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F1 ACADEMY hat seit ihrer Gründung im Jahr 2023 eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. Was als Serie begann, die vor leeren Tribünen und mit minimaler TV- und Streaming-Präsenz fuhr, hat sich zur dynamischsten Nachwuchsplattform im Motorsport entwickelt – und startet nun mit beispiellosem Rückenwind und breiter Unterstützung aus der Branche in ihre vierte Saison. Susie Wolff, Managing Director der Serie, war maßgeblich daran beteiligt, diesen Wandel zu gestalten. Sie nutzte ihre besondere Perspektive als ehemalige Rennfahrerin und Teamchefin, um eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige Meisterschaft aufzubauen.
Die Zahlen unterstreichen den enormen Fortschritt. Laut der Global F1 Fan Survey 2025 ist die F1 ACADEMY inzwischen die zweitmeistgefolgte Rennserie weltweit – nur die Formel 1 liegt davor. Dieses explosive Wachstum spiegelt einen größeren kulturellen Wandel im Motorsport wider: Fahrerinnen sind nicht länger eine Randnotiz, sondern feste Bestandteile einer funktionierenden Talent-Pipeline.

Anders als viele Nachwuchsserien, die finanziell zu kämpfen haben, konnte die F1 ACADEMY namhafte Partnerschaften gewinnen – darunter Marken, die zuvor kaum Interesse am Motorsport gezeigt hatten. Die Partnerschaft mit Charlotte Tilbury im Jahr 2024 wurde zur meistengagierten Motorsport-Kooperation dieses Jahres und räumte mit überholten Vorstellungen auf, wonach Weiblichkeit und kompromissloser Wettbewerb nicht zusammenpassen. Weitere Partnerschaften mit American Express, Gatorade, TAG Heuer und der LEGO Group haben das kommerzielle Potenzial der Serie zusätzlich untermauert.
Die Saison 2025 markierte einen Wendepunkt: Jedes Formel-1-Team verpflichtete sich, mindestens eine Fahrerin zu unterstützen – und verankerte die Serie damit fest im Ökosystem des Sports. Diese institutionelle Rückendeckung bestätigt die sportliche Glaubwürdigkeit der F1 ACADEMY und signalisiert zugleich das ernsthafte Engagement der Formel 1 für die Förderung von Fahrerinnen.

Die Glaubwürdigkeit der Serie beruht nicht nur auf Sponsorengeldern, sondern auf messbaren Karriereschritten der Fahrerinnen. Die Meisterin 2024, Abbi Pulling, fährt inzwischen in der GB3 für Rodin Motorsport und ist zugleich Development Driver bei Nissan Formula E, während die Meisterin 2025, Doriane Pin, sich eine Rolle als Mercedes Development Driver sowie Einsätze in der ELMS gesichert hat. Diese Laufbahnen zeigen, dass Erfolg in der F1 ACADEMY in echte Chancen auf höheren Ebenen des Motorsports mündet.
Das wachsende Starterfeld – 2026 sind es 18 Autos – spiegelt die zunehmende Beteiligung von Frauen entlang der gesamten Motorsport-Pyramide wider. Wolff betont, dass die Erweiterung des Feldes den Aufbau einer globalen Talentdatenbank erforderte, um ausreichend Tiefe sicherzustellen – eine Aufgabe, die ihr Performance-&-Talent-Development-Team mit großer Sorgfalt betreut.

Wolff hat die Mission der F1 ACADEMY bewusst über das Ziel hinaus erweitert, eine einzelne Frau in die Formel 1 zu bringen. Stattdessen liegt der Fokus auf strukturellem Wandel, der Stärkung der Talent-Pipeline und einer kulturellen Transformation im gesamten Sport. Diese größere Vision zieht Investitionen und Partnerschaften an – und vor allem inspiriert sie die nächste Generation von Fahrerinnen, die nun einen realistischen Weg in die Spitze des Motorsports vor Augen hat.
Der Wandel, auf den Wolff verweist, ist mehr als organisatorisches Wachstum: Er zeigt, dass der Motorsport weibliches Talent grundlegend anerkennt – und gezielt in es investiert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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