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Aston Martin hat eingeräumt, dass der Circuit de Barcelona-Catalunya das volle Ausmaß der aktuellen Schwierigkeiten in der Formel 1 offenlegen könnte. Mike Krack, Chief Trackside Officer des Teams, warnte, dass es an diesem Wochenende „keinen Ort zum Verstecken“ geben werde.
Das Team aus Silverstone reist nach Barcelona und sucht weiterhin nach einem echten Durchbruch in einer schwierigen Saison 2026. Probleme mit dem AMR26 und der Honda-Antriebseinheit haben den Fortschritt des Teams kontinuierlich gebremst, wodurch die nötige Leistung fehlt, um konstant konkurrenzfähig zu sein.
Monaco bot eine kurze Atempause. Nach einem Start aus der letzten Reihe konnte Aston Martin dennoch den ersten Meisterschaftspunkt der Saison einfahren, begünstigt durch mehrere Ausfälle und Strafen der Konkurrenz. Doch Barcelona dürfte eine weitaus unerbittlichere Prüfung darstellen, da die spezifischen aerodynamischen Anforderungen und die Leistungsansprüche der Strecke das wahre Wettbewerbsniveau des Autos aufzeigen könnten.
Weitere Informationen zum Kontext des Wochenendes finden Sie in unserer Vorschau auf den Großen Preis von Barcelona-Catalunya 2026.
Krack äußerte sich am Donnerstag gegenüber den Medien gewohnt direkt.
„Auf dem Papier wird es in Barcelona hart. Es wird sehr hart. In Barcelona gibt es keinen Ort, an dem man sich verstecken kann“, sagte er.
Der Aston-Martin-Chef bezeichnete den spanischen Austragungsort eher als echten Gradmesser denn als bloßes Rennwochenende. Seiner Ansicht nach liefert Barcelona normalerweise ein klares Bild über den Leistungsstand eines Teams, insbesondere wenn Upgrades eingeführt werden.
„Nach Barcelona weiß man normalerweise, wenn man Upgrades bringt, wo man steht. Oder nach Barcelona ist es normalerweise ein Realitätscheck für das eigene Tempo. Das wissen wir, dessen müssen wir uns bewusst sein. Und wir müssen versuchen, ohne Fehler zu arbeiten und das Maximum an Erkenntnissen daraus zu gewinnen“, fügte Krack hinzu.
Dieser Fokus auf die Ausführung unterstreicht die Position von Aston Martin: Das Team spricht nicht von einer kurzfristigen Erholung, sondern versucht, Informationen aus einem Wochenende zu gewinnen, das auf der Stoppuhr schmerzhaft sein könnte.
Krack deutete zudem an, dass die Belastung für die Fahrer besonders hoch sein könnte, gerade weil Barcelona die Schwächen des Gesamtpakets aufzeigen dürfte und nicht die der Fahrer.
„Ich denke, für die Fahrer wird es am härtesten. Weil wir wissen, dass Barcelona sehr hart für unser Paket ist. Und sie werden nicht viel dagegen tun können. Deshalb müssen wir sie vielleicht ein wenig davor schützen, zu viel Negatives daraus mitzunehmen. Denn sie können nichts daran ändern“, sagte er.
Shintaro Orihara von Honda bestätigte in Barcelona ebenfalls, dass der Hersteller Informationen der FIA bezüglich des Leistungsdefizits des Motors erhalten hat, lehnte es jedoch ab, Details über das hinaus preiszugeben, was die FIA bereits veröffentlicht hat.
„Wir haben einige Zahlen erhalten. Und jetzt konzentrieren wir uns darauf, unsere Motorleistung für die Sommerperiode zu entwickeln“, sagte Orihara und fügte hinzu, dass Honda an der Verbrennungseffizienz und der Reduzierung der Reibung arbeite, um die Leistung zu steigern.
Für Aston Martin und Honda scheint die Situation derzeit ein Geduldsspiel zu sein. Upgrades könnten einen Weg nach vorne bieten, doch Barcelona könnte zunächst den bisher klarsten Maßstab dafür liefern, wie weit der Weg noch ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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