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Liberty Media hat für das zweite Quartal und die ersten sechs Monate des Jahres 2026 einen deutlichen Rückgang der Formel-1-Einnahmen gemeldet. Der gestörte Rennkalender belastete die finanzielle Bilanz der Weltmeisterschaft unmittelbar.
Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 1,381 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend war eine verkürzte erste Saisonhälfte: In den ersten sechs Monaten fanden drei Rennen weniger statt als im entsprechenden Zeitraum 2025.
Einige Lücken waren bereits vor Saisonbeginn eingeplant worden. Die Auswirkungen wurden durch den Konflikt im Nahen Osten jedoch noch verstärkt, sodass im April kein Rennen ausgetragen wurde. Der Große Preis von Bahrain und der Große Preis von Saudi-Arabien waren ursprünglich für diesen Monat vorgesehen.
Das Betriebsergebnis belief sich auf 180 Millionen US-Dollar. Das bereinigte OIBDA sank im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 311 Millionen US-Dollar. Angesichts der ausgefallenen Rennaktivitäten war das Ausmaß des Rückgangs weitgehend erwartet worden. Die Zahlen zeigen jedoch, wie eng die kommerzielle Entwicklung der Formel 1 weiterhin von der Durchführung ihres Rennkalenders abhängt.
In der zweiten Saisonhälfte versucht die Formel 1, einen Teil der verlorenen Rennaktivitäten nachzuholen. Der Große Preis von Bahrain wurde nach den Kalenderänderungen für den 4. Oktober in Malaysia bestätigt. Der verlegte Bahrain-GP 2026 in Sepang spielt daher eine zentrale Rolle im überarbeiteten Rennplan.
Der Große Preis von Saudi-Arabien wird nicht stattfinden. Eine Entscheidung über Katar und Abu Dhabi steht noch aus. Die Formel 1 plant derzeit jedoch weiterhin mit mindestens 22 Rennen im Jahr 2026.
Dieses Ziel ist nicht nur für den sportlichen Verlauf der Saison wichtig. Es könnte auch dazu beitragen, die finanziellen Auswirkungen der schwachen ersten Jahreshälfte zu begrenzen. Die endgültige Form des Kalenders ist allerdings weiterhin offen, sodass der Geschäftsausblick von noch ausstehenden Entscheidungen abhängt.
Formel-1-Präsident und CEO Stefano Domenicali erklärte, die Saison habe spannende Rennen und packende Geschichten geliefert. Zuschauerzahlen, Reichweiten und digitale Impressionen seien seit Jahresbeginn allesamt gestiegen.
Außerdem hob er die Partnerschaft der Formel 1 mit Apple hervor. Die Zuschauerzahlen hätten im Jahresvergleich zugenommen, während die insgesamt gesehenen Stunden um 13 Prozent gestiegen seien. Domenicali betonte, dass die Formel 1 ihren Aufwärtstrend unter anderem durch die Verlängerung des Vertrags mit Las Vegas um zehn Jahre sowie durch Partnerschaften mit ServusTV und Pirelli fortgesetzt habe.
Trotz des finanziellen Rückschlags war seine Botschaft eindeutig: Die Formel 1 konzentriert sich weiterhin darauf, gemeinsam mit den Teams und der FIA ihre Grundlagen zu stärken und den Fans auf und abseits der Strecke das bestmögliche Erlebnis zu bieten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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