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Alberto Longo, Mitbegründer der Formel E, hat Indien und Italien als die beiden Ziele identifiziert, die im aktuellen Rennkalender der Meisterschaft fehlen. Er bestätigte, dass bereits daran gearbeitet wird, beide Märkte wieder in den Kalender aufzunehmen.
Die vollelektrische Rennserie bereitet sich auf die erste Saison ihrer Gen4-Ära vor, die mit einer Rekordzahl von 21 Rennen an 13 verschiedenen Austragungsorten aufwartet. Da der Kalender auf maximal 22 Läufe begrenzt ist, bleibt nur noch ein zusätzlicher Platz frei. Die Struktur umfasst jedoch acht Doppel-Events und lässt Raum für weitere Diskussionen über zukünftige Austragungsorte.
Das Auto der neuen Generation beeinflusst auch die Strategie der Meisterschaft bei der Wahl der Rennstrecken. Die Formel E drängt aufgrund der Leistungsfähigkeit und Größe der Gen4-Boliden verstärkt auf permanente Rennstrecken. Der vorläufige Kalender für die neue Ära umfasst den Circuit of the Americas in den USA, einen neuen Austragungsort in den Niederlanden sowie einen Wechsel des britischen Standorts vom ExCeL Centre nach Brands Hatch.
Diese Expansion folgt dem Ziel der Serie, sowohl in den USA als auch in China zwei Rennen auszutragen, während Longo zudem auf wachsende Möglichkeiten in ganz Asien hinweist. Die Gen4-Ära der Formel E wurde bereits in Goodwood präsentiert, was die Bedeutung des nächsten Schritts der Meisterschaft unterstreicht.
Indien gilt als Schlüsselmarkt, nicht zuletzt durch die starke Präsenz des indischen Herstellers Mahindra und Tata Consultancy Services als Titelsponsor von Jaguar. Hyderabad war in Saison 9 Gastgeber eines Rennens, ist seitdem jedoch nicht mehr zurückgekehrt, da ein Korruptionsfall noch immer nicht abgeschlossen ist.
Italien hat eine noch tiefere Verbindung zur Formel E. Rom war Schauplatz von acht Rennen, bevor es 2023 aus dem Kalender gestrichen wurde. Misano veranstaltete 2024 ein Doppel-Event, doch die Veranstaltung war kein Erfolg, und Italien war seitdem nicht mehr Teil des Kalenders. Vor 2028 wird es dort – sofern sich die Pläne nicht ändern – keine Rückkehr geben.
Gegenüber RacingNews365 erklärte Longo, dass die Meisterschaft „mit Ausnahme von Indien im Moment“ ihre höchsten Prioritäten abgedeckt habe. Er bezeichnete das Rennen in Hyderabad als „fantastisch“ und drückte seine Hoffnung aus, dass die Formel E in diesen Markt zurückkehren werde.
„Italien ist ebenfalls einer der Märkte, in denen wir die Leidenschaft wirklich spüren“, fügte Longo hinzu. Er bestätigte, dass dies die beiden Länder seien, die er „vermisst“, und dass die Formel E an einer Rückkehr arbeite.
Longo verwies zudem auf das steigende Interesse aus ostasiatischen Ländern, wo die Formel E als Plattform zur Förderung moderner Mobilitätsformen in Städten wahrgenommen wird. Er sagte, die Nachfrage, ein Rennen auszurichten, sei „sehr, sehr hoch – höher als je zuvor“, was der Meisterschaft bei der Entwicklung zukünftiger Kalender weitere Optionen eröffnet.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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