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Dino Beganovic glaubt, derzeit auf dem höchsten Niveau seiner bisherigen Karriere zu fahren – auch wenn eine Serie von Zuverlässigkeitsproblemen seine Formel-2-Saison hinter den Erwartungen zurückgeworfen hat.
Der DAMS-Lucas-Oil-Pilot erlebt eine Saison voller Kontraste. In Melbourne holte er die Poleposition und ergänzte diese Leistung durch Podiumsplätze in den Hauptrennen von Miami und Monte Carlo. Gleichzeitig schied er in Melbourne und Montreal im Kampf um den Sieg aus. Ein schwieriges Wochenende in Spielberg, an dem er keine Punkte sammelte, verschärfte den Rückschlag zusätzlich.
Vor der Sommerpause fand Beganovic wieder den Weg an die Spitze und feierte Podiumsplätze in den Sprintrennen von Spa-Francorchamps und Budapest. In der Gesamtwertung liegt er derzeit mit 79 Punkten auf Rang sieben – 88 Zähler hinter dem Meisterschaftsführenden Nikola Tsolov.
„Das Jahr hat sehr gut begonnen“, sagte Beganovic. „In Melbourne die Pole zu holen, war großartig, aber danach haben wir mit dem Ausfall nicht das Ergebnis bekommen, das wir verdient hätten. Dann hatten wir in Miami ein gutes Podium und waren wieder mitten im Kampf.
„In Montreal waren wir im Hauptrennen auf Platz zwei in einer sehr starken Position, bevor erneut ein Problem auftrat. Wir sind also sehr gut in die Saison gestartet, und auch das Podium in Monaco hat geholfen. Ohne diese Ausfälle würden wir aber deutlich besser dastehen.“
Österreich bezeichnete er als das bisher schwierigste Wochenende des Teams. Beganovic räumte ein, dass DAMS während der gesamten Veranstaltung nicht genügend Tempo hatte.

Die verpassten Chancen ärgern ihn weiterhin. Gleichzeitig haben die Leistungen in Melbourne und Montreal Beganovic’ Überzeugung gestärkt, dass er und sein Team an der Spitze mitkämpfen können, wenn alles zusammenpasst.
„Ich war in Melbourne und Montreal nicht gestresst, weil wir nicht wirklich Punkte geholt haben“, erklärte er. „Ich blieb ruhig, weil ich wusste, dass die Leistung vorhanden war.“
Seine eigene Entwicklung sei konstanter verlaufen, als es die Ergebnisse vermuten ließen. Der Fahrer der Scuderia Ferrari Driver Academy habe aus seiner Erfahrung in der vergangenen Saison und aus zwei Jahren in der Formel 3 gelernt. Dadurch sei er in Zweikämpfen cleverer geworden und könne ein Rennwochenende umfassender steuern. Im Qualifying habe sich diese Entwicklung allerdings noch nicht gleichermaßen gezeigt.
Beganovic hat außerdem seine Aufgaben für Ferrari mit Testfahrten und Auftritten im ersten freien Training fortgesetzt. Dabei konnte er von Lewis Hamilton und Charles Leclerc lernen. In Barcelona fuhr er erstmals Hamiltons Auto, nachdem er zuvor bereits in zwei ersten freien Trainings in Leclercs Wagen gesessen hatte.

Die Erfahrungen haben ihm nach einer schwierigen Ergebnisserie geholfen, sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Besonders seine Leistung in Österreich hob Beganovic hervor. Auf den Medium-Reifen habe er sich sicher gefühlt und sei Hamilton nahegekommen.
„Alles ist möglich, und ich bin nicht ohne Grund hier“, sagte er.
Angesichts des wachsenden Rückstands in der Meisterschaft weigert sich Beganovic, sich auf Rechenspiele um den Titel zu konzentrieren. Seine Priorität für den Rest der Saison ist klar: jedes Wochenende einzeln angehen und aus sich selbst sowie dem DAMS-Auto das Maximum herausholen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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