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Im Vorfeld des Großen Preises von Italien in Monza wurde das neue Fahrzeug der FIA-Formel-2 präsentiert. Der Rennwagen markiert die nächste Fahrzeuggeneration der Serie und wird in den Saisons 2027 bis 2029 zum Einsatz kommen.
Der aktuelle Dreijahreszyklus des Vorgängermodells endet nach dieser Saison, die derzeit von Red-Bull-Junior Nikola Tsolov angeführt wird. Als wichtigste Nachwuchsserie im direkten Vorfeld der Formel 1 bleibt die F2 ein entscheidendes Sprungbrett für Talente auf ihrem Weg in die Königsklasse oder andere hochklassige Meisterschaften wie die Formel E, die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und die IndyCar-Serie.
Die Fahrzeugenthüllung fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Formel 2 nach der Sommerpause mit einem spannenden Titelkampf nach Monza zurückkehrt – was den Stellenwert der Meisterschaft als Talentschmiede zusätzlich unterstreicht.

Um die Einsatzkosten für die Teams stabil zu halten, baut das 2027er-Auto weiterhin auf dem bewährten Dallara-Chassis auf, kombiniert dieses jedoch mit komplett überarbeiteten Front- und Heckflügeln. Ziel dieser aerodynamischen Anpassungen ist es, das Hinterherfahren zu erleichtern, um noch engere Duelle und spannendere Rad-an-Rad-Kämpfe auf der Strecke zu ermöglichen.
Durch das aufgefrischte Design rückt der F2-Bolide optisch zudem näher an die aktuelle Formel-1-Designphilosophie heran und festigt damit seine Rolle als finale Vorstufe zur Königsklasse.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem würdigte das Fahrzeug als klaren Fortschritt in den Bereichen Sicherheit, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und Rennqualität. Auch Formel-1-CEO Stefano Domenicali hob das ausgewogene Verhältnis zwischen technologischer Innovation und gleichen Wettbewerbsbedingungen hervor, die den Piloten den optimalen Rahmen bieten, ihr fahrerisches Können unter Beweis zu stellen.

Auf Antriebsseite setzt die Meisterschaft weiterhin auf den bewährten 3,4-Liter-V6-Turbomotor von Mecachrome. Ergänzt wird das Paket durch nachhaltigen Kraftstoff von Aramco, der bereits 2025 in der Serie eingeführt wurde. Als exklusiver Reifenpartner liefert Pirelli auch in Zukunft speziell für die Anforderungen der F2 entwickelte Pneus.
Die gravierendste funktionale Neuerung ist ein integrierter Bordstarter (On-board Starter). Dessen Einbau erforderte eine Weiterentwicklung des bisherigen Getriebes. Das System erlaubt es Fahrern künftig, das Auto nach einem Dreher oder einem abgewürgten Motor eigenständig wieder in Gang zu setzen, ohne auf Streckenposten angewiesen zu sein – was zugleich den Arbeitsaufwand für die Teams deutlich vereinfacht.
Die Vorgaben für Bremsleistung, Lenkkräfte und Cockpit-Ergonomie aus dem FIA-Reglement von 2024 bleiben für den 2027er-Boliden unverändert bestehen. Auch die elektronischen und hydraulischen Systeme von Marelli sowie das EM-Motorsport-Marshalling-System werden übernommen.
Bruno Michel, CEO der FIA-Formel-2-Meisterschaft, betonte, dass der Fokus des Projekts darauf lag, das Fahrzeug als ideales Ausbildungswerkzeug für die F1 zu erhalten und gleichzeitig Kosten zu dämpfen sowie das Spektakel auf der Strecke zu steigern. Das Ergebnis ist eine wohldosierte Evolution: vertraute Technik, geschärfte Aerodynamik und ein praxisnahes Starter-Upgrade zur Unterstützung von Fahrern und Teams.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.