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Nikola Tsolov sicherte sich den Sieg im Formel-2-Sprintrennen am Wochenende des Großen Preises von Großbritannien. Nach einer hart umkämpften Aufholjagd von Startplatz sechs gelang ihm in Silverstone ein entscheidender Sieg in der Schlussphase. Der Bulgare kam vor Gabriele Mini und Rafael Villagomez ins Ziel. Dieses Ergebnis sorgt dafür, dass Tsolov vor dem Hauptrennen am Sonntag punktgleich mit Mini an der Spitze der Meisterschaft liegt.
Die Startaufstellung für den Sprint ergab sich aus der Umkehrung der Top 10 des Qualifyings, was dem Meisterschaftsführenden Mini die Pole-Position neben Ritomo Miyata einbrachte. Damit war Mini in einer starken Ausgangslage, um seinen Vorsprung auszubauen, während Tsolov von Platz sechs aus einen deutlich schwierigeren Weg nach vorne vor sich hatte. Der breitere Kontext war bereits durch das Qualifying gesetzt worden, in dem Rafael Câmara die Pole holte, wie wir in unserem Bericht über Câmaras entscheidende F2-Qualifying-Leistung in Silverstone bereits beleuchtet haben.
Mini erwischte einen sauberen Start und sicherte sich sofort die Führung, während Miyatas Rennen bereits in den ersten Kurven an Fahrt verlor und er mehrere Plätze einbüßte. Villagomez rückte auf den zweiten Platz vor, doch Tsolov war sofort im Angriffsmodus und kämpfte sich nach seinem Start aus der dritten Reihe fast unmittelbar in Podestnähe.
Das Rennen wurde nach einer Kollision zwischen Sebastian Montoya und John Bennett neutralisiert. Beide Fahrer waren in einen Zwischenfall im Kiesbett nahe der Start-Ziel-Geraden verwickelt, was das Safety-Car auf den Plan rief. Nach sechs Runden unter Gelb wurde das Rennen in Runde 7 wieder freigegeben, wobei Mini weiterhin führte.
Beim Restart behauptete sich Mini in Kurve 1, doch der Druck von hinten nahm zu. Tsolov setzte zu einem mutigen Manöver gegen Villagomez an, um sich den zweiten Platz zu sichern. Er bremste spät und brachte sich damit direkt hinter seinen größten Meisterschaftsrivalen.
Weiter hinten erhielt Martinius Stenshorne eine 10-Sekunden-Strafe für eine frühe Kollision mit Rafael Camara, während Miyata im Feld weiter zurückfiel. Bis Runde 13 stand er unter ständigem Druck von Roman Bilinski und Dino Beganovic, wobei sich hinter ihm ein DRS-Zug bildete.
Bilinski überholte schließlich Miyata in Stowe, bevor auch Beganovic und Dunne noch vor Ende der 14. Runde vorbeizogen. An der Spitze war Tsolov in das DRS-Fenster von Mini eingedrungen, was die Schlussphase zu einem direkten Duell um den Sieg machte.
Mini verteidigte sich robust gegen die wiederholten Angriffe von Tsolov, während Villagomez nah genug dran war, um bei einem Fehler der Führenden gefährlich zu werden. Auch Kush Maini legte ein hohes Tempo vor und erhöhte den Druck auf die Spitze zusätzlich.
Tsolov versuchte es in der vorletzten Runde erneut, doch Mini hielt die Position. Der entscheidende Moment kam in der letzten Runde, als Mini in Kurve 1 einen massiven Verbremser hatte. Tsolov nutzte die Gelegenheit sofort, zog an ihm vorbei und konnte sich an der Spitze absetzen.
Mini wehrte sich gegen den späten Druck von Villagomez und sicherte sich den zweiten Platz, doch der Sieg ging an Tsolov. Was noch wichtiger ist: Das Ergebnis sorgt dafür, dass der Meisterschaftskampf vor dem längeren Hauptrennen völlig ausgeglichen ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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