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Ralf Schumacher hat nach der Aberkennung des Sieges von Max Verstappens Team am Nürburgring deutliche Kritik an Winward Racing geübt und den folgenschweren Fehler des Rennstalls als „riesigen Anfängerfehler“ bezeichnet.
Team Verstappen, eingesetzt von Winward Racing in einem Mercedes GT3, überquerte am vergangenen Wochenende mit Dani Juncadella und Jules Gounon, die sich das Cockpit mit Verstappen teilten, als Erste die Ziellinie.
Doch die Freude währte nur kurz. Stunden nach der Zielflagge wurde bekannt, dass das Team im Rennen sieben Reifensätze verwendet hatte, obwohl das Reglement lediglich sechs erlaubte. Der Verstoß führte zur sofortigen Disqualifikation und machte einen hart erkämpften Sieg nachträglich zunichte.

Im Backstage Boxengasse Podcast nahm Schumacher kein Blatt vor den Mund.
„Das war ein riesiger Anfängerfehler, ein Fehler des Teams“, sagte er.
Schumacher verwies dabei auf seine persönliche Verbindung zum Rennstall.
„Ich kenne das Team, mein Sohn (David) ist dort auch gefahren. Ich kenne auch den Teammanager.“
Seine Kritik ging jedoch noch weiter und ließ durchblicken, dass ihn der Vorfall nicht völlig überraschte.
„Es überrascht mich nicht, dass so etwas passiert ist. In der Vergangenheit ist dort einiges vorgekommen. Man nimmt es offenbar nicht so genau und setzt andere Prioritäten, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – deshalb überrascht mich das überhaupt nicht.“
Für Schumacher hätte allein die Teilnahme eines Topstars wie Verstappen höchste Sorgfalt erfordert.
„Wenn Max Verstappen mitfährt, kontrolliert man alles zwei- oder sogar dreimal – und dann verzählt man sich bei einem Reifensatz oder trifft die falsche Entscheidung.“
Den Patzer verglich er mit einem der berüchtigtsten Boxenfehler der Formel-1-Geschichte.
„Das ist genauso schlimm wie damals, als Ferrari zu einem Boxenstopp mit nur drei Reifen bereitstand. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Sechs Reifensätze, sechs – das muss klar sein.“
Aus Schumachers Sicht war der Fehler ebenso grundlegend wie vermeidbar – ein organisatorisches Versäumnis, das dem Team den Sieg am Ende aus formalen Gründen kostete und nicht wegen mangelnder Leistung auf der Strecke.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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