Alba Larsen sieht trotz Startplatz in der ersten Reihe in Shanghai "Luft nach oben"

Alba Larsen zeigte auf dem Shanghai International Circuit ihre bislang stĂ€rkste Qualifying-Leistung und sicherte sich erstmals einen Startplatz in der ersten Reihe der F1 ACADEMY. Trotz dieses Durchbruchs blieb die Ferrari-Pilotin in ihrer Analyse nĂŒchtern: FĂŒr den Rest des Wochenendes steckt noch mehr Potenzial im Paket.
Ein Durchbruch im Qualifying
Larsen sah in der ersten HĂ€lfte einer intensiven Qualifying-Session lange wie die sichere Polesetterin aus und hielt zwischenzeitlich P1, bevor Alisha Palmowski ihr vier Zehntel abnahm. Ein Fehler auf Larsens letzter schneller Runde verhinderte jedoch eine Antwort, sodass sie sich letztlich mit Startplatz zwei zufriedengeben musste.
Dennoch ist P2 ihr bislang bestes Einzelergebnis ĂŒber eine Runde in der Serie â ein deutlicher Schritt nach vorn in ihrer Entwicklung und in der noch jungen Partnerschaft mit Ferrari.
âInsgesamt bin ich sehr glĂŒcklich mit P2 im Qualifying und dem Start aus der ersten Reihe â mein bislang bestes Ergebnis in der F1 ACADEMYâ, fasste Larsen zusammen. âDas ist ein wirklich guter Start in die Partnerschaft mit Ferrari und ich denke, auch sie sind sehr zufrieden.â
âNatĂŒrlich sollte der Abstand noch etwas kleiner sein, aber ich habe auf meiner besten Runde einen Fehler gemacht. Ich glaube also, dass auf meiner Seite noch ein bisschen mehr drin ist. Ich weiĂ, dass unser Rennspeed gut ist, und mit einem Start aus der ersten Reihe kann im Rennen definitiv viel passieren.â
Es war eine reflektierte EinschĂ€tzung â Freude ĂŒber das Resultat, aber auch das klare Bewusstsein, dass die Umsetzung entscheidend sein wird, um die gute Ausgangsposition in ZĂ€hlbares umzumĂŒnzen.

Shanghai: eine Strecke mit Potenzial
Der Shanghai International Circuit hat sich fĂŒr Larsen bereits als gutes Pflaster erwiesen. 2025 erzielte sie hier ihr bestes Saisonresultat des Vorjahres und kĂ€mpfte sich in Rennen 2 auf den vierten Platz nach vorn. Palmowski hingegen gewann im selben Jahr das Reverse-Grid-Rennen â ein Beleg dafĂŒr, wie entscheidend diese Strecke fĂŒr den Schwung im Saisonverlauf sein kann.
Diese Erfahrungen scheinen Larsens Selbstvertrauen fĂŒr das bevorstehende Wochenende gestĂ€rkt zu haben. Ihr Ziel ist nicht nur ein weiteres starkes Resultat, sondern das erste Podium â und vielleicht sogar noch mehr.
Auf die Frage, was Shanghai besonders gut zu ihrem Fahrstil passen lĂ€sst, gab Larsen zu, dass sie selbst keine eindeutige ErklĂ€rung dafĂŒr hat.
âIch weiĂ es nicht! Es ist einfach eine sehr schöne Strecke. Charles Leclerc hat mir gesagt, dass sie fĂŒr ihn die anspruchsvollste Strecke ist, aber mir liegt sie offenbar ganz gut. Ich freue mich sehr auf die Rennen.â
âDie Rennen im letzten Jahr waren wirklich gut, und ich hoffe definitiv, dass ich es dieses Mal noch besser machen kann â damals war P4 das Maximum. Ich hoffe sehr, dass ich auf dem Podium stehen und vielleicht sogar um den Sieg kĂ€mpfen kann.â
FrĂŒh formiert sich der Schwung
Ein Startplatz in der ersten Reihe bringt Larsen in eine optimale Position, um an der Spitze mitzukĂ€mpfen â zumal sie ihren Rennspeed als konkurrenzfĂ€hig einschĂ€tzt. Noch wichtiger ist jedoch das frĂŒhe Momentum in der Saison, das in einer eng umkĂ€mpften Meisterschaft schnell eine neue Dynamik erzeugen kann.
Auch wenn die Pole im Qualifying knapp verpasst wurde, ist das Gesamtbild eindeutig: Larsen hat einen klaren Schritt nach vorn gemacht. Nun richtet sich der Fokus auf die Umsetzung im Rennen â dort, wo sich von ganz vorne die groĂen Chancen bieten.