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Mario Andretti hat Cadillacs erste Rennen in der Formel 1 optimistisch bewertet und dabei klare Fortschritte hervorgehoben, während sich das US-Team auf den Großen Preis von Japan vorbereitet.
Nach einem langwierigen Genehmigungsprozess stieß Cadillac 2026 als elftes Team zum Starterfeld. Von Beginn an wurden die Erwartungen bewusst realistisch gehalten. Im Vordergrund standen Stabilität und eine kontinuierliche Entwicklung statt sofortiger Top-Ergebnisse.
Im Podcast Drive to Wynn räumte Andretti ein, dass vor dem Saisonauftakt in Melbourne eine spürbare Anspannung geherrscht habe.
„Es gab eine Menge Nervosität, gar keine Frage“, sagte er. „Aber gleichzeitig standen wir dort und alle blickten nach vorn – ob man es glaubt oder nicht – und waren einfach dankbar, es überhaupt bis hierher geschafft zu haben.“
Für Andretti war allein der Start im Feld bereits ein Meilenstein. Doch kaum war dieser erreicht, richtete sich sein Fokus auf die sportliche Glaubwürdigkeit.
„Ich wollte einfach sehen, wie wir im Vergleich zu den anderen Teams aussehen. Und wissen Sie was? Cadillac wirkte in jeder Hinsicht so, als würden sie dazugehören – von der Präsentation bis zur Umsetzung, einfach alles.“
Obwohl es sich offiziell um einen Neueinstieg handelt, betonte Andretti, dass Cadillac keineswegs unerfahren sei. Die Führungsstruktur des Teams biete eine stabile Basis und umfangreiches Know-how.
Teamchef Graeme Lowdon und Berater Pat Symonds hob er als Schlüsselfiguren hervor – erfahrene Insider, die „das alles schon erlebt haben“. Ihre Präsenz habe geholfen, wie Andretti es formulierte, „wirklich gute, solide Talente“ von anderen Teams zu gewinnen.
Diese Mischung aus frischem Ehrgeiz und etablierter Expertise machte Andretti stolz auf den ersten Auftritt der Mannschaft.
„Es ist ein neues Team, aber dort steckt viel Erfahrung“, sagte er. „Ich war ehrlich gesagt stolz und sehr zufrieden zu sehen, wie sie gearbeitet haben. Hier und da gab es kleinere Probleme, aber damit muss man umgehen.“
Auch die Unterstützung durch das Top-Management von Cadillac beim Auftaktrennen unterstrich die Aufbruchsstimmung rund um das Projekt.
Auf der Strecke spiegelten die Resultate die Realität eines neu formierten Teams wider. In Australien lautete das Ziel schlicht, die Zielflagge zu sehen. Dieses Vorhaben blieb jedoch unerfüllt, Valtteri Bottas gehörte zu sechs Fahrern, die das Rennen nicht beenden konnten.
Die zweite Runde in China brachte hingegen greifbare Fortschritte. Beide Fahrzeuge erreichten das Ziel: Bottas wurde auf dem Shanghai International Circuit als 13. gewertet, Teamkollege Sergio Perez als 15. Bemerkenswert ist, dass sieben weitere Fahrer entweder ausfielen oder gar nicht erst starteten.
Auch die Leistung im Qualifying wertete Andretti als messbaren Schritt nach vorn.
„Das zweite Rennen war in China definitiv etwas besser, beide Autos im Ziel, und auch im Qualifying: Statt vier Sekunden Rückstand waren es zwei Sekunden. Das ist immer noch viel, aber es ist eine Verbesserung“, erklärte er.
Die Halbierung des Abstands zur Spitze lässt Cadillac zwar weiterhin außerhalb der unmittelbaren Konkurrenz erscheinen, doch im Kontext eines brandneuen Teams ist die Richtung klar erkennbar.
Andrettis Ausblick bleibt bodenständig, aber positiv. Das Ziel sei es, bei jeder Veranstaltung im Laufe der Saison kleine Fortschritte zu erzielen.
„Genau das wollen wir in jedem Rennen erreichen, während wir uns durch die Saison arbeiten.“
Für Cadillac steht kurzfristig vor allem Konstanz im Mittelpunkt – Rennen beenden, Abläufe verfeinern und die Leistungsdifferenz weiter verkleinern. Vor Japan geht es daher weniger um Schlagzeilen als um den nächsten Beweis, dass das Team seinen Platz in der Formel 1 verdient hat – und sich Schritt für Schritt nach vorn arbeitet.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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