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Audi wird vor dem Ende der Saison 2026 kein weiteres großes Upgrade für die Formel-1-Antriebseinheit einführen. Das bestätigte Rennleiter Allan McNish. Der nächste bedeutende Schritt ist nun für 2027 vorgesehen – das Budgetlimit bestimmt dabei maßgeblich den Zeitplan des Entwicklungsprogramms.
Audi hat in diesem Jahr das Sauber-Team übernommen und sein erstes eigenes Formel-1-Motorenprojekt vorgestellt. Nachdem der Rennstall zu Saisonbeginn nur selten in die Top 10 vorgedrungen war, brachte er beim Großen Preis von Barcelona das erste Upgrade der Antriebseinheit. Nico Hülkenberg erklärte, dass sich die Änderung vor allem auf die Fahrbarkeit konzentrierte – ein Bereich, in dem der R26 bislang Schwächen gezeigt hatte.
Die Auswirkungen waren in den Ergebnissen deutlich erkennbar. Audi hat in den vergangenen drei Rennen Punkte gesammelt: Gabriel Bortoleto steuerte acht Zähler bei, Hülkenberg zwei. Damit zog das Team an Williams vorbei und liegt in der Konstrukteurswertung auf Platz acht. Dieser Fortschritt fällt zudem in eine Phase, in der Audi sein längerfristiges Gesamtpaket weiter bewertet – einschließlich der Entwicklungsarbeit, die im Rahmen von Audis Pirelli-Reifentest für 2027 diskutiert wurde.

Auf die Frage, wann das nächste Upgrade des Antriebsstrangs kommen werde, antwortete McNish: „Das wird nächstes Jahr sein.“ Er erklärte, dass die Teams Chassis- und Antriebsupgrades aufeinander abstimmen müssen, anstatt ihre verfügbaren Ressourcen auf einmal aufzubrauchen.
„Man kann nicht alles auf einmal ausgeben, weil man dann später nichts mehr hat, womit man kämpfen kann“, sagte McNish. Er fügte hinzu, dass dieser Ansatz nicht nur über eine einzelne Saison, sondern über mehrere Jahre hinweg gesteuert werden müsse.
Die Änderung in Barcelona wurde als kleinere Anpassung im Rahmen des ADUO-Programms für leistungsschwächere Antriebsstränge beschrieben. Laut McNish funktionierte sie gut, während die größeren Komponenten der Antriebseinheit für 2027 zurückgehalten werden. „Bis dahin werden wir an der Antriebseinheit nichts Großes sehen“, erklärte er.

Hülkenbergs Erklärung zeigt, warum der Schritt in Barcelona die Leistung verbessern konnte, ohne eine spektakuläre Hardware-Neuerung zu sein. Fahrbarkeit beschreibt, wie die Antriebseinheit auf den Pedalwunsch des Fahrers reagiert – darunter fallen die Kraftentfaltung, ihre Konstanz und die Laufruhe. Der Unterschied kann beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve weniger als eine Zehntelsekunde betragen, ist aber entscheidend, wenn das Auto am Limit bewegt wird.
Hülkenberg verwies außerdem auf die Qualität der Gangwechsel. Hoch- und Herunterschalten beeinflussen die Balance und das Fahrverhalten des Autos. Für Audi haben diese Details zur jüngsten Verbesserung beigetragen. Der nächste große Schritt wird jedoch umfangreichere Hardware erfordern und ist deshalb als Projekt für 2027 geplant.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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