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Charles Leclerc und Ferrari absolvierten am Donnerstag die ersten Runden mit einem Formel-1-Auto auf dem neuen Madring-Kurs. Das Team nutzte den Veranstaltungsort, der ab 2026 Teil des Rennkalenders sein wird, für einen offiziellen Filmtag.
Dieser Einsatz markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Strecke in Madrid, die am Wochenende vom 11. bis 13. September den Großen Preis von Spanien ausrichten wird. Der Madring, der auf einem 20-Kurven-Layout basiert und öffentliche Straßen mit permanenten Streckenabschnitten kombiniert, hat damit den Übergang von der Konzeptphase zur ersten echten F1-Erfahrung vollzogen.
Ferrari setzte für die Session den SF-26 ein und teilte am Donnerstagmorgen Fotos und Videoclips in den sozialen Medien. Leclerc war der erste Fahrer, der die Strecke unter die Räder nahm; Teamkollege Lewis Hamilton sollte im Laufe des Tages ebenfalls Runden drehen.
Wie bei jedem Filmtag ist der sportliche Wert der Runden begrenzt. Die Kilometerleistung von Ferrari war beschränkt und das Auto fuhr auf speziellen Werbereifen von Pirelli, weshalb die Session nicht als vollwertiger Performance-Test gewertet werden kann. Dennoch bot der Ausflug für Leclerc, Hamilton und Ferrari einen wichtigen ersten Eindruck von einem Kurs, der bald Teil der Meisterschaft sein wird.

Das ist entscheidend, da neue Austragungsorte schnelles Lernen erfordern. Sichtlinien, Bremspunkte, Oberflächenbeschaffenheit und der Rhythmus zwischen permanenten und öffentlichen Straßenabschnitten sind alles Elemente, die Fahrer und Ingenieure bereits unter den Einschränkungen eines Filmtags bewerten können. Ferrari wird Madrid zwar nicht mit einem vollständigen Bild der Wettbewerbsfähigkeit verlassen haben, aber das Team hat erste Referenzpunkte gesammelt, die bei der Vorbereitung auf einen neuen Grand Prix von großer Bedeutung sind.
Der Test folgte auf Carlos Sainz’ spezielle Medientour im Mai, bei der der Williams-Pilot Lawrence Barretto von F1.com für Hochgeschwindigkeitsrunden in einem Ford Mustang mitnahm. Am Donnerstag war es jedoch das erste Mal, dass der Madring von einem echten Formel-1-Auto befahren wurde. Weitere Hintergründe zu Ferraris geplantem Auftritt auf der Strecke finden Sie in unserem früheren Bericht über den SF-26-Filmtag auf dem neuen Madring-Kurs in Madrid.
Ferrari kam nach einem starken Wochenende beim Großen Preis von Großbritannien zum Madring. Leclerc gewann das Rennen, Hamilton wurde Dritter – ein Ergebnis, das die Ambitionen des Teams im Titelkampf 2026 weiter stärkte.
Vor diesem Hintergrund hatten die Runden in Madrid mehr als nur Werbewert. Sie rückten Ferrari in den Mittelpunkt einer symbolischen Premiere für den neuesten spanischen F1-Austragungsort und gaben den Fahrern ein erstes Gefühl für eine Strecke, die schon bald eine entscheidende Rolle in der Meisterschaft spielen könnte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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