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Während Max Verstappens schwieriges Wochenende in Silverstone bei Red Bull die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog, lieferte Isack Hadjar still und leise eine seiner stärksten Leistungen der Saison 2026 ab. Der Franzose qualifizierte sich nach einem starken Ergebnis in Österreich als Fünfter und platzierte sich damit zwei Positionen vor seinem Teamkollegen, der mit Problemen bei der Fahrzeugbalance und der Antriebseinheit zu kämpfen hatte.
Hadjar hielt zu Beginn des Rennens zunächst den fünften Platz, bevor Verstappen ihn in der vierten Runde überholte. Sein erster Stint begann daraufhin zu bröckeln. Er vermutete, dass die Reifenleistung für den starken Abfall verantwortlich war, doch der Wechsel auf einen neuen Satz harter Reifen brachte nicht die erhoffte Pace zurück.
Das Team identifizierte schließlich ein Problem am Frontflügel. Hadjar legte einen zweiten Boxenstopp ein, um diesen austauschen zu lassen, wobei er etwa acht Sekunden verlor. Die Wirkung war unmittelbar: Seine Rundenzeiten verbesserten sich von etwa 1:34 Minuten auf das Niveau von 1:32 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zeitverlust jedoch bereits das Endergebnis geprägt.

„Es war also wirklich ein verschwendetes Rennen“, sagte Hadjar im Anschluss, wie in seiner Reaktion auf den Großen Preis von Großbritannien nachzulesen ist.
Hadjar wurde zwar immer noch Fünfter, doch das Ergebnis spiegelte nicht das Tempo wider, das er ohne den beschädigten Flügel hätte zeigen können. Er glaubte, Lando Norris um den vierten Platz herausfordern zu können, und hatte das Gefühl, dass ein späterer Neustart sogar eine Chance auf das Podium hätte eröffnen können. Das Rennen wurde nach dem Einsatz des Safety-Cars infolge von Verstappens Zwischenfall nicht mehr freigegeben.
Der frühe Kampf mit Verstappen war dennoch ein positiver Moment. Hadjar sagte, er habe seinem Teamkollegen über mehrere Runden effektiv folgen können und beschrieb den Zweikampf trotz des späteren Leistungsverlusts als unterhaltsam und wertvoll.
Teamchef Laurent Mekies lobte das Wochenende als einen weiteren Schritt nach vorne. Er sagte, Hadjar sei seit Saisonbeginn stark, unabhängig davon, ob das Auto konkurrenzfähig sei oder nicht, und hob seine Fortschritte in Sachen Erfahrung und Können von Rennen zu Rennen hervor.

Mekies erklärte auch, warum Hadjar weniger offen über die Einschränkungen der Balance des RB22 sprach als Verstappen. Laut dem Red-Bull-Chef identifizierten beide Fahrer eine ähnliche Schwäche, interpretierten sie jedoch unterschiedlich. Verstappen projizierte das Potenzial des Autos, falls das Balance-Problem gelöst werden könnte, während Hadjar als neuerer Fahrer diese Analyse noch nicht so weit vorantrieb.
Für Red Bull war die Kernbotschaft klar: Selbst nach einem frustrierenden Ergebnis verbessert sich Hadjar bei jedem Einsatz im Auto weiter.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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