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Ferrari wird beim Großen Preis von Italien an diesem Wochenende das zweite Antriebseinheits-Upgrade der Saison in die Formel 1 einführen. Dabei nutzt das Team die zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die im Rahmen des Additional Development and Upgrade Opportunities (ADUO)-Systems gewährt werden.
Das in diesem Jahr eingeführte ADUO-System bietet Motorenherstellern zusätzliche Chancen zur Verbesserung ihrer Antriebseinheiten, wenn diese leistungsmäßig als unterlegen eingestuft werden. Die Bewertung erfolgt vierteljährlich. Ferrari erhielt zwei Upgrade-Möglichkeiten, nachdem das Team als mehr als 4 % hinter Red Bull liegend eingestuft wurde – ein Team, das kontroverserweise als Benchmark der Formel 1 identifiziert wurde.
Die Scuderia stellte ihre erste überarbeitete Spezifikation in Österreich vor. Die neueste Version wird nun in Monza debütieren, begleitet von einem Heckflügel-Update, das auf die Anforderungen für geringen Abtrieb auf dieser Strecke ausgelegt ist. Dieser Schritt folgt Ferraris bereits bekanntem Plan, das Upgrade zu seinem Heimrennen zu bringen; Ferraris ADUO-Motordebüt in Monza bietet weitere Hintergründe zum Zeitplan des Pakets.

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur bezeichnete die neue Antriebseinheit als „einen Schritt in die richtige Richtung“, betonte jedoch, dass der Fortschritt des Teams in dieser Saison von marginalen Gewinnen in allen Bereichen abhängen werde.
„Monza ist eine anspruchsvolle Strecke und das Feld liegt extrem eng beieinander. Unsere Priorität wird es sein, jeden Aspekt des Wochenendes ab Freitag so gut wie möglich umzusetzen“, sagte Vasseur.
Es wird davon ausgegangen, dass das Upgrade zusätzliche 15 PS liefert. Dieser Zuwachs soll Ferraris Rückstand auf die Mercedes-Antriebseinheit, die trotz der ADUO-Rangliste als das stärkste Gesamtpaket gilt, halbieren. Ferraris Motorendefizit hat das Team während der Saison 2026 zurückgehalten, obwohl das Chassis als ebenbürtig oder möglicherweise sogar besser als das führende Auto von Mercedes angesehen wird. Mercedes führt derzeit mit 87 Punkten vor Ferrari.

Ferrari wird in Monza zudem eine von Michael Schumacher inspirierte Lackierung präsentieren, um an das Debüt des siebenfachen Weltmeisters vor 30 Jahren bei dem Team zu erinnern. Schumacher gewann in der Folge fünf Titel mit der Scuderia, und Vasseur betonte, dass sein Streben nach Verbesserung, seine Liebe zum Detail und sein Glaube an Teamarbeit weiterhin wichtige Werte für Ferrari seien.
„Monza ist für Ferrari immer ein ganz besonderes Wochenende“, fügte Vasseur hinzu. „Vor unseren Tifosi zu fahren, gibt dem gesamten Team eine unglaubliche Energie.“ Ferrari strebt den ersten Sieg beim Großen Preis von Italien seit dem Erfolg von Charles Leclerc im Jahr 2024 an.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.