F2 und F3 fest entschlossen, im April zu fahren, falls Nahost-Rennen abgesagt werden

WĂ€hrend sich die Formel 1 offenbar auf die unvermeidliche Absage ihrer Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien im April vorbereitet, zeigen sich die Nachwuchsserien des Sports bemerkenswert widerstandsfĂ€hig und suchen nach alternativen Austragungsorten, um ihre Kalender fĂŒr 2026 zu sichern.
Der Konflikt im Nahen Osten, verschÀrft durch Raketenangriffe zwischen den USA, Israel und dem Iran, wirft einen Schatten auf das geplante April-Doppelrennen. Berichten zufolge wird die F1 beide Rennen ohne Ersatz streichen und damit faktisch einen ganzen Monat aus ihrem Kalender 2026 entfernen. F2 und F3 verfolgen hingegen einen grundlegend anderen Ansatz und arbeiten aktiv daran, ihre Support-Rennen auf andere Rennstrecken zu verlegen.
Logistische Feinarbeit
Wie die spanische Motorsportpublikation SoyMotor berichtet, soll das Equipment beider Serien nach dem Grand Prix von Melbourne eine weitere Woche in Australien verbleiben. So erhalten die FIA-Organisatoren Zeit, die Logistik neu zu strukturieren und geeignete Ersatzstrecken zu identifizieren.
Die logistischen Anforderungen unterscheiden sich zwischen den Serien. Die Formel 3, die nicht beim Grand Prix von Saudi-Arabien antritt, benötigt lediglich eine Ersatzstrecke fĂŒr ihr Bahrain-Wochenende vom 10. bis 12. April. Die Formel 2 hingegen fĂ€hrt bei beiden Veranstaltungen im Nahen Osten und muss daher innerhalb von zwei Wochen gleich zwei alternative Austragungsorte finden.
Der Kontrast zur F1
Die unterschiedlichen Strategien verdeutlichen einen entscheidenden Unterschied: WĂ€hrend sich die F1 offenbar mit einer ersatzlosen Absage abfindet â was den Kalender 2026 von 24 auf 22 Rennen verkĂŒrzen wĂŒrde â, setzen F2 und F3 alles daran, die geplante Anzahl an Veranstaltungen beizubehalten. FrĂŒhzeitige Spekulationen ĂŒber PortimĂŁo und Imola als mögliche Ersatzorte fĂŒr die F1 erwiesen sich als kompliziert. Imola kommt etwa nicht infrage, da dort am 19. April der Saisonauftakt der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) stattfindet.
PrÀzedenzfall und Unsicherheit
Die FIA hat bereits das ursprĂŒnglich fĂŒr den 26. bis 28. MĂ€rz angesetzte WEC-Rennen ĂŒber 1812 Kilometer in Katar verschoben â ein warnendes Beispiel. In einer Mitteilung betonte der Weltverband jedoch, dass âSicherheit und Wohlergehen unsere Entscheidungen leiten werden, wĂ€hrend wir die bevorstehenden Veranstaltungen prĂŒfenâ.
Eine offizielle BestĂ€tigung zur endgĂŒltigen Entscheidung von F1, FOM oder der FIA steht bislang noch aus, doch angesichts der Fristen fĂŒr den Frachttransport dĂŒrfte eine Entscheidung zeitnah fallen. Unterdessen bemĂŒht sich Saudi-Arabien weiterhin darum, den Jeddah Corniche Street Circuit im Kalender zu halten, wobei Quellen zufolge das Schicksal beider Rennen untrennbar miteinander verbunden ist.
Die kommenden Wochen werden entscheidend fĂŒr den Motorsport im April sein â sie werden zeigen, ob die NotfallplĂ€ne von F2 und F3 aufgehen oder ob die gesamte Rennserie mit erheblichen Störungen rechnen muss.
