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Sebastian Vettel hat bestätigt, dass eine Partnerschaft mit Max Verstappen für die 24 Stunden von Le Mans mehr ist als nur lockeres Gerede – es ist ein sorgfältig durchdachter Plan zwischen zwei der größten Champions der modernen Formel 1. In einem offenen Interview mit ServusTV verriet der vierfache Weltmeister, dass er und der Red-Bull-Pilot regelmäßig in Kontakt stehen und dieses ambitionierte Langstrecken-Projekt seit mehreren Jahren besprechen. „Ich bin regelmäßig in Kontakt mit Max und wir haben schon vor ein paar Jahren darüber gesprochen, wie wir, wenn es passt, zusammen Le Mans fahren würden“, erklärte Vettel – und machte damit offiziell, was in Motorsportkreisen seit Langem gemunkelt wird.
Für Vettel wäre das ein bedeutender Schritt in seiner Zeit nach der Formel 1. Seit seinem Rücktritt Ende 2022 hat sich der Deutsche weitgehend aus dem aktiven Rennsport zurückgezogen und sich stattdessen auf Umweltengagement sowie strategische Beratungsrollen innerhalb des Sports konzentriert. Doch seine Leidenschaft fürs Fahren ist ungebrochen – besonders, wenn es um das traditionsreiche Langstreckenformat geht. „Ich finde das total spannend, diese Teamstruktur, sich ein Auto zu teilen“, sagte Vettel und betonte damit den kollaborativen Charakter von Le Mans, der ihn reizt.
So ernst die Absicht ist, so groß sind die logistischen Hürden. Le Mans 2026 überschneidet sich mit dem Formel-1-Kalender in Barcelona – damit ist ein Debüt in diesem Jahr für beide Fahrer faktisch ausgeschlossen. Ob diese Partnerschaft zustande kommt, hängt daher maßgeblich vom F1-Kalender 2027 und darüber hinaus ab. Das deutet darauf hin, dass Fans mindestens noch eine weitere Saison warten müssen, bevor dieser Traum Realität werden könnte.
Vettels Vorbereitung zeigt bereits, wie ernst es ihm ist. Der 38-Jährige testete Ende 2023 einen Porsche-963-LMDh-Prototypen, doch Porsches anschließender Rückzug aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) erschwerte diese Pläne. Trotzdem sucht Vettel weiter nach dem richtigen Partner, um Le Mans möglich zu machen.

Verstappen ist interessiert, aber vorsichtig. Während der Vorsaisontests in Bahrain formulierte der vierfache Champion klare Erwartungen: „Das würde ich sehr gerne machen. Aber natürlich nur, wenn wir um Siege kämpfen können. Man muss mit dem richtigen Team zusammenarbeiten.“ Diese Begeisterung unter Vorbehalt spiegelt Verstappens Wettbewerbsmentalität wider – ein Le-Mans-Start kommt für ihn nur infrage, wenn er echtes Siegpotenzial hat.
Bemerkenswert ist zudem: Verstappen sorgt im Langstreckensport bereits für Aufsehen – die Vorbereitungen für die 24 Stunden Nürburgring 2026 laufen. Sein Wille, sein Rennsport-Portfolio zu erweitern, macht einen Le-Mans-Einsatz in absehbarer Zeit nicht völlig unrealistisch – insbesondere, wenn Red Bull seine motorsportlichen Nebenprojekte weiterhin unterstützt.
Das Zusammenspiel aus Vettels neu entfachtem Rennhunger, Verstappens Offenheit für neue Herausforderungen und dem gegenseitigen Respekt beider Fahrer ergibt eine faszinierende Perspektive für das prestigeträchtigste Langstreckenrennen der Welt. Ob dieser Traum Wirklichkeit wird, hängt vor allem von der Kalenderlogistik und der Verfügbarkeit eines konkurrenzfähigen Teams ab, das um den Sieg kämpfen kann – doch vorerst bleibt diese Partnerschaft verlockend in Reichweite.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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