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Toyotas FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 hat bereits die Antwort geliefert, die nach der schwierigen Saisonphase bis zum Finale in Bahrain im vergangenen Jahr nötig war. Zwölf Monate nach dem letzten Sieg brachte der japanische Hersteller einen weiterentwickelten TR010 Hybrid an den Start und gewann die Auftaktrunde in Imola.
Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa setzten sich nach einem engen Rennen gegen Ferraris amtierende Weltmeister Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi durch. In Spa-Francorchamps legte Toyota anschließend einen weiteren Doppelerfolg auf dem Podium nach. Das Schwesterauto mit der Startnummer 7 kämpfte sich dabei vom zwölften Startplatz auf Rang fünf vor. Am Steuer saßen Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries.
Fünf Wochen später bezwang dasselbe Trio die Konkurrenz bei der 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Dem Sieg ging ein packender Dreikampf mit BMW und Cadillac voraus. Damit führt Toyota nach vier von acht absolvierten Rennen die Herstellerwertung an – fünf Punkte vor BMW.

Toyota mag die Herstellerwertung anführen, doch BMW hat in der ersten Saisonhälfte vermutlich die beeindruckendste Entwicklung hingelegt. Robin Frijns und René Rast führen zur Sommerpause die Fahrerwertung an – ein Beleg dafür, wie weit die Marke aus Bayern inzwischen gekommen ist.
BMW war mit lediglich zwei Podiumsplätzen aus den vorherigen 16 Rennen in der Topklasse angereist. Nach Rang fünf in Imola folgten jedoch in den drei nächsten Läufen jeweils mindestens Platz zwei. Dazu gehörten der Doppelsieg von Team WRT in Spa, Rang zwei für Frijns, Rast und Sheldon van der Linde in Le Mans sowie der erste Sieg des BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 15. Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor holten ihn in Interlagos.
Toyota erlebte in Brasilien ein schwieriges Rennen und blieb ohne Punkte. Dadurch liegen Frijns und Rast in der Fahrerwertung gleichauf mit Kobayashi, Conway und de Vries. Van der Linde fehlen nach seinem verpassten Saisonauftakt in Imola zehn Punkte.

Auch im Gesamtbild bleibt die Meisterschaft völlig offen. Ferraris Titelverteidigung brachte bislang nur in Imola und São Paulo Podiumsplätze ein, während Cadillac sein unübersehbares Tempo noch nicht in ein Spitzenergebnis ummünzen konnte. Alpine arbeitet weiter daran, die starke Qualifying-Geschwindigkeit in Rennerfolge zu verwandeln. Aston Martin punktete in jedem Rennen, und Peugeot sucht weiterhin nach der nötigen Langstreckenleistung, die zum Tempo auf einer einzelnen Runde passt.
Genesis überzeugte unterdessen in seiner Debütsaison. Die Marke punktete bereits bei ihrem zweiten Start und brachte beide GMR-001-Prototypen in Le Mans unter die ersten Zehn. Während sich der WEC-Titelkampf 2026 nach dem Kalenderumbau weiter zuspitzt, kehrt die Meisterschaft vom 4. bis 6. September auf dem Circuit of The Americas zurück. Der Hypercar-Titelkampf ist damit so offen wie selten zuvor.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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