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Mercedes mag zwar weiterhin die Formel-1-Saison 2026 anführen, doch Lando Norris glaubt, dass Ferraris jüngster Aufschwung eine potenziell entscheidende Schwäche im restlichen Feld offengelegt hat: Die Chassis-Performance der Scuderia befindet sich bereits auf einem Niveau, das die Konkurrenz nicht erreichen kann.
Die „Silberpfeile“ starteten mit einer beeindruckenden Serie in die Saison und gewannen durch George Russell und Kimi Antonelli die ersten sechs Grands Prix. Diese Serie endete in Barcelona, wo Lewis Hamilton den ersten Ferrari-Sieg der Saison einfuhr, nachdem bereits zwei aufeinanderfolgende zweite Plätze auf einen Durchbruch hingedeutet hatten.
Das umfassend verbesserte Paket von Ferrari beeindruckte die Konkurrenz sofort. McLaren hat das Ausmaß dieses Fortschritts bereits anerkannt. Andrea Stellas Einschätzung, dass Ferrari nun über das beste Chassis der Formel 1 verfügt, wurde hier im Detail beleuchtet: Stella: Ferrari hat nach Hamiltons Sieg in Barcelona das beste F1-Chassis.
Die verbleibende Frage ist die Motorleistung. Laut aktuellen ADUO-Ergebnissen, auf die im Fahrerlager verwiesen wird, ist Red Bull der Maßstab bei den Motoren, Mercedes liegt 2–4 % dahinter und Ferrari mehr als 4 % zurück. Dieser Rückstand gibt Ferrari zwei Upgrade-Token – ein potenziell bedeutender Hebel, wenn das Chassis bereits so stark ist, wie die Konkurrenz befürchtet.
Norris, der in Barcelona hinter Hamilton und Russell als Dritter ins Ziel kam, äußerte sich unverblümt über die Bedrohung.
„Wir können von Glück sagen, dass Ferrari im Moment keinen besseren Motor hat“, sagte der McLaren-Pilot gegenüber Sky Sports. „Wenn sie einen besseren Motor hätten, würden sie dominieren.“
Seine Einschätzung war keineswegs übertrieben. Norris bezeichnete Ferrari derzeit als „das Maß der Dinge in Sachen Kurven-Performance“ und gab zu, dass McLaren noch „einen sehr, sehr weiten Weg“ vor sich habe.
„Wenn sie auf der Motorseite Verbesserungen erzielen, werden sie alle in den Schatten stellen“, fügte er hinzu. „Wir müssen uns wirklich reinhängen und sehen, welche Verbesserungen wir vornehmen können.“
Norris’ Podiumsplatzierung wurde durch den späten Ausfall von Antonelli und den Q3-Unfall von Charles Leclerc begünstigt, doch die zugrunde liegende Sorge war deutlich: Der Rückstand von McLaren auf Mercedes und Ferrari wächst.
Oscar Piastri wurde Fünfter, 35 Sekunden hinter dem Podium und 59 Sekunden hinter Hamilton. Er sagte, McLaren und Ferrari seien zu Beginn der Saison nah beieinander gewesen, aber Ferraris neueste Teile hätten in Barcelona stark funktioniert.
Piastri verwies auch auf die Rennbedingungen. Wenig Grip und empfindliche Reifen, so sagte er, spielten Ferrari aufgrund des hohen Abtriebs in die Karten, auch wenn dies mit einem höheren Luftwiderstand verbunden sei.
McLaren verlässt Barcelona als Dritter in der Gesamtwertung, 121 Punkte hinter Mercedes und 49 Punkte hinter Ferrari, während man einen Vorsprung von 52 Punkten auf Red Bull hält. Die Botschaft der Fahrer ist eindeutig: Ferrari hat einen Schritt nach vorne gemacht, und McLaren muss schnell reagieren.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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