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Lewis Hamilton hat eine trotzige Kampfansage veröffentlicht, die seine unerschütterliche Bindung an Ferrari und seine Zukunft in der Formel 1 unterstreicht – und damit Monate an Rücktrittsspekulationen direkt adressiert, die sich nach einer historisch schwierigen Saison 2025 weiter zugespitzt hatten. In einem kraftvollen Instagram-Statement nach dem Ende der Vorsaisontests in Bahrain lieferte der siebenfache Weltmeister eine unmissverständliche Botschaft: Er ist hier, um zu kämpfen – und an ein Aufhören denkt er nicht.
„Ich bin neu eingestellt und erfrischt. Ich gehe nirgendwohin, also bleibt bei mir“, schrieb Hamilton und ergänzte offen: „Für einen Moment habe ich vergessen, wer ich war, aber dank euch und eurer Unterstützung werdet ihr diese Denkweise nicht noch einmal sehen.“ Die Worte des 41-Jährigen wiegen besonders schwer angesichts der turbulenten Umstände rund um seine erste Ferrari-Saison.
Die Saison 2025 markierte einen beispiellosen Tiefpunkt in Hamiltons glanzvoller Karriere. Dem Briten gelang in allen 24 Rennen kein einziger Podestplatz – ein krasser Gegensatz zu seinem Vermächtnis als 105-facher Grand-Prix-Sieger. Mehrere Q1-Aus und ein siebter Platz in der Meisterschaft lösten breite Rücktrittsforderungen aus – von ehemaligen Rivalen und Stimmen aus der Branche, darunter Bernie Ecclestone und Nico Rosberg. Zusammen mit den Turbulenzen über den Winter – einschließlich der Versetzung seines Renningenieurs Riccardo Adami – wirkte das Narrativ eines Fahrers im endgültigen Abwärtstrend zunehmend plausibel.
Doch Hamilton weigerte sich, dieses Narrativ zu akzeptieren.
Was Hamiltons neue Überzeugung befeuert, ist die große Reglementreform der Formel 1 für 2026. Die neue Ära bringt eine nahezu 50:50-Aufteilung zwischen Verbrenner- und Elektroantrieb und stellt damit die Dynamik im Titelkampf grundlegend auf den Kopf. Entscheidend: Dieser Reset erinnert an die Hybrid-Ära von 2014 bis 2021 – genau jene Phase, in der Hamilton dominierte und sechs seiner sieben WM-Titel holte.

Die Vorsaisontests haben seinen Optimismus bestätigt. Ferraris SF-26 zeigte konkurrenzfähiges Tempo und Zuverlässigkeit; Charles Leclerc führte am letzten Testtag die Zeitenliste mit mehr als acht Zehnteln Vorsprung an. Die Scuderia scheint eine echte WM-Waffe gebaut zu haben – und Hamiltons Zuversicht wirkt angesichts des Autos, das er fahren wird, gut begründet.
Hamiltons Botschaft ist mehr als bloße Motivationsrhetorik. Sie steht für eine bewusste Kehrtwende weg von der Verletzlichkeit, die er zum Saisonende zeigte – als er BBC Radio 5 Live sagte, er freue sich „nicht“ auf 2026. Seine entschlossene Ansage – „Ich weiß, was zu tun ist. Das wird eine verdammt starke Saison“ – deutet auf einen Fahrer hin, der seinen Ansatz mental wie strategisch neu justiert hat.
Ob dieser Reset tatsächlich in einen Titelkampf mündet, bleibt offen. Doch eines ist unbestreitbar: Hamilton hat eine klare Linie gezogen. Die Debatte über seinen Rücktritt ist offiziell beendet. Jetzt folgt die Leistung, die entweder seine Überzeugung bestätigt – oder sie als Wunschdenken entlarvt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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