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Mercedes hat bestätigt, dass Gwen Lagrue das Team verlässt und als Direktor des Juniorprogramms zu Red Bull wechselt. Damit endet seine elfjährige Zeit bei den Silberpfeilen.
Die am Montagnachmittag über die sozialen Netzwerke von Mercedes veröffentlichte Mitteilung folgte auf Berichte vom Rennwochenende des Großen Preises von Belgien, wonach Lagrue eine ähnliche Aufgabe übernehmen würde wie bei Mercedes. Red Bull bestätigte die Verpflichtung später. Lagrue wird dort an Teamchef und CEO Laurent Mekies berichten.
Mercedes würdigte Lagrues Beitrag zur Entwicklung mehrerer Nachwuchsfahrer, darunter die aktuellen Formel-1-Piloten George Russell und Kimi Antonelli. „Gemeinsam haben wir viele junge Fahrer entwickelt“, erklärte das Team in seiner Abschiedsbotschaft und sprach von einem „fantastischen Beitrag“ Lagrues zur Nachwuchsstruktur.
Mercedes betonte außerdem, Lagrue hinterlasse „eine talentierte Gruppe“, die diese Arbeit fortsetzen werde. Die berufliche Veränderung werde jedoch nichts an der Freundschaft zwischen den Beteiligten ändern.
Mit Lagrues Verpflichtung erhält Red Bull einen neuen Direktor für ein Programm, das der Rennstall als Grundpfeiler seines Erfolgs bezeichnet. Er besetzt die durch den Rücktritt des langjährigen Fahrerberaters Helmut Marko Ende vergangenen Jahres entstandene Vakanz.
Mekies bezeichnete Lagrue als „einen der besten Talententwickler in der Formel 1“ und hob dessen Erfahrung, Führungsqualitäten und Leidenschaft für die Arbeit mit jungen Fahrern hervor. Zugleich würdigte er Marko, dessen Vision und Engagement das Red Bull Juniorprogramm zum „Maßstab in der Formel 1“ gemacht hätten.
Der Wechsel verleiht Red Bulls anhaltendem Fokus auf die Nachwuchspipeline zusätzliche Bedeutung. Das zeigt sich auch in den aktuellen Gesprächen des Teams über Isack Hadjars Zukunft.
Lagrue bezeichnete den Wechsel nach elf prägenden Jahren bei Mercedes als aufregenden neuen Abschnitt. Red Bulls Nachwuchsprogramm sei eine der angesehensten und erfolgreichsten Entwicklungsplattformen im Motorsport. Es sei ihm eine Ehre, die Gruppe junger Talente zu führen.
Während seiner Zeit bei Mercedes half Lagrue unter anderem Esteban Ocon und Russell auf ihrem Weg in die Formel 1. Antonelli war der jüngste Nachwuchsfahrer, der von seiner Unterstützung profitierte: Lagrue hatte ihn bereits im Alter von elf Jahren im Kartsport entdeckt und anschließend im Formelsport gezielt gefördert. Diese Entwicklung gipfelte in seinem Formel-1-Debüt mit 18 Jahren und einer starken, titelreifen Leistung in seiner zweiten Saison.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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