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Pierre Gasly hat in Monza eine historische Qualifying-Leistung gezeigt und sich die erste Pole-Position seiner Formel-1-Karriere gesichert – ausgerechnet auf jener Strecke, auf der er einst seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte. Der Alpine-Pilot setzte sich in einem packenden Q3-Showdown mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,060 Sekunden gegen George Russell durch.
Russell setzte mit einer Rundenzeit von 1:21,929 Minuten zunächst die Richtmarke und schob sich vor Oscar Piastri, Gasly und Charles Leclerc an die Spitze. Da jedoch weniger als zwei Zehntelsekunden die gesamten Top 10 trennten, wurden Streckenposition und die richtige Windschattentaktik zum rennentscheidenden Faktor.

Mercedes versuchte diesen Vorteil über Kimi Antonelli auszuspielen, der nach einer Motorenstrafe ohnehin aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen muss. Antonelli sollte Russell über die 5,8 Kilometer lange Runde von Monza den entscheidenden Windschatten spenden. Doch Gasly konterte perfekt: Er nutzte den Windschatten von Ferrari-Pilot Lewis Hamilton für den entscheidenden Versuch der Session und verdrängte Russell noch von Platz eins.
Piastri und Leclerc komplettierten die Top Fünf vor Hamilton und Max Verstappen. Antonelli belegte im Zeittraining Rang sieben, wird diese Position jedoch strafbedingt abtreten müssen, wodurch Franco Colapinto aufrückt. Auch Arvid Lindblad gewinnt einen Platz und rückt von Startplatz zehn auf Rang neun vor.

Das Qualifying-Ergebnis bleibt indes vorläufig, da auch Liam Lawsons Grid-Strafe beim Italien-GP für zusätzliche Verschiebungen im hinteren Teil des Feldes sorgt. Lawson wird nach einem Motorwechsel neben Antonelli starten. Zudem muss Piastri nach Platz drei im Qualifying bei den Rennkommissaren vorsprechen.
Lando Norris kam über einen enttäuschenden neunten Rang nicht hinaus, nachdem er keinen Windschatten von Teamkollege Piastri erhalten hatte. Der Australier verbremste sich in Kurve 1, ruinierte damit seine eigene Runde und ließ Norris ohne Windschattenspender im Wind stehen. Beide McLaren-Piloten hatten beim Anbremsen der ersten Schikane zu kämpfen; Piastri droht zudem eine Untersuchung wegen mutmaßlicher Behinderung von Liam Lawson.
Ferrari erlebte ein nervenaufreibendes Q2. Hamilton geriet offenbar in den Verkehr und fand sich in der Gefahrenzone wieder, während Leclerc auf Rang neun lag und sich nicht mehr steigern konnte. Am Ende fand Hamilton doch noch eine halbe Zehntelsekunde, schaltete Gabriel Bortoleto um lediglich 0,001 Sekunden aus und sicherte so beiden Ferrari-Piloten den Einzug in das finale Stechen.
Gabriel Bortoleto qualifizierte sich auf Rang elf, knapp vor Haas-Pilot Oliver Bearman, der mit einem überarbeiteten Boliden samt Power-Unit-Update antrat. Lawson belegte Rang 13, gefolgt von Nico Hülkenberg, Carlos Sainz und Esteban Ocon.
Yuki Tsunoda scheiterte bereits in Q1 auf Rang 17, nachdem ihm keine fehlerfreie Runde gelungen war. Sainz schaffte den Sprung in den nächsten Abschnitt um 0,139 Sekunden – unterstützt durch Windschatten von Alex Albon. Die Cadillac-Piloten Valtteri Bottas und Sergio Perez reihten sich vor den beiden Aston-Martin-Fahrern Fernando Alonso und Lance Stroll ein. Alonso konnte seinen letzten Versuch wegen eines Problems mit der Honda-Power-Unit nicht mehr zu Ende fahren.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.