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Jolyon Palmer ist davon überzeugt, dass Ferrari perfekt aufgestellt ist, um beim Großen Preis von Monaco die sieglose Durststrecke der Saison 2026 zu beenden. Er beschreibt die Aussichten des italienischen Teams in den Straßen von Monte Carlo als „goldene Chance“ – eine Gelegenheit, die durch die spezifischen Eigenschaften des SF-26 begünstigt wird.
Der ehemalige Renault-Pilot sieht in Charles Leclerc den Mann, der dieses Ergebnis liefern kann, und nennt die besondere Verbindung des Monegassen zu seinem Heimrennen als entscheidenden Faktor.
„Ferrari wird dieses Jahr definitiv ein Rennen gewinnen“, sagte Palmer gegenüber Lottoland. „Das ist mein heißer Tipp so früh in der Saison. Ich glaube, sie haben in Monaco eine großartige Chance. Ich würde dabei auf Charles setzen, weil er für mich einfach ein Monaco-Spezialist ist, es sein Heimrennen ist und alles andere auch passt.“
Ferrari gehörte in den ersten fünf Saisonrennen 2026 zu den konstantesten Teams, sammelte vier Podestplätze und liegt derzeit auf dem zweiten Platz der Konstrukteurswertung. Doch ein erster Sieg blieb bisher aus – vor allem aufgrund der Einschränkungen der Antriebseinheit, die auf den schnellen, von langen Geraden geprägten Strecken des frühen Kalenders deutlich wurden.
Monaco ändert diese Gleichung grundlegend. Eine starke mechanische Balance, exzellente Kurvengeschwindigkeiten und eine herausragende Performance beim Start sind seit den Testfahrten vor der Saison die Markenzeichen des SF-26. Was dem Auto an reiner Geschwindigkeit auf den Geraden fehlt, ist auf einem Kurs, auf dem es schlicht keine langen Geraden gibt, nahezu irrelevant.
Zwei technische Elemente stärken Ferraris Chancen in Monaco zusätzlich. Die Entscheidung der Scuderia, einen kleineren Turbolader einzusetzen – konzipiert, um das Turboloch zu verringern und das Ansprechverhalten aus langsamen Kurven heraus zu verbessern –, sollte sich an einem Ort auszahlen, der von ständigem Beschleunigen und Bremsen geprägt ist. Und wie Kimi Antonelli selbst vor dem Monaco-Wochenende anmerkte, bietet Ferraris innovatives abgasgeblasenes Winglet – ein Bauteil, das den Abgasstrom nutzt, um den Luftstrom über den Diffusor zu beschleunigen und bei minimalem Luftwiderstand zusätzlichen Anpressdruck am Heck zu erzeugen – genau dort ein Plus an Grip, wo es am meisten benötigt wird.
„Der Ferrari ist nicht nur ein brillantes Chassis, er ist auch beim Start großartig, was im Moment immer noch ihr Vorteil ist“, so Palmer. „Die Antriebseinheit ist jedoch die Schwäche von Ferrari, und es ist für einen Fahrer sehr schwierig, darauf großen Einfluss zu nehmen. Aber Ferrari hat in Monaco eine goldene Chance zu gewinnen, einfach aufgrund der Art und Weise, wie ihr Auto konzipiert ist.“
Palmer betonte zudem, dass Monaco nicht die einzige realistische Chance für Ferrari sei. Da im weiteren Saisonverlauf noch einige kurvenreichere Strecken anstehen, sollten die Stärken des SF-26 weiterhin zur Geltung kommen – und mit Leclerc sowie Lewis Hamilton im Team verfügt die Scuderia über eine doppelte Bedrohung.
„Sie werden auch andere gute Strecken haben. Und wenn Lewis dranbleiben kann, selbst in seiner aktuellen Position, kann er nah dranbleiben und kämpfen“, fügte Palmer hinzu. „Man hat natürlich Monaco, aber auch andere Strecken – vielleicht Zandvoort oder Budapest, wo Charles letztes Jahr ebenfalls auf der Pole stand. Lewis hat in Ungarn eine großartige Bilanz. Sie können wirklich konkurrenzfähig sein.“
Für Palmer ist das Gesamtbild klar: Die Schwierigkeiten von Ferrari zu Saisonbeginn waren eher das Ergebnis einer ungünstigen Abfolge von leistungssensiblen Strecken als eine grundlegende Schwäche des Gesamtpakets.
„Ich denke, diese frühen Rennen der Saison waren wahrscheinlich eine ungünstige Mischung für Ferrari, da es viele leistungssensible Strecken gab, was nicht ihre Stärke ist. Wenn wir auf kurvenreichere Strecken kommen, werden wir Ferrari mit einer viel besseren Chance sehen.“
Da alles für einen faszinierenden Großen Preis von Monaco bereit ist, reisen Ferrari und Leclerc als echte Anwärter ins Fürstentum – und sollte Palmers Einschätzung korrekt sein, könnte das Warten auf den ersten Sieg 2026 bald ein Ende haben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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