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George Russell setzte im ereignisreichen zweiten freien Training zum Großen Preis von Italien in Monza die Bestzeit. Charles Leclerc belegte den zweiten Rang, während Lokalmatador Kimi Antonelli die Top 3 komplettierte. Damit lieferte Mercedes die wichtigste Schlagzeile des Nachmittags, während Ferrari vor den heimischen Tifosi in Schlagdistanz blieb.
Antonelli setzte zu Beginn der zweiten Trainingsstunde mit einer Zeit von 1:23,417 Minuten die erste echte Richtmarke. Er behauptete sich zunächst vor Russell, während Arvid Lindblad mit einer vielversprechenden Pace auf Platz drei vorstieß. Alle weiteren Hintergründe zum Rennwochenende finden Sie in unserer Vorschau auf den Großen Preis von Italien.
Für Cadillac setzte sich der schwierige Nachmittag derweil fort: Sergio Pérez blieb an der Box, nachdem Colton Herta bereits im FP1 auf der Strecke ausgerollt war. Auch Lando Norris erlebte eine Schrecksekunde, als Lance Stroll auf der Geraden vor ihm herüberzog und den McLaren-Piloten ins Gras zwang, um eine Kollision zu verhindern.
Zur Halbzeit der Session übernahm Russell auf den weichen Reifen mit einer 1:22,686 die Führung. Lindblad belegte kurzzeitig Rang drei, ehe Yuki Tsunoda, der an diesem Wochenende als Ersatzfahrer antritt, mit einer 1:23,455 an ihm vorbeizog. Anschließend erhöhte Ferrari die Schlagzahl: Leclerc erzielte die vorläufige Bestzeit, Lewis Hamilton schob sich auf Rang vier vor, ehe ihn Norris verdrängte. Russell konterte jedoch mit einer weiteren starken Runde und holte sich Platz eins zurück.
20 Minuten vor Trainingsende führte Russell vor Leclerc, Antonelli, Norris, Hamilton, Oscar Piastri, Lindblad, Max Verstappen, Tsunoda und Franco Colapinto. Red Bull hatte jedoch sichtbare Mühe, das Tempo der Spitzenreiter mitzugehen. Verstappen beklagte sich wiederholt über die Balance des Autos, das sich deutlich unruhiger und sprunghafter verhalte als zuvor. Liam Lawson kam über Rang elf nicht hinaus und konnte sich nicht weiter verbessern.
Zehn Minuten vor dem Ende verlor Leclerc das Heck und drehte sich, was auf den voll besetzten Tribünen kurz für Aufregung sorgte, ehe er die Fahrt fortsetzen konnte. Später landete Colapinto im Kiesbett, schlug jedoch nicht in die Streckenbegrenzung ein. Für Gabriel Bortoleto war das Training vorzeitig beendet, als sein Audi mit einem Motorenproblem ausrollte.
Weder die Zwischenfälle der Schlussphase noch die finalen Runden brachten mehr Bewegung ins Tableau. Russell beendete die Session als Schnellster vor Leclerc, Antonelli, Norris und Hamilton. Mercedes sicherte sich somit die Führung, doch Ferrari lauert dicht dahinter – das Kräfteverhältnis für das restliche Wochenende in Monza verspricht Hochspannung.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.