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Die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans findet an diesem Wochenende statt – und die Spuren der Formel 1 sind erneut kaum zu übersehen. Im 62 Autos starken Feld auf dem Circuit de la Sarthe stehen mehrere ehemalige Grand-Prix-Piloten am Start eines der anspruchsvollsten Wettbewerbe im Motorsport. Viele von ihnen haben dabei realistische Chancen, in der hart umkämpften Hypercar-Kategorie um den Gesamtsieg zu fahren.
Diese Überschneidung verleiht dem Rennen in diesem Jahr eine unverkennbare F1-Note. Le Mans bleibt zwar vor allem eine Ausdauerprüfung, doch die Qualität der früheren Formel-1-Fahrer im Starterfeld zeigt, wie wichtig Erfahrung aus dem Spitzenniveau des Formelsports im Kampf um den größten Preis des Langstreckenrennsports geworden ist. Für Leser, die auch die aktuelle Grand-Prix-Szene verfolgen, bietet unsere jüngste Analyse zu den Lehren aus dem Großen Preis von Monaco eine passende Parallele dazu, wie kleinste Unterschiede den Motorsport auf höchstem Niveau weiterhin prägen.
Ferraris Jagd nach einem vierten Le-Mans-Sieg in Folge stützt sich auf eine der stärksten Gruppen ehemaliger F1-Fahrer im Feld. Antonio Giovinazzi kehrt als Teil des Werksteams des italienischen Herstellers zurück, während Robert Kubica erneut den Kunden-Ferrari von AF Corse steuern soll, der im Vorjahr auf spektakuläre Weise triumphierte.
Die BMW-Herausforderung wird von Kevin Magnussen angeführt, dem früheren Haas-Piloten, der sein Vollzeitprogramm im Langstreckensport mit dem BMW M Team WRT fortsetzt. Der Däne hat sich rasch zu einer Schlüsselfigur im Hypercar-Projekt des deutschen Herstellers entwickelt und reist nach Le Mans mit dem Ziel, ein Durchbruchsergebnis zu erzielen.
Auch Toyota bringt reichlich Formel-1-Erfahrung ins Rennen. Kamui Kobayashi zählt weiterhin zu den angesehensten Fahrern im Langstreckensport, während Brendon Hartley und Sébastien Buemi einer Mannschaft zusätzliche Tiefe verleihen, die bereits mit mehreren Le-Mans-Siegen und Weltmeistertiteln verbunden ist. Auch der frühere AlphaTauri-Pilot Nyck de Vries kehrt für den japanischen Hersteller zurück und teilt sich das Auto mit der Startnummer 7 mit Kobayashi und Mike Conway. Buemi und Hartley fahren die Nummer 8 gemeinsam mit dem aktuellen Haas-F1-Reservisten Ryo Hirakawa.
Auch andernorts in der Hypercar-Klasse finden sich bekannte Namen aus der Formel 1. Der frühere Manor-Fahrer Will Stevens gehört zur Besatzung des Cadillac mit der Startnummer 12, während das Schwesterauto mit der Nummer 38 Sébastien Bourdais und Jack Aitken aufbietet. Stoffel Vandoorne bestreitet das 24-Stunden-Rennen im Peugeot mit der Startnummer 93; auch Paul di Resta zählt zu den prominenten ehemaligen Grand-Prix-Piloten auf der Nennliste.
Genesis Magma Racing führt technisch gesehen ebenfalls einen früheren F1-Fahrer in seinen Reihen: André Lotterer nahm 2014 am Großen Preis von Belgien teil, wenn auch nur bis zur ersten Runde.
Abseits der Hypercar-Kategorie treten in der LMP2 der zweimalige F1-Rennstarter Pietro Fittipaldi sowie Jack Doohan an, während Logan Sargeant in der LMGT3 für Proton Competition fährt. Insgesamt gehören 15 ehemalige F1-Fahrer zu den 186 Teilnehmern – ein weiterer Beleg dafür, dass Le Mans zu den prestigeträchtigsten und am stärksten besetzten Veranstaltungen des weltweiten Motorsports zählt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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