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F3 Madrid: Taito Kato rast mit 12 Millisekunden Vorsprung auf Pole
Taito Kato holt am Madring mit 12 Millisekunden Vorsprung auf Pedro Clerot die F3-Pole. Ugochukwu wird Vierter, Titelrivale Slater nur 17.

Taito Kato hat sich im Qualifying-Krimi für das erste Hauptrennen des Formel-3-Saisonfinales in Madrid die Pole-Position gesichert – mit einem hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 12 Millisekunden. Der Fahrer von ART Grand Prix verwies Pedro Clerot (Rodin Motorsport) auf den zweiten Platz, während Tuukka Taponen (MP Motorsport) das Podium der Session komplettierte.
Ugo Ugochukwu von Campos Racing, einer der aussichtsreichsten Titelaspiranten, qualifizierte sich auf dem vierten Rang, gefolgt von Enzo Deligny (VAR) auf Platz fünf. Dieses Ergebnis verschafft Ugochukwu eine hervorragende Ausgangsposition für die Rennen am Samstag, zumal der Titelkampf beim Saisonabschluss unter enormer Anspannung steht. Eine detaillierte Übersicht zur Meisterschaftslage finden Sie im Beitrag Formel-3-Finale 2026 in Madrid: Showdown um den Titel.
Das Zeittraining wurde abweichend vom sonst üblichen 30-Minuten-Format in zwei separate Sessions über jeweils 20 Minuten unterteilt. Auf dem engen und anspruchsvollen Madring ließ dieses verkürzte Zeitfenster kaum Raum für Fehler. Die Piloten waren gezwungen, das optimale Betriebsfenster der Reifen sofort zu treffen und jede fliegende Runde voll auszuschöpfen.
Slater im Pech, Kato mit der perfekten Antwort
Kato setzte früh die erste Richtmarke mit einer Rundenzeit von 1:51,127 Minuten, mit der er zunächst einen komfortablen Vorsprung von fast einer Sekunde herausfuhr. Bruno del Pino und Enzo Deligny schoben sich daraufhin in die Spitzengruppe, während PREMA-Pilot Alex Powell bis auf ein Zehntel an die vorläufige Bestzeit herankam.
Die Hauptanwärter auf die vorderen Plätze hatten ihre schnellsten Versuche noch vor sich, doch Freddie Slater und Ugochukwu schafften im ersten Anlauf lediglich den Sprung in die Top 5. Anschließend setzte Clerot ein dickes Ausrufezeichen: Er unterbot Katos Zeit um 92 Millisekunden und übernahm zur Mitte der Session die Führung.
Für Slater entwickelte sich die Qualifikation derweil zum Desaster. Er meldete Fahrwerksprobleme über den Funk und steuerte die Box an, um einen neuen Hinterreifen montieren zu lassen. Wie der Brite später erklärte, zog das Auto schief („crabbing“), was ihn bis außerhalb der Top 12 zurückwarf. Für einen letzten Rettungsversuch blieb ihm nur noch ein einziger schneller Umlauf, bei dem er in den Kurven 1 und 2 jedoch zu weit nach außen geriet. Am Ende reichte es lediglich für Startplatz 17.
Ugochukwu hingegen zeigte eine späte Steigerung und schob sich auf Rang vier nach vorn. Doch Kato hatte die passende Antwort parat: Mit einem bärenstarken Schlusssektor entriss er Clerot die Spitzenposition um winzige 12 Millisekunden. Da anschließend kein Konkurrent mehr kontern konnte, war dem Japaner die Pole-Position für das Samstagsrennen sicher.
Brando Badoer touchierte unterdessen in Kurve 19 die Mauer und kehrte mit einem ebenfalls schiefstehenden Boliden an die Box zurück. Auf seine Mechaniker wartete damit ein Wettlauf gegen die Zeit bis zum Start des zweiten Qualifyings.
Top 10
- Taito Kato — ART Grand Prix
- Pedro Clerot — Rodin Motorsport
- Tuukka Taponen — MP Motorsport
- Ugo Ugochukwu — Campos Racing
- Enzo Deligny — VAR
- Jin Nakamura — Hitech
- Ernesto Rivera — Campos Racing
- Alessandro Giusti — MP Motorsport
- Bruno del Pino — VAR
- Alex Powell — PREMA Racing
