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Nach einer zermürbenden Saison 2025, in der er in der Gesamtwertung nur Sechster wurde – 86 Punkte hinter Charles Leclerc –, geht Lewis Hamilton mit neuer Zuversicht in das Jahr 2026. Das enttäuschende Ferrari-Debüt des siebenmaligen Weltmeisters – geprägt von null Grand-Prix-Siegen und einer niederschmetternden Serie von Qualifying-Problemen – ließ ihn sichtbar geknickt zurück; zeitweise räumte er ein, es sei „die schlimmste Saison überhaupt“ gewesen. Doch die Vorsaisontests in Bahrain haben einen Hoffnungsschimmer geliefert: Hamilton sieht seine Mitarbeit an der Entwicklung des SF-26 als grundlegende Wende in seiner Beziehung zur Scuderia.
Hamiltons Schwierigkeiten 2025 hatten ihren Ursprung vor allem in einem Auto, das er ohne nennenswerten Einfluss übernehmen musste. Da er Mercedes erst nach dem Ende der Saison 2024 verließ, wurde der SF-25 ohne die Vorgaben oder das Feedback des Briten entwickelt – ein entscheidender Nachteil, wenn man sich an ein neues Team und ein neues Fahrzeug gewöhnen muss. So startete er praktisch damit, eine komplett neue Plattform zu erlernen, während er sich gleichzeitig an Ferraris Kultur und Arbeitsweise anpasste.
Diese Geschichte ändert sich 2026 grundlegend. „Letztes Jahr waren wir an ein Auto gebunden, das ich am Ende geerbt habe“, erklärte Hamilton während der Tests in Bahrain. „Dieses Auto hier konnte ich in den letzten zehn Monaten im Simulator mitentwickeln. Ein bisschen von meiner DNA steckt darin.“
Hamiltons Plan, das Blatt zu wenden, geht weit über die Performance auf der Strecke hinaus. Über den Winter stieß er mehrere organisatorische Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld an. Sein Renningenieur Riccardo Adami ist weitergezogen, zudem trennte sich Hamilton von seinem langjährigen Manager Marc Hynes. Diese Schritte stehen für einen methodischen Neustart, der seinen mentalen Zustand, seine körperliche Verfassung und sein technisches Umfeld optimieren soll.
„Ich habe diesen Winter viel Zeit damit verbracht, alles neu aufzubauen, mich neu auszurichten und meinen Körper und meinen Kopf wieder in eine deutlich bessere Verfassung zu bringen“, sagte der 41-Jährige beim Test-Debriefing am Mittwoch.

Der Reglementwechsel 2026 – mit einer komplett neuen Fahrzeuggeneration und frischen Ground-Effect-Vorgaben – sorgt für einen Neustart für alle. Das spielt Hamilton klar in die Karten: Er hat nicht mehr den Nachteil, sich an eine bereits bestehende Plattform anpassen zu müssen. Stattdessen ringen Ferrari und alle anderen Teams gleichzeitig mit ungewohnter Aerodynamik und neuen Power-Unit-Konfigurationen.
„Es ist einfach eine spannende Zeit mit dieser neuen Fahrzeuggeneration, weil alles komplett neu ist – wir versuchen alle, es unterwegs zu verstehen“, betonte Hamilton.
Vielleicht am aussagekräftigsten ist Hamiltons Entscheidung, seinen Ferrari-Vertrag zu verlängern – ein Bekenntnis, das auf unerschütterlichem Glauben basiert. „Deshalb habe ich einen längeren Vertrag unterschrieben, weil ich wusste: Meistens ist es ein Prozess“, sagte er. 2026 ist das letzte Jahr seines aktuellen Deals – und damit ein entscheidender Zeitpunkt, um zu zeigen, dass Ferrari mit seiner Verpflichtung richtig lag.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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