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Cadillac-Formel-1-Chef Dan Towriss hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Team den Ferrari-Junior Rafael Camara für einen Rennsitz im Jahr 2027 ins Visier genommen hat. Zugleich räumte er ein, dass sich die Situation vor der kommenden Saison noch ändern könnte.
Berichte vom Großen Preis von Ungarn besagten, dass der Ferrari-betriebene Rennstall Camara als möglichen Ersatz für einen seiner erfahrenen Fahrer beobachte. Im Fokus stünde dabei vermutlich Valtteri Bottas. Sollte sich Cadillac jedoch für die Beförderung eines Nachwuchsfahrers entscheiden, wäre auch Sergio Perez betroffen.
Die Spekulationen folgen auf einen starken Start Camaras in seine erste Formel-2-Saison. Der Fahrer von Invicta Racing, amtierender Formel-3-Meister, holte vier der letzten sechs Polepositions und gewann zwei Rennen. In der Fahrerwertung liegt er auf Platz drei, 22 Punkte hinter Spitzenreiter Nikola Tsolov.
Camara wurde außerdem mit weiteren Möglichkeiten in der Formel 1 in Verbindung gebracht, betonte jedoch, dass sein Fokus auf dem Kampf um den F2-Titel liege. Seine aktuelle Form hat ihn zu einem der meistbeobachteten Fahrer in den Nachwuchsserien gemacht, wie auch in Camara blendet Haas-Gerüchte aus und kämpft um den F2-Titel beschrieben wird.
Bei einer Pressekonferenz anlässlich der Ernennung von Marcin Budkowski zum Teamchef erklärte Towriss, Cadillac sei mit seiner aktuellen Fahrerpaarung aus Perez und Bottas zufrieden.
„Das ist eine großartige Frage: Kann ein jüngerer Fahrer zum Team stoßen und es voranbringen? Darüber denken wir sicherlich nach“, sagte Towriss. „Wir haben zwei erfahrene Fahrer, mit denen wir sehr zufrieden sind. Sie treiben das Team an – und wir werden sie weiterhin fordern.“
Die Berichte über Camara wies er als unbelegt zurück und betonte, dass sich das Team derzeit nicht auf Fahrerwechsel konzentriere.
„Ich weiß, dass es einige Gerüchte über junge Fahrer gibt“, fügte Towriss hinzu. „Sie sind nicht belegt, deshalb würde ich mich darauf nicht konzentrieren. Im Moment liegt unser Fokus nicht darauf.“
Gleichzeitig wollte er einen Wechsel für 2027 nicht endgültig ausschließen. „Derzeit sind für ’27 keine Änderungen geplant, aber Dinge können sich immer ändern“, sagte er.
Auch Budkowski wurde gefragt, ob eine Verpflichtung Camaras die Beziehung zwischen Cadillac und Ferrari stärken würde. Eine direkte Antwort gab er darauf nicht. Stattdessen konzentrierte sich der künftige Teamchef darauf, wie Cadillac das Potenzial seiner Ferrari-Antriebseinheit bestmöglich ausschöpfen kann.
Im Zusammenhang mit Cadillacs langfristiger Planung dürfte auch die Entwicklung des Autos für 2027 eine zentrale Rolle spielen. Valtteri Bottas bestätigte zuletzt, dass der Rennstall seine Ressourcen bald stärker auf den F1-Wagen für 2027 richten will.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.