Pirelli setzt den F1-Reifentest 2027 am Hungaroring fort

Drei Teams bleiben nach dem GroĂen Preis von Ungarn auf der Strecke
Der Hungaroring blieb auch nach dem GroĂen Preis von Ungarn aktiv: Alpine, Audi und Aston Martin nahmen an einem Pirelli-Reifentest teil, bei dem Mischungen fĂŒr die Formel-1-Saison 2027 entwickelt werden.
WĂ€hrend sich ein GroĂteil des Fahrerlagers in die Sommerpause verabschiedete, blieben Franco Colapinto und Gabriel Bortoleto fĂŒr Alpine beziehungsweise Audi an der Strecke. Aston Martin setzte am Dienstag auĂerdem seinen Ersatzfahrer Jak Crawford ein, bevor das Team am Mittwoch bei einem Filmtag erstmals Hondas neue Antriebseinheit verwendete.

Das Programm ermöglichte Pirelli und den Teams einen umfassenden Vergleich des Reifenverhaltens. Die drei Fahrer begannen mit TestlĂ€ufen ĂŒber verschiedene C3-Varianten, um zunĂ€chst ein erstes Bild der LeistungsfĂ€higkeit zu erhalten, bevor sie zu lĂ€ngeren Stints ĂŒbergingen. Diese lĂ€ngeren Fahrten dienten dazu, die Leistung und das VerschleiĂverhalten der vielversprechendsten Varianten zu bewerten.
Die Arbeit beschrĂ€nkte sich zudem nicht auf die C3-Spezifikation. Colapinto und Bortoleto probierten mehrere Varianten der Mischungen C4 und C5 in Qualifying-Simulationen sowie bei lĂ€ngeren Fahrten aus. Dadurch sammelten sie sowohl Daten zur Leistung auf kurzer Distanz als auch Erkenntnisse aus lĂ€ngeren Stints. Der Test kombinierte somit die Bewertung der reinen Geschwindigkeit mit der VerschleiĂanalyse, die notwendig ist, um die aussichtsreichsten Kandidaten fĂŒr die weitere Entwicklung zu bestimmen.
Das Programm ist Teil von Pirellis umfassenderem Vorhaben, die kĂŒnftige Reifenpalette festzulegen. Die jĂŒngste Reifenwahl fĂŒr Zandvoort, Monza und Madrid unterstreicht, wie wichtig es ist, das Reifenverhalten auf die Anforderungen jeder einzelnen Strecke abzustimmen.

Colapinto fĂŒhrt die Zeitentabelle am Dienstag an
Bortoleto absolvierte am Dienstag die meisten Runden und umrundete den Hungaroring insgesamt 141-mal. Seine Bestzeit von 1:20,813 Minuten wurde jedoch von Colapinto unterboten. Der Alpine-Fahrer setzte mit 1:20,371 Minuten die schnellste Zeit des Tages und kam dabei auf 128 Runden.
Crawford fuhr 136 Runden und erzielte eine Bestzeit von 1:24,598 Minuten. Die unterschiedlichen Rundenzahlen spiegeln den Schwerpunkt des Tests wider: Es ging um die Datensammlung und nicht um eine herkömmliche sportliche Wertung. Die Fahrer absolvierten jeweils unterschiedliche Reifen- und Fahrprogramme.
Am folgenden Tag wird der Test mit Colapinto und Bortoleto fortgesetzt. Beide sollen ein Ă€hnliches Programm wie am Dienstag absolvieren, wĂ€hrend Pirelli seine Bewertung der Mischungen fĂŒr 2027 weiterfĂŒhrt.
