisser Weise ein wenig an Dschidda, mit den schnellen Kurven und den Mauern, die extrem nah sind“, so Verstappen.
Da es für die Formel 1 in Madrid noch keinerlei Erfahrungswerte gibt, müssen sich Teams und Fahrer während des Wochenendes erst an das Limit herantasten. Nach Verstappens Warnung könnte dieser Lernprozess für manche jedoch ziemlich schmerzhaft werden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.