WEC: Alpine holt Pole-Position in Fuji nach Wetter-Absage

Der sechste Lauf der FIA-Weltmeisterschaft fĂŒr Langstrecken-Weltmeister (WEC) auf dem Fuji Speedway nahm am Samstag eine dramatische Wendung. Nach einem trockenen Freitag, der den Teams die Feinabstimmung ihrer Setups ermöglichte, fĂŒhrten sichere Wetterbedingungen und schlechte Sicht dazu, dass die Verantwortlichen alle verbleibenden Sessions kurz nach Beginn des LMGT3-Qualifyings absagten. Infolgedessen wurde das Startfeld anhand der jeweils schnellsten Runde ermittelt, die wĂ€hrend der drei freien Trainings besetzt wurde.
Alpine dominiert die Hypercar-Klasse
Die schnellsten Zeiten wurden wĂ€hrend des FP2 aufgestellt, wobei Victor Martins im #36 Alpine A424 die absolute Spitzenposition ĂŒbernahm. Der Rookie im Langstreckenbereich lieferte eine herausragende Leistung ab und sicherte dem französischen Hersteller die erste Pole-Position in der prestigetrĂ€chtigen Hypercar-Kategorie. Der Erfolg von Alpine wurde durch den Schwesterwagen #36 zusĂ€tzlich untermauert, der vom letztjĂ€hrigen Fuji-Sieger Charles Milesi gesteuert wird. Dieser wird Martins in der ersten Reihe begleiten und liegt weniger als eine Zehntelsekunde hinter ihm.

âAuch wenn das Qualifying abgesagt wurde, denke ich, dass wir die Pole-Position verdient haben, weil wir von Beginn des Wochenendes an gute Arbeit geleistet habenâ, konstatierte Martins, der den #36-Seat mit Jules Gounon teilt. Er merkte an, dass die trockenen Sessions am Freitag sowohl eine starke Einrunden- als auch eine ĂŒberzeugende Langstrecken-Pace zeigten, wĂ€hrend das nasse FP3 wertvolle Erfahrungen lieferte.
Umbruch im Startfeld und TitelanwÀrter
Das Fahrerfeld erlebte aufgrund von VorfĂ€llen auf der Strecke erhebliche Verschiebungen. Das Aston Martin THOR Team verpasste einen potenziellen Start aus der ersten Reihe, nachdem der #007 Valkyrie eine Strafversetzung um zwei PlĂ€tze auferlegt wurde. Grund dafĂŒr war ein Unfall zwischen Harry Tincknell und Ian James im #27 Aston Martin Vantage AMR LMGT3 wĂ€hrend des FP3. Die Strafe degradierte den #007 an die vierte Position und rĂŒckte den #19 Genesis GMR-001 auf den dritten Platz.
Der koreanische Neuling Genesis erlebte ein bemerkenswertes Wochenende, wobei der #17-Einsatz die Top fĂŒnf vervollstĂ€ndigte. WĂ€hrenddessen steht Cadillac â der ehemalige Pole-Setter in Japan â vor einer schwierigen Aufgabe, da das Team von den PlĂ€tzen sieben und zehn aus dem Rennen startet.

WĂ€hrend die 6 Stunden von Fuji ein spektakulĂ€res Rennen vor Japans höchstem Gipfel bereithalten, mĂŒssen die TitelanwĂ€rter viel von der Mitte des Feldes aufholen. Toyota startet von den PlĂ€tzen acht und 13, wĂ€hrend der amtierende Weltmeister Ferrari mit der Mission startet, sich von den PlĂ€tzen 11 und 16 nach vorne zu arbeiten.
Das Rennen soll am Sonntag, den 27. September, um 11:00 Uhr Ortszeit (GMT+9) beginnen.
