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Die F1 Academy wurde 2022 gegründet und startete 2023 in ihre erste Saison. Nach drei abgeschlossenen Jahren läuft inzwischen die vierte Saison. Die Rennserie bietet jungen Fahrerinnen die Möglichkeit, in schnellen Formelfahrzeugen auf einigen der bekanntesten Rennstrecken des Motorsports anzutreten. Wie in jeder Meisterschaft kann am Ende jedoch nur eine Fahrerin ganz oben stehen.
Der Titel wird anhand der Punkte vergeben, die über alle Rennen einer Saison gesammelt werden. Die Fahrerin mit der höchsten Gesamtpunktzahl wird zur Meisterin gekrönt. Dieses einfache Prinzip hat bereits drei unterschiedliche Siegerinnen hervorgebracht. Jede von ihnen nutzte die Serie als Sprungbrett für den nächsten Schritt ihrer Karriere. Dieser Karriereweg bleibt ein zentraler Bestandteil der F1 Academy – auch in der breiteren Diskussion über ihr Potenzial, künftige Formel-1-Talente zu entwickeln. Dazu gehört etwa Jessica Hawkins’ Prognose, dass eine Frau innerhalb weniger Jahre in der Formel 1 fahren wird.
Marta García wurde nach dem Finale 2023 auf dem Circuit of the Americas zur ersten Meisterin der F1 Academy gekrönt. Dort holte sie zudem die Poleposition. Ihre Saisonbilanz umfasste 12 Podestplätze, sieben Siege und fünf Polepositions. García sammelte 278 Punkte und gewann die Meisterschaft mit 54 Punkten Vorsprung.
Als Belohnung erhielt sie einen vollständig finanzierten Platz bei PREMA Racing in der Formula Regional European Championship by Alpine. Anschließend verlagerte García ihren Schwerpunkt auf den Langstreckensport, schloss sich dem Iron-Dames-Projekt an und trat im Michelin Le Mans Cup an. Außerdem nahm sie für Lola Yamaha ABT an einem Test für Frauen in der Formel E teil.
Abbi Pulling dominierte die Saison 2024 und stand in allen 14 Rennen auf dem Podium. Sie holte 10 Polepositions und neun Siege, sammelte 338 Punkte und stellte damit den Rekord für die meisten Rennsiege in der Geschichte der F1 Academy auf.
Pulling wechselte mit Rodin Motorsport in die GB3 Championship. Gleichzeitig schloss sie sich dem Nissan Formula E Team als Rookie- und Simulationsfahrerin an. In der GB3 tritt sie weiterhin für Rodin an und behält auch ihre Rolle in der Formel E.
Doriane Pin sicherte sich den Titel 2025 mit acht Podestplätzen, vier Siegen und Punkten in allen 14 Rennen. Ihre lückenlose Punktebilanz unterstrich die Konstanz hinter ihrer Meisterschaftskampagne.
Nach ihrem Titelgewinn wurde Pin Entwicklungsfahrerin des Mercedes-AMG PETRONAS F1 Teams. Zudem kehrte sie in den Langstreckensport zurück und startet mit dem Duqueine Team in der European Le Mans Series sowie bei den 24 Stunden von Le Mans.
Über die Rennen in Shanghai, Montreal und Silverstone wurden bislang vier Läufe ausgetragen. Nina Gademan und Emma Felbermayr gewannen in Shanghai, Mathilda Paatz und Alisha Palmowski triumphierten in Montreal. In Silverstone feierten Felbermayr und Palmowski ebenfalls Siege, wie es in der Vorlage heißt.
Da noch weitere Rennwochenenden bevorstehen, ist die Meisterschaft 2026 weiterhin offen. Die zentrale Frage steht fest: Welche Fahrerin wird die vierte Meisterin der F1 Academy?
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