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Nyck de Vries gab zu, dass er bei den 24 Stunden von Le Mans mehrfach befürchtete, der Toyota mit der Startnummer 7 sei „aus dem Rennen“, bevor er ein schwieriges Rennen in einen emotionalen ersten Gesamtsieg verwandeln konnte.
Der Niederländer teilte sich den siegreichen Toyota mit Kamui Kobayashi und Mike Conway, die beide bereits frühere Sieger des Events waren. Das Trio setzte sich gegen den BMW mit der Startnummer 20 und den Schwester-Toyota mit der Nummer 8 durch, der von Sebastien Buemi ins Ziel gebracht wurde. Das Ergebnis krönte ein Rennen auf dem Circuit de la Sarthe, das von Druck, Aufholjagden und Widerstandsfähigkeit geprägt war.
Für Toyota war der Sieg alles andere als ein Selbstläufer. Beide Autos waren im hinteren Teil des Hypercar-Feldes gestartet, was bedeutete, dass das Team in einem der anspruchsvollsten Langstreckenrennen der Welt einen erheblichen Rückstand aufholen musste. Strategie und Renntempo brachten beide Fahrzeuge allmählich zurück in den Kampf, doch die Crew der Nummer 7 musste Rückschläge überwinden, die ihre Siegchancen immer wieder zunichtezumachen drohten.
Wie in unserer ausführlicheren Berichterstattung über den Sieg von Toyota bei den 24 Stunden von Le Mans berichtet, war der Weg des Autos mit der Nummer 7 an die Spitze ebenso sehr von der Umsetzung wie von der reinen Geschwindigkeit geprägt.
Das erste große Problem war ein Reifenschaden, ein früher Rückschlag, der die Crew wertvolle Zeit kostete. Noch schwerwiegender war ein Sensorfehler, der das Auto über weite Strecken des Rennens an Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden kostete und im Team ernsthafte Sorgen aufkommen ließ, ob der Leistungsrückstand zu groß sein würde, um ihn auszugleichen.
De Vries machte keinen Hehl daraus, wie fragil die Situation aus seiner Sicht während des Rennens war.
„Ehrlich gesagt dachte ich viele Male, dass wir aus dem Rennen sind“, erklärte er. „Ich meine, wir hatten einen frühen Reifenschaden, wir hatten ein Sensorproblem, das uns viel Geschwindigkeit auf den Geraden kostete, also hatten wir Angst, nicht wirklich die Geschwindigkeit und das Tempo zu haben.“
Doch das Rennen kippte wieder zugunsten von Toyota, was die kompromisslose Natur von Le Mans unterstreicht: Kein Vorsprung ist sicher und kein Rückschlag ist zwangsläufig das Ende, bis die Zielflagge fällt.
„Aber es zeigt einfach, dass Le Mans niemals endet, bis es wirklich vorbei ist“, sagte de Vries.
Für de Vries hatte der Sieg eine klare emotionale Bedeutung, nicht nur, weil es sein erster Gesamtsieg war, sondern auch wegen der kollektiven Anstrengung, die dahintersteckte. Er betonte, dass die Stärke der Zusammenarbeit innerhalb der Crew der Nummer 7 entscheidend für das Ergebnis war.
„Es ist eine kollektive Leistung, und wir arbeiten jetzt seit zweieinhalb Jahren zusammen, und die Dynamik zwischen uns ist großartig“, sagte er. „Jeder ergänzt den anderen, also ist es einfach pure Freude.“
In einem Rennen, in dem Toyota sich vom Ende des Hypercar-Feldes zurückkämpfen und technische Widrigkeiten bewältigen musste, war der Sieg der Nummer 7 ein Beweis für Gelassenheit unter Druck. De Vries mag mehr als einmal befürchtet haben, dass der Sieg außer Reichweite war, aber Le Mans hatte noch eine letzte Antwort parat.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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