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Oliver Rowland ist überzeugt, dass Arvid Lindblad alles mitbringt, um auf seine beeindruckende erste Formel-1-Saison aufzubauen. Vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal liefert er eine offene und besonnene Einschätzung der Saison seines Schützlings.
Lindblads Position im Starterfeld 2026 ist einzigartig – er ist der einzige Rookie im Feld, eine Besonderheit, die gleichermaßen Druck wie auch Chancen mit sich bringt. Der 18-jährige Engländer kündigte seine Ankunft mit einem Paukenschlag an, als er bei seinem Debüt in Australien direkt Punkte holte, doch der Weg seitdem war weniger geradlinig.
Rowland – der amtierende Formel-E-Champion – ist ein ständiger Begleiter an Lindblads Seite und besucht jeden Grand Prix, der nicht mit seinen eigenen Elektro-Rennverpflichtungen kollidiert. Dieses Maß an Engagement unterstreicht, wie viel in Lindblads Entwicklung investiert wird.
"Es ist ein Auf und Ab, was zu erwarten war", sagte Rowland exklusiv gegenüber Motorsport Week. "Ich denke, das erste Rennen war natürlich außergewöhnlich. Miami war ein wenig enttäuschend und bot uns viel Stoff zum Nachdenken. Es ist für ihn an einem Sprint-Wochenende nicht einfach, besonders mit den Zuverlässigkeitsproblemen, durch die er das Sprintrennen [in Miami] verpasst hat."
"Aber alle wichtigen Zutaten sind vorhanden, und wir müssen einfach weiter hart arbeiten. Es ist also ein Auf und Ab, aber das ist völlig normal, wenn man ein Rookie ist."
Kanada stellt Lindblad vor eine bekannte Herausforderung – eine Strecke, auf der er noch nie zuvor gefahren ist, ähnlich wie die Situation, die er in Miami erlebte. Über das unbekannte Layout hinaus sorgt der breitere technische Kontext für eine weitere Ebene der Komplexität. Lindblads gesamte bisherige Erfahrung in Formelfahrzeugen wurde unter einem anderen Reglement gesammelt, was bedeutet, dass die neuen, zunehmend elektrifizierten F1-Boliden dieses Jahres für den Youngster echtes Neuland darstellen.
Dennoch bleibt Rowland eine beruhigende Stimme. Nachdem er kürzlich einen überzeugenden Sieg beim Monaco E-Prix Rennen 2 eingefahren hat, hat der Formel-E-Champion bestätigt, dass er bei den nächsten drei Rennen – Montreal, Monaco und Barcelona – vor Ort sein wird, um die Fortschritte seines Schützlings genau zu beobachten.
"Wir haben einen guten, schnellen Teamkollegen, Liam, der mittlerweile ziemlich erfahren in der Formel 1 ist", fügte Rowland hinzu. "Wir haben eine wirklich gute Gruppe von Leuten um ihn herum, und wir analysieren hinterher, was er gut gemacht hat und was schlecht."
"Ich denke, der Start war wirklich gut. Aus Miami gibt es viel zu lernen, und Montreal wird wahrscheinlich nicht das einfachste Rennen, sagen wir mal. Aber wir sind da, um ein Auge darauf zu haben."
Für Lindblad ist das Ziel klar: Erneut einen starken Eindruck hinterlassen und seinen Status als das neueste Talent in einer langen Reihe außergewöhnlicher junger Fahrer aus dem Red-Bull-Juniorprogramm festigen. Die Erwartungen an ihn sind groß – doch wenn man Rowlands Einschätzung Glauben schenken darf, ist das Fundament solide gelegt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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