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FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat seine Vision für die nächste große technische Ausrichtung der Formel 1 geschärft. Er bekräftigte seine Unterstützung für eine Rückkehr zu V8-Motoren und formulierte gleichzeitig ein noch ehrgeizigeres Ziel: deutlich leichtere Rennwagen.
Unter dem aktuellen Reglement für 2026 liegt das Mindestgewicht der Formel-1-Autos bei 768 kg. Dieser Wert stellt zwar bereits eine Reduzierung gegenüber der vorherigen Generation dar, doch Ben Sulayem ist der Ansicht, dass der Sport noch viel weiter gehen muss, wenn er eines der prägenden Probleme der modernen Ära angehen will.
Im letzten Jahrzehnt ist das Mindestgewicht in der F1 gestiegen, da die Autos größer und komplexer geworden sind. Hybrid-Antriebseinheiten, stabilere Crash-Strukturen, zusätzliche Sicherheitssysteme und umfassendere technische Anforderungen haben alle zu diesem Anstieg beigetragen. Ben Sulayem erkennt zwar an, dass die Sicherheit eine Rolle gespielt hat, argumentiert jedoch, dass der aktuelle Trend nicht nachhaltig ist.
"Was ist das Schlimmste an den Autos heute?", sagte er gegenüber dem französischen Sender Canal+. "Komplexität, mehr Geld, Ausgaben und auch die Größe der Autos. Was bedeutet ein großes und schweres Auto? Es bedeutet, dass es nicht sicher ist."
Ben Sulayems erklärte Ambition ist bemerkenswert. Während er anmerkte, dass etwa 50 kg aus Sicherheitsgründen hinzugefügt wurden, möchte er, dass die Formel 1 ein Gesamtgewicht des Autos von weniger als 650 kg anstrebt, mit einem ultimativen Ziel von 630 kg.
Dies würde eine Reduzierung von mehr als 100 kg gegenüber der aktuellen regulatorischen Basis erfordern, was eine enorme technische Herausforderung darstellt, wenn die modernen Sicherheitserwartungen gewahrt bleiben sollen. Es würde zudem ein weitaus einfacheres technisches Paket erfordern als das, welches die aktuelle Hybrid-Ära der F1 prägt.
Die FIA war bereits aktiv bei der Anpassung ihrer zukünftigen Antriebseinheiten, wobei aktuelle Diskussionen über phasenweise Änderungen in unserem Bericht darüber behandelt wurden, wie die FIA eine schrittweise Erhöhung der F1-Motorleistung für 2027 und 2028 genehmigte. Ben Sulayems jüngste Kommentare deuten auf einen breiteren philosophischen Wandel hin: weniger Komplexität, weniger Kosten und weniger Masse.
Für Ben Sulayem ist das Motorenkonzept zentral für diesen Neuanfang. Er glaubt, dass eine vereinfachte Formel mit geringerer Abhängigkeit von elektrischen Komponenten dazu beitragen könnte, sowohl das Gewicht als auch die Ausgaben zu senken.
"Der V8 muss kommen", sagte er. "Man hat die Leistung des Verbrennungsmotors von vielleicht 760 PS mit 10 % Elektrifizierung. Das würde den Sound zurückbringen. Es wäre viel billiger. Und die Forschung und Entwicklung wäre deutlich kostengünstiger."
Sein Vorschlag würde ein elektrifiziertes Element beibehalten, jedoch auf einem viel kleineren Niveau als heute, wobei die Elektrifizierung etwa 10 % der Gesamtleistung ausmachen würde. Aus Ben Sulayems Sicht würde dies leichtere Antriebseinheiten, geringere Entwicklungskosten und ein fesselnderes Spektakel für die Zuschauer bedeuten.
Er argumentierte zudem, dass ein solcher Schritt die ökologische Positionierung der Formel 1 nicht untergraben müsse, und verwies auf nachhaltigen Kraftstoff als Grundlage des Konzepts.
"Man hat die Teams. Man hat die finanzielle Stabilität des Rennens. Und womit fährt man? Mit nachhaltigem Kraftstoff", sagte er. "Ich sehe nicht, wo wir da einen Fehler machen könnten. Die Fans werden etwas bekommen, das wir ihnen geben müssen."

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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