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Charles Leclerc glaubt, dass der Madring alles mitbringt, um zu einem der anspruchsvollsten neuen Formel-1-Kurse zu werden. Ferrari absolvierte zuvor einen ersten Filmtag auf der Strecke in Madrid.
Die Scuderia setzte den SF-26 am 9. Juli auf dem 5,416 Kilometer langen, teilweise als Stadtkurs angelegten Kurs ein. Damit erhielten Leclerc und Lewis Hamilton einen ersten Eindruck vor dem Großen Preis von Spanien im September. Ferrari spulte die nach den FIA-Regeln für Filmtage erlaubten 200 Kilometer vollständig ab. Zum Einsatz kamen Pirelli-Demonstrationsreifen, während rund um den Ausstellungskomplex IFEMA noch gebaut wurde.
Leclercs erste Eindrücke wurden von einer noch nicht fertigen Fahrbahn geprägt. „Ich bin ein paar Runden hinter einem Stelvio gefahren – oder was auch immer das für ein Auto war“, sagte er gegenüber den Medien. „Natürlich liefen dort noch die Bauarbeiten. Es gab noch unglaublich viel zu erledigen, und auf der Strecke lag jede Menge Schmutz.“
Trotzdem erkannte der Ferrari-Pilot im Layout großes Potenzial. „Es sieht nach einer coolen Strecke aus, und ich liebe Stadtkurse“, sagte Leclerc. Der Madring sei anspruchsvoll und besitze genau die Eigenschaften, die ihm gefielen. Zugleich machte er deutlich, dass die eigentliche Bewährungsprobe erst bevorsteht, wenn der Kurs für ein Rennwochenende fertiggestellt ist.
Die ersten Runden verschaffen Ferrari zudem einen Eindruck aus erster Hand, den die Konkurrenz bislang nicht hat. Dieser zusätzliche Referenzpunkt könnte wichtig werden, während die Scuderia ihr bereits kritisch beobachtetes Entwicklungsprogramm fortsetzt – wie in der Entwicklungsstrategie von Ferraris SF-26 beschrieben.
Das auffälligste Merkmal des Kurses ist La Monumental: eine 547 Meter lange Rechtskurve mit einer Überhöhung von 24 Prozent. Sie ist Teil des 22 Kurven umfassenden Layouts, zu dem auch Tunnel und deutliche Höhenunterschiede gehören. In der Kurve sollen die Fahrer etwa sechs Sekunden lang rund 4G erleben.
Leclerc sieht in ihr einen möglichen Schlüsselmoment der Saison. „Im Qualifying müssen wir – ich sage es höflich – sehr mutig sein, denn wir werden am Limit fahren“, erklärte er.
Bereits wurden Vergleiche mit der Überhöhung in Zandvoort gezogen. Leclerc betonte jedoch, dass sich La Monumental während der Ferrari-Fahrt nicht flach angefühlt habe – vor allem wegen des Staubs auf der unfertigen Strecke. Außerdem wies er darauf hin, dass die Madringer Kurve grundsätzlich anders sei als die flache Vollgas-Schlusskurve von Zandvoort.
Ob das Layout ihm letztlich liegt, ist noch offen. Leclerc ist jedoch überzeugt, welche Anforderungen der Kurs an jeden Fahrer stellen wird: „Eines ist sicher: Man muss sich voll committen. Und genau das genieße ich auf Stadtkursen immer.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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