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Aston Martin hat Mathilda Paatz’ 2026 F1 ACADEMY-Lackierung offiziell enthüllt – ein bedeutender Meilenstein für das aufstrebende deutsche Talent, das in der reinen Frauenserie in seine erste komplette Saison startet. Die Präsentation ist mehr als nur eine Frage der Optik: Sie steht sinnbildlich für Paatz’ Einbindung in eines der renommiertesten Nachwuchsförder-Ökosysteme im Motorsport und für ihren Weg in Richtung Spitze des Formelsports.
Die Lackierung selbst ist ein klares Statement. Mit Aston Martins ikonischem Racing Green spiegelt das von PREMA Racing eingesetzte Fahrzeug nach Formel-4-Spezifikation bewusst die Anmutung des neuesten Formel-1-Autos des Teams wider, des AMR26. Diese visuelle Kontinuität ist alles andere als Zufall – sie unterstreicht Aston Martin Aramcos Anspruch, einen durchgängigen Pfad von den Nachwuchsklassen bis hin zum Grand-Prix-Sport zu schaffen und aufstrebenden Fahrerinnen eine greifbare Verbindung zur Eliteebene des Sports zu geben.

Paatz’ Auswahl als Aston Martins Vertreterin in der F1 ACADEMY 2026 erfolgte nach einem anspruchsvollen Auswahlprozess, der auch ein wettbewerbsintensives Shootout auf dem fordernden Kurs von Mugello umfasste. Im Duell mit drei weiteren Kandidatinnen in Formel-4-Fahrzeugen sicherte sich Paatz nicht nur ihren Platz im Grid – sie ging als herausragende Performerin aus dem Vergleich hervor. Laut Aston Martins Racing Director Nuno Pinto zeigte sie nicht nur reines Tempo, sondern auch die Konstanz, Reife und den Kampfgeist, die auf diesem Niveau entscheidend sind.
Ihre Vita kann sich sehen lassen. Als erste Fahrerin, die vom ADAC Motorsport Junior Programm unterstützt wird, feierte Paatz vier Siege in der Kategorie 2025 E4 Championship – Trophy Woman und sammelte mehrere Podestplätze in der renommierten Italienischen F4-Meisterschaft. Ihre Erfolge reichen zudem über den Formelsport hinaus: In der 2022 ADAC Kart Masters Ladies Cup gelang ihr ein Ausrufezeichen mit einem Sieg, am Ende wurde sie Dritte der Gesamtwertung.

Das Management von Mathilda Paatz, Pro Racing Motorsport, zeigte sich nach der Unterzeichnung des Vertrags mit Aston Martin sehr zufrieden.
Marco Cioci, CEO von Pro Racing Motorsport: „Wir können es kaum erwarten, dass die Saison beginnt. Wir werden alles tun, damit Mathilda ganz vorne mitkämpft. Selbst in ihrem ersten Jahr ist es unser Ziel, sofort in der Spitzengruppe mitzufahren und in der zweiten Saisonhälfte um den Titel mitzukämpfen. Das ist eine anspruchsvolle Herausforderung, aber Mathilda hat bereits ihre Schnelligkeit, ihr Gespür und ihre große Entschlossenheit unter Beweis gestellt. Wir sind sehr zufrieden und starten mit der klaren Absicht, Protagonisten zu sein, nicht nur Teilnehmer.“
Giancarlo Fisichella, CEO Pro Racing Motorsport: „Dies ist nicht nur ein großer Schritt, sondern eine große Chance. Mathildas Qualitäten veranlassen uns, das Jahr 2026 mit einer Einstellung anzugehen, die über ein einfaches Lernjahr hinausgeht. Angesichts des Talents, das sie gezeigt hat, müssen wir von hochkarätigen Ergebnissen ausgehen. Wir werden sie auf diesem Weg begleiten, überzeugt davon, dass sie etwas wirklich Wichtiges erreichen kann.“
Der Umstieg auf die F1-ACADEMY-Fahrzeuge erwies sich beim Vorsaisontest auf dem Shanghai International Circuit vom 11. bis 13. Februar als anspruchsvoll. Paatz sprach offen über die Lernkurve und räumte ein, es habe über die drei Tage hinweg „herausfordernde Momente“ gegeben. Gleichzeitig war ihre Entwicklung klar erkennbar – bis zum dritten Tag waren Komfort und Selbstvertrauen spürbar gewachsen.
„Die Aston Martin Aramco Lackierung zum ersten Mal auf dem Auto zu sehen, war etwas ganz Besonderes – sie sieht unglaublich aus und hat mir sofort das Gefühl gegeben, Teil des Teams zu sein“, sagte Paatz und betonte, wie sehr das visuelle Branding ihr Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Academy-Struktur gefestigt habe.
Als Startnummer #8 für PREMA Racing nimmt sie sowohl die Erwartungen des Teams als auch ihre eigenen Ambitionen mit in die Saison 2026.

Auch wenn Paatz ihre Erwartungen bewusst nüchtern formuliert, ist ihr Grundvertrauen deutlich spürbar. Ihr Ziel ist pragmatisch und zugleich klar: saubere Rennwochenenden abliefern und das Maximum aus der F1 ACADEMY-Plattform herausholen. Wie Jessica Hawkins, Driver Ambassador und Head of F1 ACADEMY bei Aston Martin Aramco, betonte, bleibt die F1 ACADEMY eine hervorragende Bühne, um aufstrebende Talente zu entwickeln – und zugleich die nächste Generation weiblicher Rennfahrerinnen zu inspirieren.
Mit dem Saisonauftakt in China im kommenden Monat ist Paatz in einer starken Position, um in einer Serie, die zunehmend die Zukunft des Spitzensports mitprägt, ein deutliches Ausrufezeichen zu setzen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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