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Fast zwei Wochen nach dem Ende des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring bleibt das Podium des Rennens gefährdet. Abt Sportsline droht der Verlust des zweiten Platzes, nachdem eine technische Untersuchung ernsthafte Fragen zur Motorleistung ihres Lamborghini-Einsatzfahrzeugs aufgeworfen hat.
Der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit der Startnummer 84 – pilotiert von Mirko Bortolotti, Patric Niederhauser und dem Polesetter Luca Engstler – soll bei einem am Dienstag durchgeführten Leistungsprüfstandtest rund 20 PS über den maximal zulässigen Werten gelegen haben. Bei einer geschätzten Leistung von etwa 500 PS liegt die zulässige Toleranz bei lediglich zwei Prozent, was einem Spielraum von nicht mehr als 10 PS entspricht. Die vermutete Überschreitung verdoppelt diesen Spielraum.
Der Inspektionsprozess verlief alles andere als reibungslos. Der Abt-Lamborghini konnte zunächst aufgrund einer defekten Kupplung nicht getestet werden. Nach fachgerechten Reparaturen wurde eine neue Messung in einem Testzentrum in Mechernich durchgeführt. Die Tests am Dienstag zogen sich aufgrund der beobachteten Unregelmäßigkeiten bis 18 Uhr hin, während eine weitere Messung am Mittwoch aufgrund eines technischen Defekts am Fahrzeug ebenfalls kein gültiges Ergebnis lieferte.
Die technischen Kommissare haben ihren Bericht inzwischen an die Rennkommissare weitergeleitet, die dem Team nun die Gelegenheit zur Stellungnahme geben werden. Die Ergebnisse bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens vorläufig.
Um zu verdeutlichen, wie viel Aufmerksamkeit das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf sich zieht: George Russell hat öffentlich über seinen Ehrgeiz gesprochen, eines Tages dort zu starten, was die anhaltende Anziehungskraft der Veranstaltung jenseits ihrer sportlichen Kontroversen unterstreicht.
Ein Sprecher des Rennens bestätigte, dass die Überprüfungen bei fünf weiteren Fahrzeugen – von Aston Martin, BMW, Ford, Mercedes-AMG und Porsche – keine Unregelmäßigkeiten ergaben.
Sollte das Team letztendlich disqualifiziert werden, hätte Abt Sportsline 96 Stunden Zeit, um Berufung beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) einzulegen. Sollte die Sanktion aufrechterhalten werden, würde sich das Ergebnis erheblich verschieben: Walkenhorst Motorsport mit einem Aston Martin Vantage würde auf den zweiten Platz aufrücken, während Rowe Racing mit dem BMW M4 den dritten Platz erben würde.
Das Ergebnis der Beratungen der Kommissare steht noch aus und lässt eines der prominentesten Ergebnisse des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring in der Schwebe.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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