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Die Formel 1 wird „definitiv“ nach Deutschland zurückkehren. Das sagt Stefano Domenicali, während die Gespräche über eine mögliche Rückkehr des Landes in den Rennkalender weiterlaufen.
Die Expansion des Sports unter Liberty Media hat seine globale Reichweite vergrößert, zugleich müssen mehrere traditionsreiche Austragungsorte um ihren Platz kämpfen. Spa-Francorchamps soll künftig Teil eines Rotationsmodells werden, während auch andere etablierte Strecken vor einer ungewissen Zukunft stehen. Vor diesem Hintergrund prüft die Formel 1 die Möglichkeit, in mehrere ihrer historischen Märkte zurückzukehren.
Deutschland gehört zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Der Große Preis von Deutschland stand erstmals 1926 im Kalender und wurde auf mehreren Rennstrecken ausgetragen, bevor der Hockenheimring zur festen Heimat des Rennens wurde. Unter seinem traditionellen Namen fand der Grand Prix zuletzt 2019 statt. Damals sorgte ein Regenrennen für einen dramatischen Sieg von Max Verstappen, während sich Sebastian Vettel von Startplatz 20 bis auf Rang zwei vorkämpfte.
2020 kehrte Deutschland noch einmal zurück: Der Nürburgring war Gastgeber des Rennens, das unter dem Namen Eifel-Grand-Prix ausgetragen wurde.
Domenicali glaubt, dass die Präsenz großer Hersteller und Partner mit Sitz in Deutschland dem Markt neue Bedeutung verleiht. Mercedes ist weiterhin im Starterfeld vertreten, während auch Audi in das Formel-1-Geschäft eingestiegen ist. Dadurch verfügt eine künftige Rückkehr über eine stärkere wirtschaftliche Grundlage.

„Was das Potenzial betrifft, dürfen wir nicht vergessen, dass Audi in das Geschäft eingestiegen ist“, sagte Domenicali. „Wir haben Mercedes. Wir haben große Partner, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben.“
Deutschland müsse nun prüfen, ob eine Rückkehr in den mittelfristigen Kalender möglich sei und ob das Land seinen Status als einer der wichtigsten Märkte der Formel 1 zurückgewinnen könne, fügte er hinzu. Diese umfassendere wirtschaftliche Logik spiegelt die anhaltende Expansion des Sports wider – eine Entwicklung, die auch in „Die Formel 1 ist heute der Ort, an dem man sein muss“ untersucht wird.
Seit dem letzten deutschen Formel-1-Rennen ist der Kalender auf 24 Grands Prix angewachsen und umfasst inzwischen bis zu sechs Sprintrennen. Domenicali betonte daher, dass eine Rückkehr Deutschlands keine kurzfristige Ergänzung und kein vorübergehendes Experiment wäre.
„Es wäre in diesem Fall keine kurzfristige Entscheidung, sondern wird definitiv geschehen“, sagte er und bezeichnete die Entwicklung als „sehr, sehr wichtig“.
Die Formel 1 prüft außerdem eine Expansion nach Afrika und auf den indischen Subkontinent. Dabei stehen mögliche Rückkehrer wie Kyalami und der Große Preis von Indien im Raum. Deutschland gilt inzwischen jedoch als klares langfristiges Ziel.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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