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Andrea Stella hat eine schonungslose Bilanz der Formel-1-Saison 2026 von McLaren gezogen und eingeräumt, dass der amtierende Meister nach dem schwierigen Start unter dem neuen technischen Reglement noch „einiges zu verbessern“ hat.
Der MCL40 von McLaren konnte die Dominanz, die dem Team den Titel einbrachte, nicht in die neue Ära retten. Das Auto zeigte sich besonders in schnellen Kurven anfällig, doch Stellas Sorgen gehen über die reine Chassis-Performance hinaus. Elektrische Probleme und Schwierigkeiten mit der Antriebseinheit haben den Rhythmus des Teams immer wieder gestört, sodass die Zuverlässigkeit zu einem der bestimmenden Themen des Saisonbeginns geworden ist.
Lando Norris hat dies am härtesten zu spüren bekommen. Der amtierende Weltmeister erlitt in Kanada zwei Ausfälle in Folge, wobei Getriebe- und Batterieprobleme jede Chance auf ein sauberes Wochenende zunichtemachten. In einer Saison, in der McLaren ohnehin versucht, die Performance zu steigern, haben diese Rückschläge den Druck zusätzlich erhöht.
Barcelona bot zumindest einen ruhigeren Anhaltspunkt. Beide McLaren-Autos kamen in die Punkte, und Stella räumte ein, dass das Wochenende einen Fortschritt in Bezug auf die operative Stabilität darstellte.
„Endlich ein relativ ruhiges und sauberes Wochenende aus Sicht der Zuverlässigkeit“, sagte Stella gegenüber Medienvertretern, darunter Motorsport Week. „Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass wir an einigen der vorangegangenen Wochenenden nicht nur am Sonntag Probleme hatten, sondern auch im Training. In dieser Hinsicht gab es also eine Verbesserung.“
Diese Verbesserung ist wichtig, aber Stella achtete darauf, ein einziges sauberes Rennen nicht als Beweis für eine Trendwende zu überbewerten. Seiner Ansicht nach kann McLaren die Zuverlässigkeit nicht an einem einzelnen Rennen messen. Sie muss über die gesamte Saison hinweg bewertet werden, und die bisherigen Ergebnisse entsprachen nicht den Standards des Teams.
„Zuverlässigkeit, wissen Sie, ich möchte sie nicht an einem einzigen Rennen messen“, sagte er. „Ich würde sie lieber über eine ganze Saison hinweg beurteilen und sagen, dass wir ein paar Ausnahmen hatten. Aber wir müssen uns von dort aus wieder aufbauen, also nehmen wir ein Rennen nach dem anderen, ein Ereignis nach dem anderen.“
Das Problem für McLaren ist, dass die Zuverlässigkeit nicht die einzige Sorge ist. Ferrari scheint im Entwicklungsrennen nun die Nase vorn zu haben, wobei die Fortschritte in Barcelona das Ausmaß der Herausforderung unterstreichen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Analyse zu Ferraris Barcelona-Upgrade und Hamiltons Durchbruch.
Stella stellte klar, dass McLaren, seine Zulieferer und die Zusammenarbeit mit HPP höhere Standards einhalten müssen. Doch während die Performance das ultimative Ziel bleibt, ist die Zuverlässigkeit das Fundament, das McLaren wiederherstellen muss, bevor es Ferrari und Mercedes wieder ernsthaft herausfordern kann.
„Die Mission ist sehr klar“, sagte Stella. „Wir wollen nur an die Performance denken, ein Bereich, in dem wir uns ebenfalls noch deutlich verbessern müssen.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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