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Lewis Hamilton hat nach der Niederlage im Sprint-Duell von Silverstone gegen Mercedes-Pilot Kimi Antonelli auf ein kritisches Leistungsdefizit des Ferrari SF-26 hingewiesen. Er gab zu, dass er keine wirksame Antwort parat hatte, als der Italiener auf der Gegengeraden in Schlagdistanz kam.
Hamilton war von der Sprint-Pole gestartet und hatte die Anfangsphase kontrolliert. Er hielt Antonelli auf einem kontrollierbaren Abstand, während sich das Duo vom restlichen Feld absetzte. Doch diese frühe Souveränität hielt nicht an. Im Rennverlauf schloss Antonelli auf, erreichte das Ein-Sekunden-Zeitfenster für den Überholmodus und zog auf der Gegengeraden mühelos vorbei, während Hamilton keine Möglichkeit zur Verteidigung hatte.
Das Ergebnis markierte eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem Potenzial, das Ferrari über eine einzelne Runde gezeigt hatte – wie wir bereits in unserem Bericht darüber schrieben, wie Hamilton sich die Sprint-Pole für den Großen Preis von Großbritannien sicherte. Unter Rennbedingungen jedoch ließ sich die Schwäche, die Hamilton befürchtet hatte, nicht mehr verbergen.
Hamiltons Analyse nach dem Rennen war direkt und fokussiert. „Es war ein hartes Rennen, den Mercedes hinter mir zu halten“, sagte er. „Ich hatte bereits gestern gesagt, dass dies der Fall sein könnte, und da es heute so windig war – mit einem sehr starken Gegenwind auf der Gegengeraden – kam er einfach an mir vorbeigeflogen.“
Der siebenfache Weltmeister betonte, er habe alles aus dem Auto herausgeholt, räumte aber ein, dass Ferrari nicht über die Mittel verfügte, um Antonelli hinter sich zu halten, sobald der Mercedes nah genug für einen Angriff war.
„Ich habe so hart gepusht, wie ich konnte, ich habe absolut alles gegeben. Aber Glückwunsch an Kimi. Wir haben noch Arbeit vor uns, um die Lücke zu schließen, damit wir mithalten können.“
Hamilton wurde besonders deutlich, wo der SF-26 verwundbar war. Der entscheidende Abschnitt sei der Ausgang der Stowe-Kurvenkombination (Kurve 15) gewesen, wo die Gasannahme nicht den nötigen Vortrieb lieferte.
„Einer der kritischsten Punkte ist der Ausgang der Stowe-Kurve, Kurve 15“, erklärte Hamilton. „Man geht aufs Gas, aber es kommt keine Leistung, und genau dort hat er massiv aufgeholt, um dann in den Überholmodus zu schalten.“
Dieses Defizit erwies sich als entscheidend. Sobald Antonelli das Ein-Sekunden-Fenster erreicht hatte, wusste Hamilton, dass das Überholmanöver unvermeidlich war. „Sobald diese Barriere gefallen war, wusste ich, was passieren würde.“
Für Hamilton war der zweite Platz in Silverstone weniger eine verpasste Chance als vielmehr eine klare technische Warnung. Ferrari hatte zwar genug Pace, um das Rennen anfangs anzuführen, aber nicht genug Power, um dem anhaltenden Druck von Mercedes standzuhalten, wenn es darauf ankam.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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