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In nur 174 Tagen sollen beim Großen Preis von Spanien auf dem neu errichteten Madring in Madrid die Lichter ausgehen. Die 5,4 Kilometer lange Strecke entsteht auf und rund um das IFEMA-Messegelände im Westen der spanischen Hauptstadt und befindet sich weiterhin mitten im Bau – und zunehmend im Zentrum einer lokalen Debatte darüber, ob sie rechtzeitig fertiggestellt wird.
Während des Madrid E-Prix der Formel E besuchte RacingNews365 die Baustelle, um sich aus erster Hand ein Bild vom Fortschritt zu machen. Selbst als das Tageslicht langsam der Dämmerung wich, war das Ausmaß der Herausforderung unübersehbar. Bagger, Kräne und schweres Gerät prägen das Bild und verdeutlichen die Dimension des laufenden Projekts.
Die Hälfte der Strecke verläuft rund um den IFEMA-Komplex, der restliche Teil führt über die M-11-Autobahn. Zwar ist jenseits der Autobahn bereits erster Asphalt zu sehen, doch große Bereiche rund um das IFEMA-Gelände gleichen weiterhin einer klassischen Großbaustelle. Der vollständige Streckenverlauf ist derzeit noch nicht komplett asphaltiert.

Trotz des unfertigen Erscheinungsbilds sind deutliche Meilensteine erkennbar.
Der Bau des Paddock-Gebäudes schreitet voran, und eine Beton-Start-und-Ziel-Gerade nimmt zunehmend Gestalt an. Das Fahrerlager wird besonders markant sein: Die Teamgaragen entstehen beidseitig des Haupteingangs der IFEMA – ein architektonisches Merkmal, das sich klar von herkömmlichen Formel-1-Anlagen abhebt.
RacingNews365 konnte zu Fuß jenen Abschnitt der künftigen Strecke begehen, der von Kurve 18 bis Kurve 6 reicht; die übrigen Teile waren nicht zugänglich.
Zu den auffälligsten Designelementen zählt ein Tunnel unter der M-11-Autobahn, der die beiden Streckenhälften miteinander verbindet. Ebenso markant ist der Auftaktkomplex – die ersten beiden Kurven –, die in ihrem derzeitigen Zustand alles andere als eine flüssige Anfangsschikane erkennen lassen.
Zwischen Kurve 12 und 17 sind deutliche Fortschritte sichtbar, dort wurden bereits Abschnitte asphaltiert. Laut dem jüngsten Update vom 9. Februar verlaufen die Bauarbeiten im Rahmen des vorgesehenen Zeitplans.
„Der Bau des Madring-Stadtkurses schreitet planmäßig voran.“

Mit der Asphaltierung wurde im Abschnitt vom Ausgang von Kurve 12 – bekannt als La Monumental – bis zu Kurve 17 begonnen, kurz vor der Tunneleinfahrt, die IFEMA Madrid mit Valdebebas verbindet. Dieser Sektor gilt als einer der schnellsten Teile der Strecke und kombiniert Hochgeschwindigkeitskurven mit deutlichen Höhenunterschieden.
Die verbleibenden Streckenabschnitte sollen in den kommenden Wochen schrittweise asphaltiert werden. Die überhöhte Kurve wird aufgrund ihrer Komplexität und der erforderlichen Spezialbehandlung bewusst erst zum Schluss fertiggestellt.
Die Bauarbeiten begannen offiziell im April vergangenen Jahres. Den Anwohnern ist bewusst, dass die Strecke zwei Wochen vor dem Formel-1-Rennen fertiggestellt sein muss, um die Homologation zu erhalten.
In Madrid gehen die Meinungen deutlich auseinander.

Auf die Frage, ob die Strecke rechtzeitig fertig werde, reagierte ein Anwohner mit einem Lachen und sagte: „Auf keinen Fall wird sie rechtzeitig fertig.“ Andere zeigten sich optimistischer und verwiesen darauf, dass Straßenbauarbeiten üblicherweise in den Sommermonaten durchgeführt werden. Einige meinten zudem, sollte das Projekt in Verzug geraten, verfüge die Stadt über die finanziellen Mittel, zusätzliches Personal einzusetzen, um die Fertigstellung sicherzustellen.
Nach ihrer Fertigstellung soll der Madring eine besondere Herausforderung bieten, angeführt von seiner markanten Steilkurve und dem durch die Autobahn geteilten, abwechslungsreichen Layout. Der aktuelle Zustand der Baustelle macht jedoch deutlich, wie viel Arbeit noch bevorsteht.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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